Story "Die Dienstreise"

Die Dienstreise

Eine Spanking-Geschichte.
Version vom 25.06.2003

(c) Randy McCane, 2003 ff.    E-Mail: Randy.McCane@gmx.de
Mein Dank gilt Linda, ohne die diese Story nicht zustande gekommen wäre.

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An dieser Stelle sei klargestellt, dass ich jegliche Gewalt gegen Mitmenschen, insbesondere gegen Kinder, strikt ablehne und körperliche Züchtigung nur im Rahmen von gleichberechtigten Erwachsenen und in freiem Willen gutheiße.
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Diese Geschichte ist frei erfunden. Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig.
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Teil 1

Christine war sauer, richtig sauer. Auch fünf Stunden, nachdem sie in Hannover gestartet war, hatte sich ihre Laune nicht gebessert. Im Gegenteil. Mit jedem Kilometer, den sie zurück legte, stieg ihre Verbitterung. Dieser Lehrgang passte ihr überhaupt nicht. Personalführung. Ausgerechnet sie! Als ob SIE das nötig hätte. Wenn die Penner auf ihrer Dienststelle nicht spurten, dann musste sie den Leuten eben Beine machen. Das war ihre eigene Art von Personalführung und ihren Laden hatte sie in Schwung gebracht, seit sie die Leitung übernommen hatte.

Aber irgendeine von den Memmen hatte sich wohl wieder beim Chef des Hauptamtes ausgeheult. Und der hatte prompt reagiert. Die Beförderung, mit der sie fest gerechnet hatte, war in weite Ferne gerückt. Statt dessen konnte sie jetzt an diesem wunderschönen Spätsommertag nach München fahren und die nächsten vier Tage in einem stickigen Lehrsaal hocken. Vermutlich mit lauter gescheiterten Existenzen und anderen Wichtigtuern. Christine schnaubte verächtlich.

Sie war stolz auf das, was sie in ihrem Beruf erreicht hatte. Obgleich sie erst Anfang 30 war, leitete sie bereits ein kleineres Zollamt. Als Frau hatte sie sich in einer von Männern dominierten Behörde durch gesetzt, gegen den Widerstand von Kollegen und Vorgesetzten. Das Rezept war einfach: sie musste besser, härter und energischer sein, als ihre Konkurrenten. Das hatte ihr nicht nur Freunde eingebracht, aber Christine war überzeugt davon, dass ihr Weg der Richtige war.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, Christine Johannsen war kein besonders netter Mensch. Hart und gnadenlos, gegen sich selbst und gegen ihre Mitarbeiter. Die Höchstleistungen, die sie erbrachte, verlangte sie auch von ihren Untergebenen. Fehler tolerierte sie nicht. Das wäre ein Zeichen von Schwäche gewesen und Christine hasste nichts mehr als Schwäche. Sie konnte vergeben und vergessen, vergaß aber nicht, was sie vergeben hatte. Rache war ein Lieblingssport. Wer sich einmal mit ihr angelegt hatte, konnte sicher sein, dass sie sich revanchieren würde. Auf menschliche Probleme Rücksicht zu nehmen, konnte sie sich in ihrer Position ohnehin nicht leisten. Und sie wollte weiter kommen. Nach oben. Karriere war ihr einziges Ziel, dem sie alles unterordnete.

Fast alle ihre Kollegen, Vorgesetze wie Untergebene, unterschätzen Christine. Jedenfalls beim ersten Zusammentreffen. Dieser jungen, nicht allzu großen Frau traute man die Energie und den Durchsetzungswillen einfach nicht zu. Christine war zwar keine makellose Schönheit, aber ausgesprochen hübsch. Sie hatte eine sehr gute Figur, schulterlanges, dunkelbraunes Haar und für ihre Größe erstaunlich lange Beine. Nur bei einem genaueren Hinsehen trübten die meist hart blickenden Augen den angenehmen Eindruck. Christine wusste, wie sie ihre körperlichen Vorzüge zur Geltung brachte und sie hatte nie gezögert, diesen Vorteil gegenüber ihren männlichen Kollegen auch gnadenlos auszunützen. Die leitenden Beamten ihrer Behörde waren ausnahmslos ältere Männer und sie war eine junge Frau. Christine trug nur Röcke, nicht so kurz, wie sie es sich hätte leisten können, aber kürzer, als in der verstaubten Verwaltung üblich. Viele hatten den Fehler gemacht, sie für ein brünettes Dummchen zu halten, das leicht aufs Kreuz zu legen war. Ein fataler Irrtum, denn Christine ging über Leichen. Mit den Ersatzteilen, die ihr täglich über den Weg liefen, gab sie sich gar nicht erst ab. Anschauen ja, aber nicht berühren. Der Mann, der ihr das Wasser reichen konnte, musste erst noch geboren werden.

Der hellblaue CRX schnurrte über die glühende Landstraße, nachdem sie hinter Nürnberg die Autobahn verlassen hatte. Stau, natürlich. Das hatte nun gerade noch gefehlt. Jetzt dauerte die Fahrt bestimmt noch zwei Stunden länger. Die Nachmittagssonne brannte in den offenen Wagen. Das dünne, geblümte Sommerkleid klebte mittlerweile auf Christines gebräunter Haut. Der Geruch ihres Parfums mischte sich mit dem von Schweiß, der ihr das Rückgrat entlang, in den knappen Tanga lief. Christine war klatschnass. Sie fluchte leise, weil sie sich heute morgen tatsächlich auch noch für Strümpfe entschieden hatte. Hauchdünne schwarze, halterlose Strümpfe. Christine trug eigentlich immer Strümpfe. Sie machten auf jeden Fall ein schöneres Bein und sahen unter einem kurzen Kleid einfach klasse aus. Wer konnte schon wissen, wem sie bei der Ankunft begegnen würde. Vielleicht ließ sich ja auch in München an der Karriere arbeiten. Ein guter Eindruck zählte viel. Sie war besser auf alles vorbereitet. Mit solch einer Hitze hatte aber niemand gerechnet, nicht einmal die hochbezahlten Idioten vom Wetterdienst.

Wie hieß eigentlich das Kaff, durch das sie gerade fuhr? Fast mechanisch registrierte sie die zahllosen Ortsnamen, aber hier wollte sie jedenfalls nicht tot über dem Zaun hängen. Was glotzte der Kerl auf dem Trecker, den sie gerade überholte? Hatte der noch nie eine Frau im Cabrio gesehen? Und mitten in der Pampa auch noch eine rote Ampel! Vermutlich die Einzige im Umkreis von 100 Kilometern. Jetzt stand der Trecker auch noch neben ihr. Wo starrte der Typ denn hin? Eigentlich sah er ja ganz gut aus, vielleicht 30, kräftig und braun gebrannt, naja, wer auf den rustikalen Typen steht... dachte sie. Er sagte irgendetwas, das Christine nicht verstand. Mein Gott, was für ein Dialekt. War sie überhaupt noch in Deutschland? Christine wurde plötzlich klar, dass die Augen des Treckerfahrers fest auf ihre Beine gerichtet waren. Von seinem erhöhten Sitz hatte er einen grandiosen Blick in ihren flachen Wagen, den er auch anzüglich grinsend genoss. Offenbar gefiel dem Mann, was er sah.

Grün! Christine gab Gas, 160 PS reichten, um sich fürs erste von dem neugierigen Landmann abzusetzen, aber nach 50 Metern lauerte schon die nächste Ampel. Es war zum verrückt werden. Langsam kam der Trecker wieder heran. Ein anerkennender Pfiff war trotz des Motorenlärms deutlich zu vernehmen. Der Fahrtwind hatte Christines kurzes Kleid bis zum Schoß hinauf geweht und über dem Rand der Strümpfe war das feste Fleisch ihrer Schenkel deutlich sichtbar. Christine knirschte mit den Zähnen und zog ihr Kleid glatt, so gut es ihr verschwitzter Körper zuließ. Ausgerechnet jetzt. Mitten in der Ortschaft, verwinkelte Straßen und keine Möglichkeit, diesem Hohlkopf den Auspuff zu zeigen!

Wieder Grün, wieder ein Blitzstart, aber eine Unebenheit in der Straße ließ Christines Fuß plötzlich vom Gaspedal auf die Bremse rutschen! Zu spät kam Christine die Erkenntnis, dass Turnschuhe zum Fahren besser gewesen wären, aber sie musste ja unbedingt auch noch die neuen italienischen Sandaletten mit den hohen, den sehr hohen Absätzen anziehen. Der CRX hoppelte jedenfalls wie ein aufgeschreckter Hase über den Asphalt und kam quietschend am Straßenrand, direkt vor einem Wirtshaus zum Stillstand.

Die in ihrer Ruhe aufgeschreckte Landbevölkerung schüttelte nur fassungslos die Köpfe über die Hektik des weiblichen Stadtmenschen und wandte sich dann wieder ihrem Bier zu. Dröhnend tuckerte der Trecker vorbei, der Fahrer lachte aus vollem Hals. Dazu machte er noch eine zweideutige Handbewegung. Christine kochte!

Was soll’s, dachte sie in den Biergarten blickend, wenn ich schon mal da bin. Von der langen Fahrt durstig geworden, stieg sie aus und betrat den großen, von alten Kastanien beschatteten Platz vor dem Gasthaus. Um ihren Flitzer im Blick haben zu können, wählte Christine einen freien Tisch in der Mitte des Biergartens. Der beleibte Wirt brachte ihr die dünne, abgegriffene Speisekarte, doch die junge Frau konnte beim besten Willen nichts entdecken, was ihr geschmeckt hätte. Auch italienisches Mineralwasser suchte sie vergebens. Wie alleine schon die Karte aussah! Fettig und fleckig! Also begnügte sie sich damit, eine Diät-Cola zu ordern und hoffte, der Wirt würde das Glas nicht länger als nötig anfassen.

Christine musterte ihre Umgebung. Das Gasthaus war nicht mehr das allerneueste. Das allersauberste wohl auch nicht. Über den üblichen Küchendünsten lag der kräftige Geruch von Landluft. Stämmige, derbe Gestalten saßen um sie herum, die braun gebrannten Gesichter von der Feldarbeit gegerbt. Etwas weiter verbrachten drei junge Burschen ihren Feierabend lautstark mit Kartenspiel und Bier. Die neugierigen Blicke, die ihr zugeworfen wurden, quittierte Christine nur mit einem verächtlichen Grinsen. Gestalten wie aus der Geisterbahn. Ein haariges, muskelbepacktes Monster in Shorts und ein geschniegelter Schönling mit schulterlangen Locken in T-Shirt und Jeans. Dazu noch ein kleiner, schmächtiger Kerl im ölverschmierten Blaumann, der wohl gerade an einer der aufgemotzten Dorfraser-Schüsseln da draußen rumgeschraubt hatte, dachte Christine und warf einen abschätzigen Blick auf die tiefer gelegten Brot-und-Butter-Autos vor dem Biergarten.

