Leseprobe: Der Hauslehrer

Die Ankunft des Hauslehrers

 

Frau von Branitz blickte stumm im großen Speisezimmer umher. Unmut machte sich auf ihren schön geschnittenen Zügen breit. Der Hauslehrer hatte zwar bereits Platz genommen, doch von ihren beiden Töchtern fehlte am feingedeckten Tisch noch immer jede Spur. Immer das gleiche, ärgerte sie sich, nicht einmal wenn Gäste im Haus sind, können die beiden pünktlich sein! Sie beugte sich zu Mr. Turner hinüber. »Sie sehen, meine Töchter müssen noch viel lernen! Ich verlasse mich da ganz auf Sie!« Mr. Turner nickte höflich.
Die Haushälterin war schon angewiesen worden, die Suppe warm zu stellen, als die beiden Mädchen endlich lärmend und gänzlich undamenhaft in den Raum gestürmt kamen. Wortlos stand Margarete auf und winkte die beiden zu sich, um ihnen den neuen Lehrer vorzustellen.
»Mr. Turner, darf ich Ihnen Christine und Gerlinde, meine beiden Töchter, vorstellen? Christine, Gerlinde, das ist Mr. Turner, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat, dafür zu sorgen, daß ihr diesen Sommer nicht wieder mit Reiten und Schwatzen vergeuden werdet!«
Wie vom Donner gerührt erfuhren die Mädchen, daß dieser Sommer anders verlaufen würde, als sie es bisher angenommen hatten. Äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden, waren beide ebenso groß wie ihre Mutter und wiesen die gleichen, beinahe klassischen Züge auf, wenngleich noch mit deutlichen Zeichen jugendlicher, fast noch kindlicher Frische. Im Gegensatz zu Margaretes dunklem Haar jedoch umrahmte eine wilde, blonde Mähne die hübschen, erhitzten Gesichter. Der Lehrer war angenehm überrascht. Mit derart bezaubernden Schülerinnen hatte er trotz der attraktiven Mutter kaum zu rechnen gewagt.
Mr. Turner erhob sich, deutete eine knappe Verbeugung an und ergriff die von den Mädchen widerstrebend entgegengestreckten Hände. Die Neugier, mit der sie den unbekannten Gast am Tisch zunächst gemustert hatten, war trotziger Ablehnung gewichen. Dabei entging ihm nicht, daß die Zwillinge offenkundig keine Zeit mehr gefunden hatten, sich die Hände zu waschen, ehe sie bei Tisch erschienen waren. Er warf Margarete einen fragenden Blick zu, den diese mit einem aufmunternden Nicken erwiderte.
Mit deutlichen Worten machte Mr. Turner daraufhin die jungen Damen damit vertraut, wie ihre Mutter und auch er sich künftig ihr Erscheinen bei Tisch vorstellten. Sichtlich bedrückt nahmen die Zwillinge seine Vorhaltungen entgegen. Dann schickte er die beiden Mädchen hinaus und beobachtete zufrieden, daß sein erster Auftritt wohl schon einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte. Nach wenigen Minuten kamen die beiden leise zurück, knicksten artig und wollten sich eben setzen, als der Lehrer die beiden zu sich winkte und sich die nun blitzsauberen Hände vorzeigen ließ. Erst dann durften die Geschwister Platz nehmen.
Wie gewohnt verlief das Essen, ohne daß ein Wort gesprochen wurde. Als die Hausherrin dem Personal schließlich das Zeichen zum Abtragen gab, wollten sich die beiden Mädchen schon eilig davonmachen, doch Mr. Turner rief sie noch einmal zurück. Mit gesenktem Kopf ließen sie eine weitere, nicht minder heftige Moralpredigt über Tischsitten und Pünktlichkeit über sich ergehen. Gespannt verfolgte die Baronin v. Branitz das Geschehen. Die mit ernster Stimme vorgetragenen Worte schienen den beiden wirklich unter die Haut zu gehen. Diesen Ton waren die Mädchen nicht gewohnt. Hilfesuchend wandten sie ihre Blicke zur Mutter, die jedoch keine Anstalten machte, den Lehrer zu unterbrechen.
»Wenn Sie gestatten, gnädige Frau, würde ich den jungen Damen gerne noch einige Worte mit auf den Weg geben!« Margarete war einverstanden. »Christine, Gerlinde, hört aufmerksam zu und tut, was immer Mr. Turner euch sagt! Ich möchte keine Klagen hören! Mr. Turner, Sie haben freie Hand und meine volle Unterstützung. Fahren Sie bitte fort!«
»Ab heute weht hier ein anderer Wind, meine Damen«, ergriff Mr. Turner mit schneidender Stimme das Wort. »Schaut mich an!« Er griff jeder der beiden mit einer Hand unter das Kinn, damit sie ihm in die Augen sehen mußten. »Eure Mutter hat mich ausdrücklich damit beauftragt, euch nicht nur Unterrichtsstoff, sondern auch Tugenden einzubleuen, welche von Damen eures Alters und eures Standes erwartet werden! Und wenn ihr das nicht freiwillig lernen könnt oder wollt, werde ich geeignete Mittel und Wege wissen, um euch dabei zu helfen! Noch eines: Wann immer eure Mutter oder ich es für nötig halten, werden entsprechende Maßnahmen ergriffen!« Die Mädchen schluckten und nickten, so gut es Mr. Turners fester Griff zuließ. »Und nun ab auf euer Zimmer!«
Die Mädchen wollten erneut davonlaufen, besannen sich aber gerade noch rechtzeitig eines Besseren und schickten sich an, das Speisezimmer statt dessen in einer gemäßigteren Gangart zu verlassen. Schmunzelnd registrierte Mr. Turner, daß seine Erziehung erste Erfolge zeigte. Auch Margarete warf ihm einen anerkennenden Blick zu, bevor einer der großen Spiegel, welche zu beiden Seiten der Türe hingen, zeigte, daß Christine dem verhaßten Lehrer beim Hinausgehen eine freche Grimasse schnitt.
»Halt, hier geblieben!« herrschte dieser die verdutzten Mädchen an. Er flüsterte seiner Auftraggeberin etwas ins Ohr. Diese nickte und wies das Personal an, vollends abzutragen und anschließend dem Salon fern zu bleiben, in welchen man sich zurückziehen wolle. Nur Martha, die alte Haushälterin, erhielt eine verstohlene Anweisung, bevor sie ebenfalls aus dem Zimmer geschickt wurde. Margarete öffnete die Türen zum Salon. Mr. Turner und ihre Töchter folgten.
Nach wenigen Minuten klopfte es an der Tür, und die Haushälterin kam mit einem der Rohrstöcke aus Mr. Turners Gemach zurück. Dann knickste sie, warf den Mädchen einen vielsagenden Blick zu und verließ den Raum, in welchem nun Totenstille herrschte. Die Mädchen waren bleich geworden. Sie ahnten, welchem Zweck der Rohrstock dienen sollte. Ihre Mutter hatte des öfteren von ihrer strengen Schulzeit in England erzählt, auch wenn die beiden die geschilderten Erlebnisse bis zu diesem Tage nicht recht glauben wollten. »Mama, wir sind doch keine kleinen Kinder mehr!« protestierten sie lautstark, doch Margarete ließ sich auf keinerlei Diskussion ein. »Es wird allerhöchste Zeit, daß ihr lernt, euch standesgemäß wie erwachsene Damen zu verhalten. Wenn ihr es vorzieht, euch wie unartige kleine Mädchen aufzuführen, dann werdet ihr eben auch so behandelt! Ich bin Mr. Turner außerordentlich dankbar, daß er mich bei eurer Erziehung so tatkräftig unterstützt.«
Erneut erhoben die Sünderinnen einen erfolglosen Protest, doch ihre Mutter drohte ihnen an, daß das gesamte Personal bei ihrer Bestrafung zugegen sein würde, wenn sie noch ein einziges Wort der Widerrede vernehmen müßte. »Nun reißt euch endlich zusammen! Auch Mr. Turner und ich haben während der Schulzeit so manches Mal den Stock gespürt, wenn es nötig war. Und uns hat es auch nicht geschadet, nicht wahr?« - »Allerdings«, bestätigte der Lehrer lächelnd. Resigniert seufzend gaben die Mädchen klein bei, und auch ohne Schläge traten ihnen bereits die ersten Tränen in die Augen. Noch bevor jedoch der Lehrer das Wort ergreifen konnte, klopfte die Mutter mit dem Rohrstock schallend auf die Kante des schweren Eichentisches. Hierbei fiel ihr auf, daß der Stock zuvor gewässert worden war. Mr. Turner schien sich sehr gut auf seine pädagogische Mission vorbereitet zu haben, dachte sie anerkennend.