Sogar zwei Polizisten saßen hier und tranken gerade den letzten Schluck aus ihrem Bierkrug, bevor sie zahlten und mit einem zivilen VW-Bus davon fuhren. So was gibt’s auch nur in Bayern, dachte Christine. In Uniform zum Saufen gehen!

Sie ärgerte sich, dass die anderen Gäste unverhohlen zu ihr herüber gafften. Komme ich vom Mars? Habe ich grüne Antennen auf dem Kopf? Ein lauter Aufschlag unterbrach ihre Gedanken. Der Wirt knallte ihr einen mit Cola gefüllten Bierkrug auf den Tisch und erkundigte sich, ob sie nun etwas essen wollte. Christine lehnte dankend ab und bezahlte sogleich ihr Getränk. Irritiert betrachtete sie das gewaltige Gefäß. Eigentlich hätte sie schon Hunger gehabt, doch Schweinshaxen, Sauerkraut und derartige „Leckereien“ waren nun wirklich nicht ihr Fall. Und wenn die Küche genauso aussah, wie der Wirt, verging ihr ohnehin der Appetit. Nur ihren Durst wollte sie stillen. Am Besten wäre es, danach schnell wieder aufzubrechen.

So zügig es ging, trank sie aus und machte sich auf den Weg zu ihrem Auto. Christine spürte, dass man ihr nachsah. Kein Wunder, wenn schon die Typen hier derartig grob gestrickt waren, was hatten die dann erst für Frauen zu Hause? Christine musste grinsen und zeigte beim Einsteigen in den flachen Wagen besonders viel Bein. Die armen Kerle sollten ruhig mal sehen, was ihnen hier entging. Sie ließ den Motor aufheulen und gab Gas. Diese Rast hätte sie sich auch schenken können.

Wieder jagte sie über die glühende Landstraße, aber schon nach einer Viertelstunde machte sich die Cola bemerkbar. Warum musste man das Zeug hier auch literweise verkaufen? Mist, ich hätte vorhin doch noch zur Toilette gehen sollen, dachte sie im Stillen. Christine hasste Unsauberkeit. In die Büsche zu gehen war ihr eigentlich ein Gräuel, aber bei dem Gedanken an das schmuddelige Wirtshaus verdrängte sie ihre Bedenken und hielt nach einer geschützten Stelle Ausschau. Mit jedem Kilometer wurde der Druck stärker, aber weit und breit keine Sträucher oder ein Wäldchen. Nur Mais- und Weizenfelder zogen sich an der Straße entlang. Endlich. Eine Holunderhecke. Christine hielt an und suchte sich vorsichtig einen Weg durch die Sträucher, immer darauf bedacht, ihre Strümpfe nicht zu zerreißen. Christine blickte sich um. Von der Straße aus war sie jetzt nicht mehr zu sehen, und hinter dem Gebüsch standen in endlos langen Reihen Obstbäume. Kein Mensch in Sicht. Christine atmete erleichtert auf und erledigte das dringend Notwendige.

Als sie wieder zu ihrem Wagen ging, sah sie sich noch einmal zu den Bäumen hinter ihr um. In den Zweigen leuchteten herrliche rot-gelbe Äpfel. Als Christine die reifen Früchte verführerisch in den Bäumen hängen sah, meldete sich ihr ungestillter Appetit zurück. Unsicher stöckelte sie zu den Bäumen hinüber. In dem hohen Gras waren ihre Stilettos genauso unpassend wie beim Fahren. Sie musste aufpassen, dass sie nicht in das Fallobst trat, das überall herum lag. Christine streckte sich mühsam zu den höheren Ästen hinauf und erwischte glücklich einen besonders schönen Apfel. Gierig biss sie hinein. Sie hatte ganz vergessen, dass sie seit dem Morgen nichts mehr gegessen hatte. Hmmm, wirklich lecker, dachte Christine kauend. Da nehme ich mir ein paar für die Weiterfahrt mit. Sie ging zurück zum Auto, um aus dem Kofferraum eine leere Tüte zu holen.

Aber so einfach, wie Christine sich die Sache gedacht hatte, war es nicht. An den unteren Ästen war kein einziger Apfel mehr zu entdecken. Unverrichteter Dinge wollte sie aber auch nicht zurück. Christines Ehrgeiz war geweckt. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als in einen der Bäume zu klettern. Sie sah sich um und entdeckte einen kleineren Baum, an dessen Fuß passenderweise auch noch eine alte Obstkiste lehnte. Christine war ausgesprochen sportlich, zwei Mal die Woche ging sie ins Fitnessstudio. Es fiel ihr daher nicht schwer, sich von der Kiste auf einen kräftigen Ast zu schwingen und vorsichtig noch etwas höher zu steigen. Die größte Schwierigkeit bestand nur darin, ihre Kleider dabei nicht zu ruinieren. Christine hatte schnell eine Stelle erreicht, von der aus sie mühelos die schönsten Äpfel erreichen konnte. Bald war ihre Tüte gefüllt und sie machte sich an den Abstieg. Hier oben in den Bäumen war es nicht so heiß, wie unten auf der Straße. Christine spürte einen kühlen Luftzug auf ihrem Po, als ein sanfter Sommerwind ihr dünnes Kleid aufhob. Auf ihrem schwitzenden Körper bildete sich Gänsehaut. Christine schloss für einen Moment die Augen.

„Ja, wen ham mer denn do?“ Eine große Hand legte sich schwer um ihren Knöchel. Erschrocken sah Christine hinunter. Ein Brecher von einem Menschen stand unter ihr und blickte wütend zu ihr hinauf. Offensichtlich der Besitzer dieser Obstanlage, schon älter, zwischen 60 und 70, aber groß und ausgesprochen kräftig. Und der Mann konnte unter ihr Kleid sehen, was er auch unverholen tat. Christine wurde rot vor Wut und Scham.

„Lassen Sie mich gefälligst los“, tobte die junge Frau. Sie versuchte vergeblich dem eisernen Griff des Bauern zu entkommen, ohne dabei vom Baum zu stürzen. Gleichzeitig bemühte sie sich, ihr Kleid zu richten, um so dem Mann unter ihr die verlockende Aussicht zu nehmen. Dabei fiel ihr die Tüte aus der Hand, genau vor die Füße des Bauern. Die Äpfel kollerten über den Boden. „Des könnt’ dir so passen! Äpfel klau'n! Noch dazu tütenweise! Los, geh‘ her!“ Gegen die Kraft des Mannes war Christine hilflos. Als wäre sie selbst ein Apfel, pflückte der Bauer sie förmlich vom Baum. Ratsch! Das musste ja so kommen. Eine Laufmasche. Christine war außer sich. „Jetzt sehen Sie mal, was Sie gemacht haben, das werden Sie mir ersetzen!" Der Bauer lachte nur. An der Hand zerrte er sie in Richtung zu einem hinter der Plantage gelegenen Bauernhof.

Nirgendwo war ein Mensch, der ihr hätte helfen könnte. Nur ganz in der Ferne sah sie einige Arbeiter, die offensichtlich mit der Ernte beschäftigt waren. Viel zu weit, als dass die Christines Protest hätten hören können.

„Hei, was soll das? Ich bezahle Ihnen die Äpfel ja!“ „Des kannst der Polizei erzählen“, knurrte der Landmann weiter. Polizei? Daran hatte Christine überhaupt nicht gedacht. Nur das nicht! Als Beamtin bei einem Diebstahl erwischt werden? Dann konnte sie ihre Karriere vergessen. Die Kollegen würden sich totlachen. Selbst das verzweifelte Angebot, den doppelten Preis zu entrichten, besänftigte den Bauern nicht. Immer näher rückte das Haus, von wo aus er die Polizei verständigen würde. Christine war verzweifelt. Hilflos musste sie hinter dem Bauern hertrippeln, der ihr Handgelenk mit eisernem Griff umklammert hielt und keine Anstalten machte, sie loszulassen.

Plötzlich hatte sie die rettende Idee. Mit einem festen Tritt gegen sein Schienbein erreichte sie, dass der Mann sie kurz los ließ. Wenigstens jetzt zahlten sich die hohen Absätze aus! Während der Bauer noch schimpfend auf seinem schmerzenden Bein herum humpelte, war Christine schon wieder unterwegs zu ihrem Wagen. Hastig rannte sie zwischen den Bäumen davon, gefolgt von dem fluchenden Mann. Nie im Leben hätte sie diesem Fettsack zugetraut, dass er so schnell rennen könnte. Und dann diese verdammten Stilettos!

„Na warte, du Miststück! Wenn ich dich erwisch‘, kriegst du eine Tracht Prügel, dass dir Hören und Sehen vergeht!“ Die Holunderhecke war nicht einmal mehr hundert Meter entfernt. Keine Zeit, die Schuhe auszuziehen! So gut es die hohen Absätze zuließen, versuchte sie, ihr Auto zu erreichen. Den Ast auf dem Boden hatte sie übersehen. Sie konnte den Sturz gerade noch abfangen, als sie schon den eisernen Griff des Bestohlenen in ihrem Nacken spürte. Er packte sie, hob sie hoch und klemmte sie wie ein kleines Mädchen zwischen seine Beine. Kaum dass sich Christine ihrer misslichen Lage bewusst geworden war, klatschte schon die kräftige Hand des Bauern auf ihrem Hinterteil nieder.

Christine war fassungslos. „Was machen Sie da“, schrie sie entrüstet, „ich werde Sie anzeigen, das ist Freiheitsberaubung, Sie Flegel!“ Der Bauer lachte dröhnend. Diese Drohung schien ihn nicht weiter zu beeindrucken. Er schob ihr Kleid nach oben und verharrte kurz bei dem ihm sich nun darbietenden Anblick: Die Körperstellen, welche nicht von ihren Strümpfen oder dem Höschen bedeckt waren, wiesen bereits die feuerroten Abdrücke seiner fünf riesigen Finger auf. Kurz entschlossen zog er ihr auch noch den schmalen Slip herunter und setzte die Bestrafung fort. „Wir regeln des jetzt ohne Polizei, und zwar gründlich! Du wirst dir zwei Mal überlegen, bevor du dich an fremdem Eigentum vergreifst, dafür werd‘ ich schon sorgen!“

Christine wand sich wie eine Schlange unter den festen Klapsen, die erbarmungslos auf ihren ungeschützten Po prasselten. Keine Chance! Der Bauer hielt sie zwischen seinen Knien fest wie in einem Schraubstock. Oh, wie das brannte! Der Mann musste Pranken groß wie Klodeckel haben. Schreiend versuchte sie, sich aus der Umklammerung zu entwinden, doch der Bauer ließ keine Gegenwehr seines Opfers zu.