»Hier legt ihr euch drüber, aber ein bißchen fix, wenn ich bitten darf!« Margarete von Branitz war auf ihrem Gut durchaus bekannt für einen strengen Befehlston, der bisher jedoch ausschließlich den Hausangestellten und den Arbeitern vorbehalten geblieben war. Ihre Töchter hatten sie zeitlebens nur als nachgiebige und liebevolle Mutter erlebt. Das war eine völlig andere Frau, die heute vor ihnen stand. Eine Frau, die gewohnt war, Befehle zu erteilen, und die keinen Widerspruch zu dulden schien.
Nachdem sie erkannt hatten, daß jeder Widerstand zwecklos war, fügten sich die Zwillinge schweren Herzens in ihr Los. Mit zitternden Knien gingen sie zum Tisch und beugten sich wie befohlen über die Kante. Ihre Mutter raffte ihnen persönlich Kleid und Unterröcke hoch, löste mit flinken Fingern die Schnüre der Korsetts, welche die beiden jungen Damen seit einem Jahr tragen durften, und knöpfte schließlich auch noch die Unterhosen ab. »Mama, bitte! Nein, nur das nicht!« Der verzweifelte Aufschrei ihrer Töchter vermochte das Herz der Baronin jedoch nicht zu erweichen. Mr. Turners funkelnde Augen entgingen ihr freilich nicht.
Margarete wurde nun selbst ein wenig unruhig. Rektor Kaynes fiel ihr wieder ein. Genauso hatte er sie damals angesehen! Delektierte Mr. Turner sich etwa an dem Anblick, der sich ihm bot? War es richtig, ihre Töchter vor diesem Mann zu entblößen? Margarete wischte ihre Bedenken beiseite. Es mußte sein. Und falls in Mr. Turners Augen Bewunderung zu erkennen war, dann galt dieses Kompliment auch ihr. Schließlich war sie es, von der ihre Töchter die eigene Schönheit geerbt hatten. Sie ertappte sich bei der Vorstellung, anstelle ihrer Töchter selbst über dem Tisch zu liegen, und ein sehnsüchtiges Verlangen ergriff von ihr Besitz.
Margarete mußte sich zusammennehmen. »Sagen Sie, wieviel hätte es zu unserer Schulzeit für Unpünktlichkeit oder freches Verhalten gegeben?« - »Mindestens ein Dutzend«, antwortete der Angesprochene. »Well, dann soll es so geschehen! Here you are!« Mit diesen Worten überreichte sie dem Lehrer den biegsamen Spanier. Die Mädchen hatten alles mit angehört. Die ungewohnte Position und die drohende Strafe hatten aus frechen, hochmütigen Geschöpfen heftig schluchzende Wesen gemacht. Jammernd baten sie um Nachsicht und versprachen, nie wieder unpünktlich zu sein. »Das höre ich schon seit vielen Jahren von euch! Doch nun ist das Faß voll! Ab heute gelten hier andere Sitten!«
Der Lehrer ließ noch einmal einen ausgiebigen Blick über die ihm dargebotenen Erziehungsflächen streichen. Von hinten waren die Zwillinge noch weniger zu unterscheiden als von vorne, doch dies tat dem Vorhaben keinen Abbruch. Die rundlichen Pos der Mädchen vibrierten, von den Unterröcken umrahmt, im Schein der großen Kerzen, welche die Hausherrin näher herangeschoben hatte. »Christine, du bekommst zuerst ein halbes Dutzend!«
Nur am Aufschluchzen erkannte er, daß die Angesprochene das Mädchen war, welches links, direkt vor ihm, auf seine Bestrafung wartete.