Kindheitserinnerungen wurden wach. Mit 16 Jahren hatte sie einmal ihrer Großmutter Geld gestohlen, um sich eine heiß begehrte Schallplatte kaufen zu können. Das Taschengeld war schon ausgegeben, als die Scheibe in den Charts auftauchte. Leider hatte Oma den Diebstahl noch am selben Tag entdeckt und Christine zur Rede gestellt. Als sie dann auch noch dreist log, wurde es ihrem Großvater zu bunt. Er zog sie über seine Knie und gerbte ihr mit seinem Gürtel dermaßen das blanke Hinterteil, bis sie Rotz und Wasser heulend versprach, nie wieder etwas zu stehlen. Hätte ich mich nur daran gehalten, schluchzte sie nun innerlich. Statt dessen musste sie, eine erfolgreiche und selbstbewusste Frau, sich von einem fremden Mann den nackten Hintern versohlen lassen, als wäre sie noch immer ein ungezogenes Mädchen. Diese Demütigung schmerzte fast noch mehr, als die Schläge.

Die Züchtigung schien kein Ende nehmen zu wollen. Mit der Gründlichkeit bodenständiger Landarbeit klatschten seine Hände auf ihren nackten Po, der schon so lange nicht mehr in den Genuss einer solchen Behandlung gekommen war. Tränen des Schmerzes und der Wut liefen ihr über das Gesicht und ihr Hintern fühlte sich an, als würde die Haut beim nächsten Schlag unweigerlich platzen. In ihrer Verzweiflung wusste sie sich schließlich nicht anders zu helfen, als dem Bauern kräftig in die Wade zu beißen. Für einen Augenblick lockerte er die Umklammerung, Christine rappelte sich auf, zog eilends ihr Höschen hoch und rannte durch die Hecke zu ihrem Wagen. Es spielte jetzt wirklich keine Rolle mehr, ob ihre Garderobe darunter litt. Nur weg von hier! Atemlos sprang sie in das Fahrzeug und griff zum Lenkschloss. Doch wo war der Schlüssel? Sie hatte ihn vorhin doch stecken lassen? Eine böse Vorahnung keimte in ihr auf, als sie verzweifelt zurück blickte.

Da stand der Bauer noch immer an der selben Stelle und winkte breit grinsend mit ihrem Schlüsselbund. Was tun? Wieder zurück kehren und vielleicht noch mal Hiebe riskieren? Christine hatte das dumpfe Gefühl, als wäre das noch nicht alles gewesen. Jetzt spürte sie plötzlich wieder ihr brennendes Hinterteil und verfluchte sich für ihre Dummheit.

Gelassen schlenderte der Bauer zurück zum Hof und verschwand in einer Scheune. Schweren Herzens entschloss sich Christine, ihm zu folgen. Es blieb ihr ja auch nichts anderes übrig, wenn sie ihre Schlüssel zurück erhalten wollte. Vorsichtshalber sammelte sie unterwegs die verstreuten Äpfel wieder auf und stellte die Tüte neben einen Verkaufsstand direkt neben der Scheune. Das große Schild „Reuter’s Hofladen Inh. Rudolf Reuter“ verriet ihr den Namen des Bauern. Zu blöd, einen Genitiv richtig zu schreiben, mokierte Christine sich spontan. Ein paar Euro legte sie in eine als Kasse dienende Zigarrenkiste, um die bereits verspeisten oder beschädigten Früchte zu bezahlen, bevor sie zaghaft die große Halle betrat. Drinnen war es dunkel. Nur ein wenig Sonnenlicht drang durch ein paar undichte Stellen im Dach. Nirgendwo eine Spur von dem Mann, der ihr noch vor wenigen Minuten den blanken Hintern zum Glühen gebracht hatte.

Langsam, jeden Schritt mit Bedacht setzend, erkundete sie die Scheune. Die Luft um sie herum war heiß und stickig. An altem Fachwerk hingen riesige Spinnweben. Es roch nach Heu und Maschinenöl. Neben allerhand Gerümpel standen hier etliche Landmaschinen und Werkzeuge herum. Als sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erregte hinter einem alten Leiterwagen ein seltsames Gerät Christines Aufmerksamkeit. Verwundert musterte sie das Gewirr aus Rohren und einem riesigen kupfernen Kessel, das ihr merkwürdig bekannt vorkam und in seinem sauberen Glanz nicht zu dem anderen Müll passte. Natürlich: ein Destillierapparat! Während ihrer Ausbildung hatte Christine so etwas zum letzten Mal gesehen. Normalerweise stand solch eine Vorrichtung aber in einer Art Küche und nicht in der Scheune, wo Hitze beim Brennen leicht ein Feuer auslösen konnte. Das sah diesen Leuten ähnlich. Schwarzbrenner. Logisch, bei all den Äpfeln. Wer weiß, was die sonst noch auf dem Kerbholz hatten.

Dann entdeckte sie ihren Schlüsselbund auf einer Kiste neben allerhand Reit-Utensilien. Hastig streckte Christine ihre Hand danach aus, doch plötzlich tauchte der Bauer wie aus dem Nichts hinter ihr auf und band ihr blitzschnell die Hände mit einem Ledergurt zusammen. Christine schrie erschrocken auf, aber noch in selben Moment wurde sie über einen Balken gezogen, welcher in knapp einem Meter Höhe eine nicht mehr genutzte Stallung abtrennte. Ihre Hände fixierte der Bauer an dem Balken darunter, die Beine ließ er jedoch frei. So konnte sie weder nach hinten entweichen noch nach vorne, wo sie sonst schmerzhaft auf die Nase gefallen wäre.

„Machen Sie mich sofort los, ich habe ihnen die Äpfel doch zurück gebracht und auch alles bezahlt!“, protestierte Christine. „Aber dafür hast noch was gut bei mir, du Biest.“ Er zog sein Hosenbein hoch und dunkelrot kamen die Abdrücke ihrer Zähne zum Vorschein. Christine erschrak, denn es war ihr nicht bewusst, dass sie so fest zugebissen hatte.

„Das tut mir echt leid!“ Kleinlaut versuchte Christine, den Bauern milde zu stimmen. Allmählich bekam sie es mit der Angst zu tun. „Lassen sie mich bitte frei, ich habe es doch nicht böse gemeint!" bettelte sie. Zwecklos. Von ihren Entschuldigungen unbeeindruckt machte sich der Bauer daran, ihren Hintern erneut zu entblößen. Dieses Mal ließ er sich Zeit. Vorsichtig hob er das Kleid hoch und nicht weniger behutsam streifte er Christine den dünnen Slip bis auf die Knie hinunter. Genüsslich strichen seine rauen Hände über die hochempfindlich gewordene Kehrseite der jungen Beamtin, als wolle er fühlen, ob ein Ferkel schon fett genug wäre. Christine erschauerte unter der Berührung. Was hatte der Mann vor? Sie war völlig wehrlos und ihrem Peiniger ausgeliefert. Die Angst wich Panik.

„Jetzt kommt die Abrechnung, Madame. Des mach‘ ich mit meinen Kindern genau so, wenn die was ausg’fressen ham. Freche Gören müssen lernen, wer der Herr im Haus ist und dir wird des auch nix schad‘n, des kannst mir glaub’n.“ Mit entsetztem Blick verfolgte Christine, wie der Bauer eine Reitgerte vom Haken nahm und sich neben sie stellte. „Ich denk, 25 wer’n reichen.“ Christine wollte schon lautstark protestieren, doch der Mann knurrte nur, ob sie lieber 50 Hiebe wollte. Resigniert gab die junge Frau auf, biss die Zähne zusammen und hoffte, dass die Bestrafung schnell vorüber gehen würde.

Der Mann holte weit aus und ließ die dünne Gerte hell pfeifend auf ihrem Po landen. Ein langer dünner Striemen bildete sich schnell auf der bereits geröteten Haut. Christine holte zischend Luft. Oh dieser Schmerz! Sie hatte überhaupt keine Gelegenheit gehabt, ihre Backen zusammen zu kneifen, so schnell hatte der Bauer zugeschlagen! Ihr Po fühlte sich an, als ob er zerschnitten würde. Und das sollte sie noch 24 Mal aushalten? Ein zweites Mal schwirrte die Gerte durch die Luft und hinterließ ihre Spur exakt unterhalb der ersten. Ihr Po zuckte wild, als er den Kuss der Reitpeitsche zum dritten Mal spürte. Fast wäre Christine vornüber gekippt. Der Bauer sah diese Gefahr und band ihr nun auch noch die Beine am unteren Balken fest.

Christines Stolz war es zu verdanken, dass sie nicht um Gnade bettelte und erst beim fünften Hieb zu Schreien begann, ohne jedoch auch nur die geringste Strafmilderung zu erreichen. Fast sehnte sie sich schon nach den Händen des Mannes zurück! Mein Gott, tat das weh! Nach dem zehnten Hieb brüllte sie bereits wie am Spieß und der Bauer gönnte ihr eine kurze Pause. „Na, siehst ein, dass du ein ungezogenes Mädel warst?" Christine schwieg mit zusammen gebissenen Zähnen. Darauf setzte der Bauer die Auspeitschung mit noch größerer Härte fort. Nach dem 15. Schlag wurde Christine erneut gefragt. Noch immer weigerte sie sich, ihre Verfehlung zuzugeben. Erst nach dem 20. Hieb hatte sie genug. „Ja", schluchzte sie, „ich war ungezogen!" Das Eingeständnis wirkte wie eine Erleichterung. „Und hast du Strafe verdient?" „Ja", flüsterte Christine kaum hörbar. Fünf weitere Schläge folgten. „Ich hab dich net verstand’n!" „Ja!", brüllte Christine, „Ich habe Strafe verdient!" „Dann macht's ja nix aus, wenn ich noch 5 extra drauf leg‘, oder?"

Längst hatte sich der Schmerz mit einer wilden, unerklärlichen Hitze vermischt und Christine konnte kaum glauben, dass sie es selbst war, die jetzt leise, aber deutlich "Ja bitte!" sagte. Es war ein völlig neues, erregendes Gefühl, nicht mehr die Kontrolle zu haben. In ihrer Hilflosigkeit lag ein Reiz, der ihr in den Jahren als strenger und rücksichtsloser Vorgesetzter verloren gegangen war. Sie begriff, dass sie diese Strafe verdient hatte und es ihre Pflicht war, sie anzunehmen. Für die letzten 5 Schläge ließ sich der Bauer besonders viel Zeit und Christine konnte es jedes Mal kaum erwarten, nach der quälend langen Pause den scharfen Schmerz zu spüren. Sie hatte ihren Widerstand aufgegeben und ihr Po war eine glühende Masse geworden, die sie der Reitgerte gierig entgegen reckte. Jeder Hieb verursachte eine neuen Welle der Lust. Immer heftiger wurden Christines Bewegungen, immer stärker stieg die Hitze in ihr auf, bis sie glaubte, es nicht mehr lange aushalten zu können. Dann hörten die Schläge auf.

Christine kam langsam wieder zu sich. Sie war nicht sicher, ob sie vor Schmerzen oder vor Enttäuschung stöhnte. Zu heftig waren ihre Gefühle gewesen. So etwas hatte sie schon lange nicht mehr empfunden, und jetzt, kurz bevor sie soweit war... Christine bemerkte leicht verstört, dass sie beinahe enttäuscht war. Ihre Strafe hatte sie erhalten, die Belohnung, die sie zum Schluss ersehnt hatte, dagegen nicht. Sie wurde losgebunden. Schwer atmend erhob sie sich von dem Balken. Erst als sie sich aufrichtete, spürte sie den brennenden Schmerz und hüpfte wie eine junge Geiß, ihren Po reibend durch die Scheune.

Breit grinsend verfolgte ihr Zuchtmeister das Schauspiel, bevor er den auf dem Boden liegenden Tanga aufhob. Schon wollte er Christine das verschmutzte Wäschestück erstaunlich galant zurück geben, als er es sich anders überlegte und ihr Höschen in die Brusttasche seines verschwitzten Hemdes stopfte. „Als Andenken...", meinte er mit einem vielsagenden Blick. Darauf erwiderte Christine lieber nichts. Ihr schwirrte sowieso der Kopf. Sie konnte nicht begreifen, was da eben mit ihr passiert war. Vor der Scheune reichte ihr der Bauer noch die Tüte mit den Äpfeln und bemerkte, dass sie diese ja nun üppig bezahlt habe. „Hoffentlich hast was draus g’lernt!" meinte er zum Abschied. Er schien gar nicht mehr böse zu sein. Christine wusste zwar nicht warum, aber sie tat etwas, das sie seit ihrer Kindheit nicht mehr getan hatte: sie knickste. Dann stammelte sie einen flüchtigen Dank und machte sich mit weichen Knien auf den Weg zu ihrem Wagen, nicht fähig ihre Gedanken zu ordnen.

Als sie sich in den Sitz ihres Autos fallen ließ, schrie sie noch einmal kurz auf. Die Sommersonne hatte die schwarzen Ledersitze aufgeheizt wie einen Grill und unter ihrem Kleid war sie, bis auf BH und Strümpfe, völlig nackt! Heiß brannte das Leder auf der gezüchtigten Haut. Das Höllenfeuer, welches ausgehend von ihrem Hintern noch immer in ihrem Unterleib tobte, wollte partout nicht nachlassen. Nach kurzer Fahrt hielt sie auf einem einsamen Rastplatz an, um ihre Reiseapotheke nach dem Rest der Creme zu durchwühlen, mit welcher sie vor Kurzem eine Prellung behandelt hatte. Mit zusammen gebissenen Zähnen salbte sie ihre verstriemte Erziehungsfläche ein und gönnte sich hinter einem Busch noch eine halbe Stunde Pause, die sie auf dem Bauch liegend verbrachte. Diesmal ging sie aber auf Nummer Sicher, was ihren Ruheplatz betraf. Aus ihrem Koffer suchte sie halbwegs bequeme Wäsche, dann wechselte sie das verschmutzte Kleid und die zerrissenen Strümpfe. Bei der Ankunft sollte man ihr nichts anmerken. Liebend gerne hätte sie allerdings das Kleid gegen Shorts eingetauscht, aber sie hatte für Notfälle nur ein Paar ausgesprochen enge Jeans dabei und so wie sich ihr Po noch immer anfühlte, verzichtete sie lieber darauf. Endlich richtete sie noch ihre Haare und das Make-up auf ihrem verheulten Gesicht, bevor sie ihre Fahrt fortsetzte.

Langsam ließ ihre Verwirrung nach und Christines altes Selbstbewusstsein gewann allmählich wieder die Oberhand. Jeder Kilometer ließ das gerade Erlebte unwirklicher erscheinen. Unglaublich, dass sie sich von diesem Landei derartig ins Bockshorn hatte jagen lassen. Er hatte sie einfach nur überrumpelt. Pah! Nur ihrem Schrecken hatte er es zu verdanken, dass er so leichtes Spiel mit ihr hatte. Zorn stieg in ihr auf, als sie an ihre Erniedrigung dachte.

Und bedankt hatte sie sich auch noch! Bei diesem Bauerntrampel! Wofür eigentlich? Für die paar lumpigen Äpfel? Pah, die sollte er selber fressen! Oder für den Verzicht auf die Polizei? Die Bullen hatten weiß Gott Wichtigeres zu tun, als sich um eine Handvoll wurmstichiger Äpfel zu kümmern! Oder gar für die Bestrafung? Verwirrt fuhr sich Christine bei diesem Gedanken durchs Haar. Doch die Wut auf den Bauern und auch auf sich selbst, weil sie sich nicht hatte beherrschen können, gewann schnell wieder die Oberhand. Ihr Schuldeingeständnis wurmte sie besonders. So etwas würde ihr nicht noch ein Mal passieren, schwor sie sich. Fast schien es ihr, als erwachte sie aus einem Traum und doch waren da immer noch diese gemeinen Schmerzen, die sie bei jeder Bodenwelle nachdrücklich daran erinnerten, dass sie sich in der Wirklichkeit befand.

Im nächsten Ort fiel ihr ein kleines Hotel auf, das so gar nicht in die Landschaft passen wollte. Es schien erst neu gebaut zu sein und machte einen ausgesprochen einladenden Eindruck. Christine notierte sich den Namen für den Fall, dass es sie mal wieder in diese Gegend verschlagen sollte, die ihr auf einmal gar nicht mehr so reizlos erschien. "Hotel zur Sonne" – das klang doch vielversprechend.


Teil 2

Die weitere Fahrt verlief ereignislos, abgesehen davon, das Christine alle 30 Minuten Pause machen musste. Die Ledersitze und die straffe Federung des kleinen Sportwagens forderten ihren Tribut. Als sie schließlich in München ankam, war es bereits Abend. Schwüle, drückende Hitze lag über der Stadt. Das Lehrgangsgebäude fand sie auch erst, nachdem sie sich ein paar Mal verfahren hatte. Ein uralter Kasten in einer schummrigen Seitenstraße. Wie eine Kaserne. Zu Christines Ärger gestaltete sich ihre Ankunft allerdings weniger spektakulär, als sie sich das noch bei ihrer Abreise vorgestellt hatte. Das lag aber nicht an ihrem wie immer beeindruckenden Auftreten. Auch hier bekam der Pförtner Stielaugen, als er die hübsche junge Frau in ihrem kurzen Kleid auf sich zukommen sah. Nur ihr sonst üblicher, strahlender Gesichtsausdruck war einer etwas verkniffenen Miene gewichen. Christine trug sich wortlos in die Teilnehmerliste ein und ließ sich die Schlüssel geben. Den vorgeschriebenen Antrittsbesuch beim Leiter des Bildungszentrums schenkte sie sich. Dafür war morgen früh immer noch genug Zeit. Für heute hatte sie vielmehr den unbezähmbaren Wunsch, sofort auf ihr Zimmer zu gehen, um ihrer malträtierten Kehrseite eine eiskalte Dusche und danach ein weiteres Eincremen zu gönnen. „Außer Betrieb!" Das Schild am Fahrstuhl sagte alles. Jetzt konnte sie auch noch ihr Gepäck in den dritten Stock schleppen. Auf der Treppe wandte sie sich zum Pförtner um, der sie mit offenem Mund anstarrte. „Ab wann ist der Chef morgen da?" „Ab 8 Uhr.“ Gut, das würde reichen.

Endlich! Knallend fiel ihre Zimmertür ins Schloss. Das war erstmal geschafft. Christine sah sich um. Bildungseinrichtungen des öffentlichen Dienstes! Sie hatte das Gefühl, in einem Frauengefängnis gelandet zu sein. Nur die Gitter vor den Fenstern fehlten. Nachttisch, Bett, Schrank und ein Stuhl. Alles im dezenten 70er-Jahre-Design! Nicht mal ein eigenes Bad! Gemeinschaftsduschen und die Toilette auf dem Gang. Das Allerletzte! Wenigstens hatte das Zimmer eine klapprige Garderobe und einen großen Ankleidespiegel. Bei Christines Hang zu perfektem Aussehen wäre alles Andere einer Katastrophe gleich gekommen. Egal. Nichts wie raus aus den Klamotten und unter die Dusche. Sie löste die Riemen ihrer Sandaletten. Tatsächlich hingen noch immer die Reste von zertretenen Äpfeln an den hohen Absätzen. Christine schüttelte sich. Die Schuhe würde sie zwar gründlich reinigen müssen, ansonsten war ihnen aber zum Glück nichts passiert. Sie schlüpfte aus ihrem Kleid und streifte die Strümpfe von den Beinen.

Au! Das tat weh! Ein Blick in den Spiegel zeigte, dass der alte Bauer ganze Arbeit geleistet hatte. Die Backen ihres kleinen, festen Hinterns leuchteten von der Handwerkskunst des Landmannes in einem strahlenden Rot, von dem sich die langen, dunklen Striemen der Gerte deutlich abhoben. Wie lange es wohl dauern würde, bis die abheilten? Der violette Slip war dazwischen jedenfalls kaum noch zu erkennen. Während ihrer Züchtigung hatte Christine gar nicht gemerkt, dass offenbar nicht jeder Hieb den Po getroffen hatte. Auch die Rückseiten ihrer Oberschenkel waren deutlich verziert. Christine musste fluchen. Deswegen hatte es so geschmerzt, als sie die Strümpfe auszog! Kein Wunder, dass der Pförtner so geglotzt hatte, als sie vor seinen Augen die Treppe hinaufgestiegen war. Der Kerl hatte natürlich alles ganz genau gesehen. Es half nichts. Ein Kleid war ohnehin schon ruiniert und die anderen waren so kurz, dass sie die nicht anziehen konnte, ohne dass ihre Oberschenkel zum Gegenstand des allgemeinen Interesses würden. Die Sportsachen hätte sie getrost zu Hause lassen können und auch an Strümpfe war die nächsten Tage nicht zu denken. Und jetzt hatten schon alle Läden zu.