»Nach jedem Hieb werdet ihr versprechen, nie wieder unpünktlich zu sein!« Die Mädchen nickten weinend. »Mr. Turner, walten Sie bitte ihres Amtes!«
Der Lehrer ging einen Schritt zurück und nahm Maß, indem er den Stock leicht auf Christines Po wippen ließ, der schon bei dieser zarten Berührung heftig zusammenzuckte. Plötzlich zischte es in dem stillen Raum, und der Rohrstock legte sich mit hellem Klatschen um die empfindlichen Rundungen des Mädchens, wo er eine lange, feuerrote Doppellinie hinterließ. Christine schrie laut auf. »Und? Ich höre nichts!« Es dauerte fast eine Minute, bis das Mädchen die Kraft hatte, den geforderten Spruch zu sagen. Schon wieder sauste der Artigmacher über ihren Po. »Auuuuu, bitte nicht mehr! Ich will nie wieder unpünktlich sein!« Nach dem dritten Hieb versuchte die Gezüchtigte, die Hände zum geschundenen Po zu führen, doch ihre Mutter eilte sogleich zur gegenüberliegenden Tischseite und zog beide Arme zu sich, damit Mr. Turner die erste Hälfte der wohlverdienten Hiebe ungehindert erteilen konnte.
Gerlinde, die alles mit anhören mußte, heulte schon vor dem ersten Hieb. Auch ihrem Hintern blieben die sechs feuerroten Striemen natürlich nicht erspart, welche ihr Mr. Turner mit geübter Hand aufzeichnete.
Als Mr. Turner sich wieder Christine zuwenden wollte, forderte die Mutter ihn auf, dieses Mal doch bitte noch ein wenig kräftiger durchzuziehen. »Damit sich die beiden feinen Damen noch recht lange daran erinnern, was sie hier eben versprochen haben!« Wieder schrieen die Mädchen angstvoll auf. Der Lehrer nickte und trat etwas zurück, um weiter ausholen zu können.
Wittttt! Der siebente Striemen gesellte sich zu seinen Vorgängern. Mr. Turner mußte fast eine Minute warten, bis sich Christines Po etwas beruhigt hatte. Das Mädchen heulte zwar wie ein Schloßhund, doch sein Sprüchlein sagte es mittlerweile tapfer auf. Es hatte wohl begriffen, daß weitere Fehler nur zu noch mehr Hieben geführt hätten.
Den zwölften Hieb zog der Lehrer so hart durch, daß Christine sich losriß, aufsprang und durch den Raum hüpfte. Heulend rieb sie dabei mit den Händen ihre gestriemte Kehrseite. »Du legst dich sofort wieder über den Tisch! Dafür gibt's am Ende noch drei extra!« donnerte die Gutsherrin. Mit eisernem Griff packte die strenge Mutter ihre widerspenstige Tochter, führte sie zum Tisch zurück und entblößte erneut deren Gesäß, bevor der Lehrer dem anderen Mädchen die restlichen Sechs erteilte. Gerlinde war vernünftiger, denn sie wagte es nicht aufzuspringen, obwohl sie es ihrer Schwester nur zu gerne nachgetan hätte.
»Gestatten?« Frau v. Branitz nahm dem erstaunten Lehrer den Stock aus der Hand. »Wenn Sie Christine bitte festhalten könnten.« Kaum hatte Mr. Turner dieser Bitte Folge geleistet und das Mädchen auf die Tischplatte gedrückt, pfiff der Rohrstock schon wieder in schneller Folge drei Mal über den Podex der bedauernswerten Sünderin. Der Lehrer war verblüfft, mit welcher Härte diese zierliche Frau den Stock führte. »Damit hätte ich bei euch schon viel früher anfangen sollen. Dann wäre mir so mancher Ärger erspart geblieben. Und denkt dran: Jeder Schlag, den ihr bekommt, schmerzt mich mehr als euch!« Wie zur Bestätigung der letzten Worte glitten ihre Hände über die glühenden Linien auf den Hinterteilen ihrer Töchter, wobei sie nicht bemerkte, daß der Lehrer sie sehr genau beobachtete und versuchte, die Faszination zu deuten, welche in ihrem Gesicht geschrieben stand. Nur zu deutlich war Margarete v. Branitz anzusehen, wovon sie sprach. Der Gedanke an den eigenen Schmerz jedoch schien ihr selbst, im Gegensatz zu ihren Töchtern, weitaus weniger unangenehm zu sein. Nach einigen Minuten steckte die Mutter den beiden die Röcke hoch und wies sie energisch an, solcherart entblößt bis zur nächsten vollen Stunde still in der Ecke zu stehen.
»Darf ich ihnen vielleicht ein Gläschen Sherry anbieten? Nach dieser Anstrengung haben wir uns eine kleine Erfrischung wirklich verdient!« Dankend nahm Mr. Turner die Einladung der Hausherrin an, die ihm ein Zeichen gab, in einem der bequemen Sessel Platz zu nehmen. »Ich habe meine Haushälterin übrigens angewiesen, das ehemalige Spielzimmer der Kinder als Unterrichtsraum herrichten zu lassen. Ich nehme doch an, daß ein schlichter Tisch und einfache Holzstühle genügen, oder?« Mr. Turner pflichtete der Baronin von ganzem Herzen bei. Wie er meinte, galt es als erwiesen, daß weiche Möbel gerade bei jungen Mädchen schwere Haltungsschäden verursachten und überdies zu große Bequemlichkeit vom Lehrstoff ablenken könnte. Je härter der Sitz, um so einprägsamer der Unterricht, war seine Maxime, was die Ausstattung von Klassenzimmern - auch im Hinblick auf möglicherweise zu ergreifende Strafmaßnahmen - betraf.
Dann ließ er seine Blicke durch den großen Raum schweifen und äußerte sich gleichermaßen lobend über die Qualität des Getränks wie über die geschmackvolle Einrichtung des Salons. Für Margaretes Empfinden ruhten dabei jedoch seine Augen einen Moment zu lange auf den geröteten Hinterteilen seiner beiden Zöglinge, welche zwar tränenüberströmt, aber stumm und reglos in der befohlenen Haltung verharrten. Mr. Turner entging das Aufblitzen in den Augen der Baronin nicht. War das Eifersucht oder sogar Neid?
Margarete dagegen hatte plötzlich dringend den Wunsch, seine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Schnell nutzte sie daher die Gelegenheit, um dem Lehrer - für beide Mädchen deutlich vernehmbar - Erziehungsanweisungen zu geben. »Lassen Sie den beiden nichts, aber auch nicht die geringste Kleinigkeit durchgehen, my dear! Sie haben absolut freie Hand. Ich möchte dies noch ein Mal ausdrücklich betonen!« Ein lautes Schluchzen aus der Zimmerecke quittierte, daß auch die Mädchen sehr wohl verstanden hatten, daß nun andere Saiten aufgezogen würden. Mit dem erlösenden Schlag der großen Wanduhr wurden die Zwillinge schließlich auf ihr Zimmer entlassen.

An diesem Abend saß Margarete noch lange bei Kerzenlicht an ihrem Schreibtisch und widmete sich in schöner Schrift ausführlich dem Tagebuch, welches sie schon seit ihrer Jugendzeit führte. Seite um Seite fanden nun auch die Ereignisse dieses aufregenden Tages Aufnahme in die höchst privaten Erinnerungen der Baronin v. Branitz.

 


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