Wenigstens morgen würde sie mit den Jeans vorlieb nehmen müssen. Vorsichtig fuhr Christine mit der Hand über ihre mitgenommene Kehrseite und konnte einen leisen Schmerzenslaut nicht unterdrücken. Dennoch faszinierte sie die Berührung der eigenen Haut. Immer wieder fuhren ihre zitternden Finger über das grobe Muster, das man ihr auf den Körper gezeichnet hatte. Erneut stieg Hitze in ihr auf, als sie sich daran erinnerte, wie sie gepackt, entkleidet und bestraft wurden war. Christine schüttelte zornig den Kopf. Das konnte doch nicht wahr sein! Da hatte ihr ein wildfremder Mann den nackten Po versohlt und jetzt machte sie der Gedanke daran auch noch an. Was war denn auf einmal mit ihr los? Christine beschloss, streng gegen sich zu sein und sich solche Flausen ein für alle mal auszutreiben. Sie stieg aus dem engen Höschen und warf ihren seidenen Morgenmantel über. Wieder stieß Christine einen Fluch aus. Der Kimono reichte auch nur bis auf die Oberschenkel und sie musste tatsächlich bis ans andere Ende des Flures. Wäre sie doch nur etwas eher hier gewesen! Vielleicht hätte sie dann noch ein Zimmer bekommen, das günstiger gelegen wäre. Es half nichts, wie eine Katze schlich Christine über den dunklen Gang zu den Duschräumen. Bloß kein Licht einschalten! Erleichtert stellte sie fest, dass sie die Einzige in dem großen Raum war. Sie suchte sich die erste Kabine aus und drehte das Wasser auf. War das schön! Christine genoss die eiskalten Strahlen, die über ihren brennenden Körper rannen und wenigstens für den ersten Moment die Schmerzen betäubten.

Wie nicht anders zu erwarten, schienen die amtlich gestellten Duschhandtücher eher aus Schmirgelpapier, als aus Frottee zu sein. „Die haben sie wohl aus NVA-Beständen übernommen“, schnaubte Christine verächtlich. Gedankenverloren tupfte sie vorsichtig ihr feuerrotes Hinterteil trocken. Ein leises Geräusch ließ sie erschrocken herum fahren. Eine ältere Dame, vermutlich eine Lehrgangskollegin, hatte unbemerkt den Raum betreten. Christine hielt sich das Handtuch vor den Körper und biss sich auf die Lippen. Verdammter Mist! Wie lange die alte Hexe wohl schon hinter ihr gestanden hatte? Hatte sie die Striemen auf ihrem roten Hintern gesehen? Vermutlich, denn Christine stand mit dem Rücken zur Tür, als die andere Frau herein kam. Mit einem erstaunten Blick wurde Christine begutachtet. „Guten Abend!", war alles, was sie zu hören bekam. Kopfschüttelnd stieg die Dame in ihre Kabine. Geblümter Bademantel und Duschhaube. Christine konnte sich trotz ihres Ärgers ein Lachen nicht verkneifen. Naja, solange die Alte unter der Brause stand, hatte sie wenigstens Zeit, sich in aller Ruhe abzutrocknen.

Zurück im Zimmer legte sie sich auf das kühle, wenn auch bedrohlich knarrende Bett. Die Creme verschaffte ihr zwar weitere Linderung, allerdings schien ihre Haut das kühlende Gel förmlich aufzusaugen. Christine trug neue Salbe auf, aber sie war nicht mehr in der Lage, sich zu konzentrieren. Immer wieder kehrten ihre Gedanken zurück in die alte Scheune und irgendwann ergab es sich, dass ihre Finger die eigentliche Absicht vergaßen. Gedankenverloren begann Christine, zwischen ihren Beinen zu spielen. Beinahe erschrocken merkte sie, dass ihre Erregung trotz des kalten Wassers nicht nachgelassen hatte. Sie hatte gar nicht gemerkt, wie heiß und feucht sie war! Die Erinnerungen an das Erlebnis auf dem Lande taten das übrige und bald schon wand Christine sich stöhnend auf dem rauhen Laken, das so herrlich an ihrer wunden Haut scheuerte und die Schmerzen auf geheimnisvolle Weise in wilde Lust verwandelten. Sie war zwar daran gewöhnt, auch ohne Mann ihren Spaß zu haben, aber heute wollte es ihr einfach nicht kommen. Sie kannte sich gut genug, um zu wissen, dass sie kurz vor dem Höhepunkt war, aber sie schaffte es nicht, ihn tatsächlich zu erreichen, so sehr sie es auch versuchte. Schwer atmend lag sie verschwitzt und frustriert auf dem Bett. Sie fühlte sich hohl und leer. Eigentlich hätte sie jetzt noch einmal duschen müssen, aber wie um sich selbst zu strafen, verzichtete sie darauf, den Geruch von Schweiß und sinnlicher Weiblichkeit von ihrem Körper zu spülen. Christine schlüpfte in ein dünnes Top, quälte sich stöhnend in die engen, weißen Jeans und die schmutzigen Sandaletten.

Das gemeinsame Abendessen der Kursteilnehmer hatte sie verpasst. Statt dessen suchte sie sich einen Schnellimbiss in der Nähe der Fortbildungsstätte. Bloß nicht sitzen. Dafür nahm sie auch in Fett gebratene Pommes und warmen Leberkäse in Kauf. Das eiskalte Dosenbier trank sie in einem einzigen Zug aus, was anerkennende Blicke der anderen Gäste zur Folge hatte. Unter anderen Umständen hätte Christine einen großen Bogen um so eine Bude und die Kundschaft gemacht, aber heute abend war ihr alles egal. Sie war einfach nur hungrig und durstig. Einer der schon ziemlich alkoholisierten Gäste glaubte wohl, Christines Anwesenheit als Aufforderung zu handgreiflichen Zärtlichkeiten deuten zu dürfen, was ihm eine schallende Ohrfeige und das Gelächter der übrigen Herumstehenden einbrachte. Alles was Christine jetzt nicht wollte, waren anzügliche Bemerkungen und ein Klaps auf den Po, jedenfalls nicht von so einem betrunkenen Subjekt. Trotzdem bestellte sie sich noch ein Bier, das sie ebenso gierig austrank. Dann war ihr Bedarf an Geselligkeit gedeckt und sie spürte, wie die Wirkung des Alkohols ihre Müdigkeit noch verstärkte. Das Bett rief.

Zurück in der Lehranstalt hatte Christine kaum noch die Kraft, sich auszuziehen. Achtlos ließ sie die Kleider auf den Boden fallen. Nackt wie sie war, warf sie sich auf das Bett und schlief sofort ein.


Am nächsten Morgen erwachte Christine mit ausgesprochen übler Laune. Sie hatte schlecht geschlafen und wild geträumt. Scheunen, Bauern und Äpfel hatten ihr eine ausgesprochen unruhige Nacht eingebracht. Auch das Pochen und Ziehen auf ihrem Po und den Oberschenkeln hatte nicht nachgelassen. Dazu kamen stechende Kopfschmerzen vom Bier. Im Hellen sah das Zimmer noch trostloser aus. Christine musterte sich im Spiegel. Sie sah furchtbar aus und die Striemen auf ihrem Hintern hatten sich von Rot in Blau gewandelt. Hoffentlich würde sie sitzen können. Christine seufzte, wickelte sich das Duschhandtuch um die Hüften und hoffte, dass sie wenigstens dieses Mal alleine bleiben würde.

Es zahlte sich aus, dass sie ihren Wecker erst auf sieben gestellt hatte. Die Dusche hatte sie jedenfalls heute morgen für sich alleine, aber der Speisesaal war noch voll besetzt, als sie zum Frühstück herunter kam. Heute Morgen hatte sie ganze Arbeit mit ihrem Gesicht gehabt, um die Spuren des gestrigen Tages und der miesen Nacht zu vertuschen. Die enge Hose tat ein Übriges, um ihre Laune zu verschlechtern. Christine fühlte sich einfach nicht wohl. Außerdem konnte sie in dieser Garderobe ihre körperlichen Vorzüge nicht so zur Geltung bringen, wie sie das gewohnt war. Sie spürte dennoch die neugierigen Blicke der anderen Lehrgangsteilnehmer. Wie zu erwarten, senkte sich der Altersdurchschnitt mit ihrem Eintreten auf unter 50 Jahre. Hatten diese Menschen denn noch nichts vom Vorruhestand gehört? Aber egal, auch hier würde sie trotz vergleichsweise schlichter Aufmachung keine Konkurrenz unter den wenigen Frauen haben, dafür vermutlich aber jede Menge lästige Verehrer. Meine Güte, dachte Christine, hoffentlich geht diese Woche bald vorbei.

Sie suchte sich einen Tisch am Fenster, holte sich einen Becher Kaffee und verzichtete nach einer kritischen Prüfung des Büfetts auf feste Nahrung. Als sie sich setzte, hätte sie beinahe den Kaffee fallen gelassen. Verdammt! Musste der Kerl gestern auch so fest zuhauen? Die Köpfe der anderen Anwesenden wandten sich ihr zu. Der leise Aufschrei war nicht ungehört geblieben. Christine biss die Zähne zusammen und setzte sich. Den heißen Kaffee trank sie aus, so schnell es ging, dann stand noch der Antrittsbesuch beim Dienststellenleiter aus.

„Bitte nehmen Sie Platz!" Das war ja zu befürchten! Christine versank fast in ihrem Sessel. Der Gedanke an das Aufstehen verstärkte schon jetzt die Schmerzen in ihrem Allerwertesten. „Ich sehe, sie sind sehr leger gekleidet, nun ja, so ein Lehrgang ist ja doch etwas Anderes, als der tägliche Dienstbetrieb. Trotzdem wäre es nett gewesen, wenn Sie nach Ihrer Ankunft noch die Zeit gefunden hätten, sich bei mir zu melden." Christine war bedient. Das Missfallen des Leiters war unüberhörbar. Ein heftiger Zorn auf den Bauern stieg in ihr auf. Das hatte sie alles ihm zu verdanken, schließlich war er dafür verantwortlich, dass sie erst so spät angekommen war und heute hier in völlig unmodischen Freizeitklamotten sitzen musste. Es folgte das übrige Blablabla. „Frau Johannsen, Ihnen geht ja ein bemerkenswerter Ruf voraus, ...in ihrem Alter schon Vorsteherin, da ist so ein Lehrgang ja sehr wertvoll... trotzdem, mir sind da Dinge zugetragen worden... nutzen Sie die Gelegenheit, machen Sie was daraus!" Es war klar, dass Ihr Chef von Hannover aus mit dem Mann gesprochen hatte. Das konnte ja heiter werden. Christine bemühte sich, nicht allzu gelangweilt auszusehen. Das Gerede interessierte sie nicht. Statt dessen überlegte sie, wie sie sich bei dem Bauern für dessen Erziehungsmethoden revanchieren konnte. Aber noch wusste sie nicht, auf welche Weise.

Als sie den Lehrsaal betrat, waren alle anderen Kursteilnehmer schon versammelt. „Guten Morgen, Sie müssen Frau Johannsen sein. Schön dass auch Sie zu guter Letzt zu uns gefunden haben. Üblicherweise beginnen wir jedoch um 8:00! Das steht übrigens auch in Ihrer Reiseverfügung. Jetzt suchen Sie sich bitte einen Platz, damit wir endlich weitermachen können!" Das ging ja gut los. Der nächste Anpfiff, na toll! Hämisches Grinsen der anderen Anwesenden war die Folge. Der Lehrgangsleiter hätte ein Bruder des Bauern sein können, ein älterer Bruder wohlgemerkt. Was er wohl mit seinen Schäfchen machte, wenn sie nicht spurten, ging es Christine auf einmal durch den Kopf, der sofort die Farbe einer Tomate annahm. Wieder stieg Hitze in ihr auf. Nur ganz hinten war noch ein Platz frei. Christine ging erstaunlich unsicher zur letzten Bankreihe. Sie spürte die Blicke in ihrem Rücken und war plötzlich froh darüber, dass sie eine Hose trug. Hoffentlich sah man ihr nichts an. Dann erst wurde offensichtlich, dass sie ausgerechnet neben der älteren Dame von gestern abend sitzen würde. Ein kurzes Kopfnicken, dann ließ Christine sich vorsichtig auf den schmalen Holzstuhl nieder. Sie musste die Zähne zusammenbeißen und bemerkte, wie ihre Nachbarin spöttisch die Lippen verzog und leise den Kopf schüttelte.

Das Lehrgangsgeschehen bekam Christine kaum mit. Im Grunde interessierte es sie auch nicht besonders. Genau die Art von sentimentalem Psycho-Gefasel, das sie von vorne herein befürchtet hatte. Der Dozent hatte offenbar keine Ahnung von der Wirklichkeit. Christine schüttelte den Kopf und sah zum Fenster hinaus. Draußen schien die Sonne. Ein herrlicher Tag, um zu bummeln und zu shoppen. Wären diese verdammten Äpfel nicht gewesen, könnte sie sich auch in den Englischen Garten legen, von dem sie schon so viel gehört hatte. Statt dessen hockte sie mit einer Horde von Zombies in diesem Schulknast. War das nicht ein Apfelbaum da draußen vor dem Fenster? Tatsächlich! Genauso ein Baum wie in... ? Wie hieß noch mal der Ort, in dem sich ihr eigenartiges Erlebnis abgespielt hatte? Christines Gedächtnis war eigentlich ausgezeichnet und schließlich gelang es ihr, die gestrige Reiseroute zurück zu verfolgen.

Sie hatte mittlerweile aufgegeben, den langatmigen Ausführungen des Dozenten zu folgen und begann, intensiv nachzudenken. Immer mehr Einzelheiten fielen ihr wieder ein. „Reuter's Hofladen“ hatte auf dem Schild gestanden, richtig, der Genitiv! Rudolf Reuter, das musste also der Name des Bauern sein.

„Frau Johannsen, wenn Sie das alles hier nicht interessiert, würde ich wirklich gerne wissen, warum Sie den weiten Weg aus Niedersachsen hierher gemacht haben?" Die strenge Stimme des Dozenten riss Christine aus ihren Träumen. Diesen Ton war sie nun wirklich nicht mehr gewohnt. Sie kam sich erneut vor wie ein dummes Schulmädchen. Offenbar gab hier niemand etwas darauf, wer und was sie war.

Wenn das so weiter ging, würde sie sich wahrscheinlich irgendwann auch noch in die Ecke stellen müssen. Lehrmethoden wie in der Steinzeit. Nur die Prügelstrafe fehlte noch. Die wildesten Gedanken schossen ihr durch den Kopf. Was hatte sie nicht schon alles von englischen Internaten gehört. Zur Atmosphäre des Hauses hätte das auf jeden Fall gepasst. Die Hitze in ihrem Unterleib verstärkte sich. Christine stellte sich vor, dass hier mit ihr das Gleiche passieren würde, wie gestern. Vor ihrem Auge tanzte der Staub im dämmrigen Licht der alten Scheune. Dazu dieser Geruch von warmem Heu und Öl, den sie bestimmt nie vergessen würde...

„Christine, jetzt reicht es mir mit dir!. Dafür gibt es 12 mit dem Stock. Komm sofort nach vorne, leg dich über das Pult und zieh die Hose runter!" Hatte der Mann da vorne das gerade wirklich gesagt? Die Hosen herunter lassen, vor all den Leuten? Christine spürte bei diesem Gedanken plötzlich Feuchtigkeit im Schritt. Was war denn auf einmal mit ihr los? Wie peinlich! Ausgerechnet hier und dann noch die enge Jeans! Hoffentlich merkte man nichts, wenn sie aufstand! Schuldbewusst und mit hochrotem Kopf sah sie auf. „Meine Hose?"

Schallendes Gelächter. „Ihre Hose, Frau Johannsen? Ich hatte nur gefragt, ob Sie meinen Ausführungen zustimmen. Von Ihrer Hose war nicht die Rede, obwohl ich gute Lust hätte, sie Ihnen stramm zu ziehen, wenn ich das mal so salopp sagen darf! Sie scheinen ja diesen Lehrgang wirklich nötig zu haben.“ Erneute Heiterkeitsstürme tobten durch den Saal. Christine sagte lieber nichts mehr, obgleich sie Mühe hatte, sich zu beherrschen. Außerdem konnte sie kaum noch ruhig sitzen. So gut es ging, versuchte Christine ihre Gedanken zu ordnen und aufzupassen. Leider hielt sie das schmerzhafte Ziehen in ihrem Po immer wieder davon ab. Erst eine Bemerkung des Dozenten über den Umstand, dass ein Beamter ständig im Dienst sei, brachte sie auf eine Idee, die sie den Rest der Stunde nicht mehr losließ.

In der ersten Pause ging sie nicht mit den anderen Lehrgangsteilnehmern zum Rauchen und Reden auf den Flur, sondern suchte das Geschäftszimmer auf, das neben dem Büro des Dienststellenleiters lag. Auch wenn leise geflüstert wurde, bekam sie doch noch die anzüglichen Bemerkungen der überwiegend männlichen Kollegen mit. Normalerweise hätte Christine so etwas völlig ignoriert. Heute jedoch fühlte sie sich wie ein unreifer Teenager. Die Aufforderung des Lehrers, sich über die Bank zu legen, war doch eindeutig gewesen. Wirklich? Oder hatte sie doch alles nur geträumt? Die anderen Lehrgangsteilnehmer schienen zu wissen, was sich in ihrem Kopf abspielte. Schlimmer noch, irgendwie schienen sie auch zu spüren, was ihr gestern passiert war. Den roten Kopf würde sie hier wohl nicht mehr loswerden. Nur ihre ältere Kollegin sagte nichts, sondern sah sie nur derart nachdenklich an, dass Christine unsicher wurde. Hatte das Weib womöglich den anderen ihr Geheimnis verraten?

Im Geschäftszimmer stellte Christine sich kurz vor. Dann fragte sie nach dem Dienststellenverzeichnis. Die Nummer des Hauptzollamtes in Nürnberg war schnell gefunden. „Dienstlich?“ fragte die Sekretärin. „Selbstverständlich“, erwiderte Christine, die langsam ihre alte Selbstsicherheit wieder gewann. Ein kurzes Gespräch mit der zuständigen Steueraufsicht ergab, dass die Reuters keinen Alkohol brennen durften. Das Brenngerät in der Scheune jedoch stieß in Nürnberg auf großes Interesse. Christine musste grinsen. „Ich schlage vor, dass Sie dem mal auf den Grund gehen, Herr Kollege!“ „Danke für den Tipp!“ Christine legte auf und schwamm auf einer Welle des Hochgefühls in den Lehrsaal zurück. Dieses Bauernpack würde was erleben, das stand fest. Ahhh! Es stimmte: Rache war süß!

Am Abend des zweiten Tages traf Christine im Waschraum erneut auf die ältere Dame, die wie sie in der Zwischenzeit erfahren hatte, von Branitz hieß und aus Berlin stammte. Mist! Vor der alten Kuh konnte sie doch das Handtuch nicht herunter lassen! Als Frau von Branitz bemerkte, dass Christine sich zierte und offenbar keine Anstalten machte, unter die Dusche zu gehen, wandte sie sich lächelnd an die junge Frau.

„Frau Johannsen, wenn ich Ihnen einen guten Rat geben darf: lernen Sie was daraus, dann tut es auch nicht mehr so weh!“ Christine glaubte, ihren Ohren nicht zu trauen. „Ich verstehe nicht, was Sie meinen?“ „Ich rede von Ihrem hübschen Allerwertesten, liebe Frau Kollegin.“ Christine schluckte. „Ich bin unglücklich gestürzt. Ähhh..., beim Reiten!“ Sie war nun wirklich nicht auf den Mund gefallen, aber etwas Besseres fiel ihr im Moment nicht ein. Frau von Branitz lächelte mitleidsvoll. „Bitte keine Märchen, sagen Sie doch die Wahrheit, Frau Johannsen. Da müssen Sie sich ja ein schönes Ding geleistet haben, dass man Ihnen den Po dermaßen versohlt hat. Eine derartige Handschrift erkenne ich doch sofort. Solch ein schönes Muster habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Wissen Sie, ich habe meine Kinder früher auch mit dem Stock erzogen und die sind mir heute noch dafür dankbar. Wie ich schon sagte: lernen Sie was daraus. Wenn Sie etwas Unrechtes getan oder jemandem zugefügt habe, dann müssen sie auch die Strafe dafür akzeptieren.“ Christine war sprachlos. „Man hat mich misshandelt wie ein Stück Vieh“, empörte sie sich. „Sie finden so was tatsächlich in Ordnung?“ Frau von Branitz zwinkerte vielsagend und strich Christine sanft über die Wange. „Ohne Grund dürfte das wohl kaum geschehen sein, meine Liebe!“ Christine hasste die oberlehrerhafte Art dieser Frau. Die hält sich wohl für was Besseres, schimpfte sie still in sich hinein.

Christine hatte nun wirklich keine Lust, ihr schmerzhaftes Erlebnis auch noch vor einer Fremden auszubreiten, aber nach mehrmaliger Aufforderung erzählte sie dann doch kurz die Geschichte ihrer Züchtigung auf dem Bauernhof. Die Anzahl der gestohlenen Äpfel verringerte sich dabei jedoch erheblich im Verhältnis zu den Schlägen, die sie erhalten hatte. Den Umstand, dass Bauer Reuter ihr auch noch das Höschen ausgezogen hatte, erwähnte sie sicherheitshalber gar nicht erst. Dennoch bemühte sie sich, Frau von Branitz den Eindruck zu vermitteln, dass ihr ein himmelschreiendes Unrecht zugefügt worden sei.

Zustimmung heischend sah sie ihre Kollegin an. Zu ihrem Erstaunen gab Frau von Branitz jedoch dem Bauern voll und ganz Recht. „Sie haben sich wirklich benommen wie ein freches, kleines Kind. Wären Sie meine Tochter, bekämen Sie dafür hier und jetzt noch einmal was hinten drauf, und zwar ebenfalls auf den Nackten, auch wenn Sie mir das verschweigen wollten. Und für die Tatsache, dass Sie es mir nicht sofort gesagt haben, gäbe es noch 10 extra!“ Spielerisch schwang sie ihre Duschbürste hin und her und sah Christine vielsagend an, der dabei heiß und kalt wurde. „Wohlgemerkt, wenn Sie meine Tochter wären. So, gehen Sie jetzt endlich duschen und danach gebe ich Ihnen etwas, das meinen Kindern auch immer geholfen hat.“ Christine traute sich fast nicht unter die Brause. Insgeheim fürchtete sie, Frau von Branitz würde sie danach tatsächlich über das Knie legen. Irgendwie hätte sie das jetzt auch nicht mehr überrascht. Bauer Reuter war offenbar nicht alleine, was seine Meinung über den Umgang mit unartigen Kindern betraf und die Dame hatte ebenfalls sehr energisch geklungen. Als sie sich endlich hinter dem Vorhang hervor wagte, reichte ihr die Kollegin eine kleine Tube. „Alle zwei Stunden auftragen und sorgfältig verreiben. Bis zur Abreise sollte dann wieder alles in Ordnung sein. Und benehmen Sie sich künftig so, dass Ihnen solche Erfahrungen erspart bleiben!“

Christines Beine zitterten so stark, dass sie nur mit Mühe ihr Zimmer erreichte. Dieses Mal war sie dermaßen erregt, dass sie beinahe schon nach wenigen Sekunden glaubte, den Höhepunkt erreicht zu haben. Wieder hatte der bloße Gedanke an Schläge genügt. Christine kannte sich selber nicht mehr. Der Spannung folgte der Absturz. Kein Höhepunkt, sondern nur ein gähnendes Loch, in das sie fiel. Christine heulte fast vor Erschöpfung und Enttäuschung. Warum schaffte sie es nicht, sich selber zu befriedigen? Was fehlte? Hing es womöglich mit ihren Träumen zusammen? Musste sie wirklich zurück an jenen Ort, um endlich wieder Erfüllung zu spüren?

Den Rest des Lehrganges verbrachte Christine hauptsächlich damit, nicht aufzufallen. Das Sitzen fiel ihr zwar mit der Zeit etwas leichter, aber ihre Kollegen zuhause hätten sich doch sehr gewundert, wie leise und höflich die ansonsten so strenge und laute Christine sein konnte. Sie schlief schlecht. Kaum lag sie im Bett, kamen die Erinnerungen zurück. Keine Nacht verging, ohne dass sie im Traum die Scheune suchte. Sie wusste, was sie dort erwartete, und dennoch folgte sie wortlos der Aufforderung des Bauern, ihm zu folgen. Christine wand sich, stöhnte und schrie im Schlaf, aber jede Nacht das Gleiche: im entscheidenden Moment betrog sie immer das Erwachen um den erlösenden Moment der Erfüllung.

Am Tage der Abreise waren die Striemen tatsächlich abgeheilt. Endlich konnte Christine die ungeliebten Jeans wieder im Koffer verstauen. Die Salbe wirkte hervorragend. Frau von Branitz wußte offenbar, wovon sie redete. Christines Unruhe hatte sich jedoch nicht gelegt. Im Gegenteil. Die Aussicht, wieder durch jene Gegend zu fahren, in der ihr das Fell derartig gegerbt worden war, ließ sie dem Zeitpunkt des Aufbruches mit immer gemischteren Gefühlen entgegen sehen. Dennoch war sie froh, wieder nach Hause zu können, auch wenn die Aussicht nicht besonders berauschend war, den Freitagabend und vielleicht auch noch die halbe Nacht auf der Autobahn zu verbringen. Wenn diese Pfeife von Tutor auch nur ansatzweise etwas drauf gehabt hätte, wäre er mit seinem Pensum bis 12 Uhr durch gewesen. So konnten sie auch noch am Nachmittag hier sitzen. Außerdem hatte der Dienststellenleiter angedroht, den Kurs höchstpersönlich zu verabschieden. Das konnte also wer weiß wie lange dauern. Hoffentlich war die Autobahn dann noch frei.

Das Mittagessen mit den Anderen schenkte sie sich. Vielleicht würde sie unterwegs an einer Raststätte anhalten. Statt dessen verstaute sie lieber schon das Gepäck in dem winzigen Kofferraum ihres kleinen Sportwagens und zog sich für die Reise um. Zur Verabschiedung erschien Christine dann endlich in der Garderobe, die sie schon bei ihrer Ankunft hatte tragen wollen. Wieder ein leichtes Kleid mit weitem Rock, die obligatorischen schwarzen Strümpfe und die Stilettos, denen die Apfelspuren nicht mehr anzusehen waren. Als sie nach vorne ging, um ihre Teilnahmebestätigung abzuholen, schwang das dünne Kleid um ihre schlanken Oberschenkel. Sie wusste genau, dass der String unter dem Kleid nicht zu sehen war. Trug sie ein Höschen oder nicht? Diese Frage würde die alten Knacker bestimmt das ganze Wochenende beschäftigen. Christine fühlte endlich, dass es nicht mehr Schadenfreude, sondern Neid war, der ihr folgte.

Sie war wieder ganz die Alte. Alle Bedenken schienen wie weggewischt bei der Aussicht, das sommerliche München hinter sich zu lassen. Von der Stadt hatte sie nicht viel gesehen; vielleicht ein anderes Mal. Leider ließ sich der Dienstellenleiter unendlich viel Zeit, die Kursteilnehmer nochmals auf die Bedeutung des Lehrgangs hinzuweisen. Christines gute Laune verringerte sich mit jeder Sekunde, bis ihre Stimmung schließlich jener ähnelte, in der sie angereist war.


Teil 3

Erst nach 16 Uhr konnte sich Christine endlich auf den Heimweg machen. Das Wochenende stand vor der Tür und sie quälte sich durch den zähen Verkehr auf dem Mittleren Ring in Richtung Norden. Alleine bis zur Autobahn brauchte sie schon über eine Stunde. München war dicht. Auch die Meldungen im Radio verhießen nichts Gutes. Staus an allen Ecken und Enden. Ihre anfänglich noch gute Laune, den Lehrgang hinter sich gebracht zu haben, wich zunehmender Verärgerung.

So ein Mist aber auch! Obwohl die Tage in dem stickigen Hörsaal öde und anstrengend gewesen waren, hatte sie nicht im Geringsten den Eindruck, irgend etwas Brauchbares dabei gelernt zu haben. Schulbuchweisheiten, dachte Christine zornig, nichts als Gelaber und graue Theorie! Man hatte nur ihre Zeit verschwendet. Und das ging hier auf der Straße nahtlos weiter! Auf dem Highway war tatsächlich die Hölle los! Typisch für Freitag Nachmittag! Der Feierabendverkehr mischte sich bereits mit den Wochenendfahrern. Hinz und Kunz unterwegs! Kein Gedanke an zügiges Fahren. Quälend langsam ging es Kilometer um Kilometer dahin. Das endgültige Aus kam kurz vor Nürnberg. „Stillstand auf der A9“ meldete der Verkehrsfunk in dürren Worten. Dann wieder Musik. „Don’t worry, be happy!“ Das reichte! Mit einem Wutschrei stellte Christine das Radio aus.

Sie hatte keine andere Wahl: wollte sie nicht die ganze Nacht im Stau stehen, blieb ihr nur noch eine Möglichkeit: die Autobahn verlassen und den selben Weg nehmen, den sie gekommen war. Die Landstraße, an der die Apfelbäume standen. Die Hitze wurde unerträglich. Insgeheim hatte Christine ohnehin schon die letzten Tage mit dem Gedanken gespielt, nochmals die Route der Hinfahrt zu nehmen. Mit geradezu magischer Kraft zog es sie zurück zu der alten Scheune, die in allen Nächten des Lehrgangs der Gegenstand ihrer Sehnsucht gewesen war. Vielleicht würde sie dann endlich von ihren Albträumen erlöst. Albträume? Christine war sich nicht sicher.

Also gut! Kurz entschlossen verließ sie die Autobahn. Das sympathische Hotel zur Sonne war ihr wieder in den Sinn gekommen. Dort verbringe ich eine erholsame Nacht und fahre am Samstagmorgen in aller Ruhe zurück nach Hannover. Zuhause wartete sowieso nur ihre Wohnung. Christine fühlte sich auf einmal entsetzlich einsam.

Sie kam durch mehrere idyllische kleine Ortschaften, die ihr bei der Hinreise gar nicht aufgefallen waren. Ihre Laune besserte sich zusehends. Wie schön es hier doch war! Als sie an einem kleinen italienischen Restaurant mit Tischen im Freien vorbei fuhr, meldete sich ihr Hunger zu Wort. Ja, genau, erst mal eine Kleinigkeit essen, dann ins Hotel und ausgiebig duschen. Christine stellte ihren Flitzer ab und nahm unter uralten Bäumen und bunten Sonnenschirmen an einem erstaunlich sauber gedeckten Tisch Platz. Eilfertig brachte ihr ein gut aussehender Ober die Karte. „Prego Signorina!“

Das war wirklich etwas anderes, als das alte Dorfwirtshaus auf der Hinfahrt. Sauber, hell und freundlich. Ganz nach Christines Geschmack. Lange studierte sie die kleine, aber erlesene Karte, doch es fiel ihr schwer sich zu entscheiden, als sich plötzlich ein junger Mann vom Nebentisch einmischte. „Die Fischgerichte sind hier absolut empfehlenswert“, riet er freundlich lachend, ohne sich vorzustellen. Christine blickte kurz auf, nickte dankend und blätterte die entsprechende Seite der Speisekarte auf. An einer Unterhaltung war sie nicht interessiert. Das Geschwätz der vergangenen Woche reichte ihr. Der Ober brachte das bestellte Wasser, notierte ihre Auswahl und eilte von dannen.

Der junge Mann vom Nebentisch ging Christine nicht aus dem Sinn. Merkwürdig. Irgendwie kam er ihr bekannt vor! Nach einigem Grübeln verwarf sie den Gedanken, denn schließlich kannte sie ja keinen einzigen Menschen in dieser Gegend. Außer dem alten Bauern. Den hatte sie allerdings sehr gründlich kennen gelernt! Und jetzt war sie schon wieder hier gelandet. Die Unruhe, die bei ihrer Abreise aus München schon verflogen schien, hatte sie wieder gepackt. Trotzdem warf sie einen verstohlenen Blick zum Nebentisch und musterte den Mann, welcher gerade in die entgegen gesetzte Richtung blickte.

Er war etwa Anfang 30. Normal groß und hatte einen kurz geschorenen Vollbart. Normalerweise mochte Christine keine Bärte. Diesem Mann allerdings stand er ausgezeichnet, das musste sie anerkennend zugeben. In seinem dunklen Anzug passte sein Träger so gar nicht in diese ländliche Gegend. Bestimmt ein Vertreter auf der Durchreise, dachte Christine. Ihr Nachbar drehte sich unvermittelt um und entdeckte lachend, dass Christine ihn musterte.

„Darf ich ihnen ein wenig Gesellschaft leisten, während Sie auf Ihr Essen warten?“ Ohne ihre Antwort abzuwarten, nahm er gegenüber von Christine an ihrem Tisch Platz. Christine wollte protestieren, aber der junge Mann ließ sie gar nicht erst zu Wort kommen. „Haben Sie etwas Leckeres gefunden?“ Christine wusste selber nicht, warum sie diesem aufdringlichen Typen überhaupt antwortete. Er bestätigte ihre gute Wahl, als sie ihm das Gericht nannte. Christine wurde sich zunehmend sicherer, diesen Mann schon mal irgendwo gesehen zu haben. Doch wo? Sie beschloss, in die Offensive zu gehen.

„Sagen Sie bitte, kennen wir uns?“
„Kennen ist vielleicht übertrieben“, lachte der braun gebrannte Mann, „aber wir sind uns tatsächlich schon mal begegnet.“ Er zwinkerte. Warum verstärkte sich dabei nur dieses Gefühl von Unsicherheit?
„Und wo war das, wenn ich fragen darf?“ Seine Vertraulichkeit ärgerte Christine. Sie spürte, dass ihr das Heft aus der Hand genommen wurde. Der Mann wusste etwas, an das sie sich gerne selber erinnert hätte und er machte keine Anstalten, es ihr zu sagen. Es machte ihm Spaß, sie zappeln zu lassen, das war deutlich zu sehen.
„Letzte Woche. Ein paar Kilometer weiter.“ Seine Hand zeigte in nördliche Richtung. Von dort war sie letzten Montag gekommen. Aber bis auf Bauer Reuter hatte sie niemanden getroffen, das hätte sie schmerzhaft beschwören können. Etwas ratlos blickte sie ihr Gegenüber an.
„Ich war damals mit dem Schlepper unterwegs, als sie vor dem ‚Ochsen’ fast in den Graben gefahren wären.“
Schlepper? Wovon redete er? Ein Schiff, in dieser Gegend?
„Ich glaube, bei Ihnen sagt man „Traktor“ dazu!“ Wieder dieses Zwinkern. Oje! Der neugierige Kerl auf dem Trecker! Christine schaute ihn verwundert an.
„Ach Sie waren das... also ich muss schon sagen... sind Sie eigentlich immer derart aufdringlich?“
„Wissen Sie, eine so hübsche junge Dame in einem schnellen Cabrio sieht man hier selten“, entschuldigte der Mann charmant seine Neugier. „Darf ich Ihnen übrigens auch heute ein Kompliment zu Ihrer Garderobe machen?“ Auch wenn Christine der Gedanke an ihre erste Begegnung noch immer etwas unangenehm war, erinnerte sie sich deutlich daran, dass die Blicke, die er ihr damals zugeworfen hatte, nicht abschätzend gewesen, sondern von deutlicher Bewunderung geprägt waren. Komplimente nahm Christine gerne entgegen. Und er sah im Anzug wirklich gut aus! Als er auf seinem Trecker saß, war ihr das überhaupt nicht aufgefallen.

Er klang gar nicht wie ein Bauer, sondern sprach mit einem leichten, aber sympathischen Dialekt. Auch seine Manieren waren ausgezeichnet. Er stand auf, verbeugte sich höflich und stellte sich als ‚Bernd’ vor. Lächelnd reichte sie ihm die Hand. „Ich bin Christine“.

„Ich hoffe, ich war nicht der Grund für ihr kleines Missgeschick“ strahlte Bernd sie an. Christine musste lachen. „Überschätzen Sie ihre männliche Anziehungskraft nicht ein wenig, Bernd?“ „Bisher hat sich noch niemand beschwert“, erwiderte Bernd mit einer leichten Verbeugung. Sein locker zur Schau gestelltes Selbstbewusstsein imponierte Christine. Das war etwas ganz anderes als die Typen, mit denen sie sonst zu tun hatte. Der Mann hatte Witz und Charme. Außerdem verströmte er einen Eindruck von Stärke, der es ihr leicht machte, in seiner Gegenwart ganz Frau zu sein.

Schnell verfielen die zwei jungen Leute in ein zwangloses Gespräch, während sie auf ihr Abendessen warteten. Ein Glas Prosecco rundete die hervorragende Leistung des Küchenchefs ab und fast automatisch gingen die Beiden zum ‚Du’ über. Er habe Agrar-Biologie studiert, erklärte Bernd, und erst vor drei Jahren sein Diplom gemacht. Danach war er in England gewesen, wo er in der Grafschaft Sussex an einer Fachschule für angehende Landwirte unterrichtet habe. Erst seit wenigen Wochen war er wieder zuhause, wo er den elterlichen Hof übernehmen wollte. Christine hatte sich zwar nie für Landwirtschaft interessiert, aber der junge Mann verstand zu erzählen und sie hörte ihm gerne und aufmerksam zu.

„Mein Vater wird mir den Hof zum Jahresende überschreiben und dann werde ich dort so Einiges ändern“, erzählte er weiter. „Auf Bio umstellen. Da kann man wenigstens noch was verdienen.“
„Und als Bio-Bauer sitzt man dann im Anzug auf dem Traktor?“, scherzte Christine.
„Nein. Ich war beim Fotografen wegen Passbildern! Ich brauche einen neuen Ausweis.“

Christine genoss die Unterhaltung, auch wenn sie wenig von dem verstand, was ihr Bernd über seine Zukunftspläne erzählte. In Hannover drehten sich die Gespräche eigentlich immer nur um Zollprobleme. Christines ‚umgängliche’ Art hatte dafür gesorgt, dass ihr Freundeskreis nicht eben groß genannt werden konnte.
„Und was pflanzt ihr dann an? Oder habt ihr Kühe?“
„Wir bleiben beim Obstbau. Äpfel vor allem. Aber biologisch. Ungespritzte eben.“
Christine lief ein Schauer über den Rücken. Äpfel! Dieses Wort hatte sie elektrisiert. Eine böse Vorahnung stieg in ihr auf. Sie wusste nicht, welcher Teufel sie ritt, aber jetzt wollte sie es wissen. Geschickt fragte sie weiter. „Machen das viele Landwirte in dieser Gegend hier?“
„Biologischer Anbau? Nein. Nur noch zwei oder drei Höfe im ganzen Landkreis.“
„Ich meine Äpfel“, hakte die junge Frau nach.
„Das machen nur wir! Dafür aber gleich auf 120 Morgen Land.“ Christines fragender Blick ließ ihn weiter sprechen. „Also etwas mehr als 31 Hektar“, erläuterte er.

Christines Po begann unwillkürlich zu jucken, als ihr klar wurde, dass es sich bei Bernd um den Sohn des alten Bauern handeln musste, der ihr vor einer Woche so gründlich die Leviten gelesen hatte. Aber unter einem Hektar konnte sie sich nicht allzu viel vorstellen. Mit derart altertümlichen Maßen hatte sie nicht viel im Sinn. Wenn sie aber an die Apfelbäume dachte, die sich in diesen endlos langen Reihen über die Felder erstreckten, dann mussten 31 Hektar eine ganze Menge sein. Viel Arbeit, dachte sie, da muss man ganz schön kräftig sein. Unwillkürlich betrachtete sie Bernds gepflegte Hände und stellte sich vor, wie diese sich auf ihrer Kehrseite anfühlen möchten. Bestimmt nicht so derb, wie die seines Vaters. Vielleicht sogar aufregend zart... Andererseits machte auch Bernd den Eindruck, als ob er ordentlich zupacken könne. Christine presste ihre Knie zusammen. Es war zwar immer noch warm, aber es bildete sich nicht nur Schweiß auf ihrer Haut. Zwecklos!

Ihr wurde klar, dass Bernd sie aufmerksam musterte. Seine Augen schienen zu leuchten und zogen sie unwiderstehlich in ihren Bann. Wie von einer unsichtbaren Kraft angetrieben, drängte es sie, mit Bernd über ihr Erlebnis zu sprechen. Der Mann hatte etwas an sich, dass es ihr leicht machte, sich ihm anzuvertrauen. Möglicherweise wusste er ja bereits Bescheid und amüsierte sich nun im Stillen. Christine wollte Klarheit haben; das war nun mal ihre Art.

„Mit Äpfeln habe ich schon so meine Erfahrungen gemacht“, begann sie vorsichtig das heikle Thema. „Welche denn? Bist du allergisch dagegen?“
„So kann man das gerade nicht nennen“, druckste Christine herum, „es ist eher so, dass ich da mal bei einem kleinen Mundraub erwischt wurde. Erst vor wenigen Tagen.“

Bernd lachte schallend auf. „Ach DU warst das? Mein Vater hat mir schon davon erzählt.“ Christine lief vor Scham rot an. Warum musste ihr auch ausgerechnet dieser Mann begegnen? Christine spürte, wie ihr eine Hitze ins Gesicht stieg, die bestimmt nicht schwächer war, als jene, die Bernds Vater auf ihren kleinen Po gezaubert hatte. Ihr schien plötzlich, als wäre Bernd mit dabei gewesen. Gleichzeitig wurde ihr jedoch klar, dass seine Anwesenheit sie nicht gestört hätte. Im Gegenteil. Von Selbstbewusstsein keine Spur mehr. Verlegen murmelte sie etwas von ‚harten Sitten hierzulande’.

„Aber warum denn? Ich hätte genau so gehandelt!“ Bernds Antwort zog ihr vollends den Boden unter den Füßen weg. Christine bekam eine trockene Kehle und bestellte sicherheitshalber noch ein weiteres Glas Prosecco, auch wenn ihr beim Gedanken an die Weiterfahrt etwas heiß wurde. Aber sie hatte ja am Montag selber gesehen, dass hier auch die Polizei das eine oder andere Glas Bier zu sich nahm. Ohne ihre Antwort abzuwarten, fuhr Bernd fort. „Ich hab’ als Bub auch meine Senge bekommen, wenn ich was ausgefressen hatte. Und meine kleine Schwester kriegt sie heute noch! Das ist doch das Einfachste! Ein paar hinten drauf und die Sache ist erledigt!“

Was das bedeutete, hatte Christine am eigenen Leib erfahren. Wilde Fantasien schossen ihr durch den Kopf, in denen der alte Reuter die Hauptrolle spielte. Die Bilder, die durch ihren Kopf jagten, betrafen allerdings nicht nur die Kinder des Bauern, sondern auch sich selbst. Schwer vorstellbar, dass auch Bernd von seinem Vater über das Knie gelegt worden war! Er wirkte so stark und sicher! Im Gegensatz zu ihr selber.

Christine erinnerte sich plötzlich daran, dass sie sich noch um ein Zimmer kümmern musste. Vom Ober ließ sie sich das Telefonbuch bringen, doch im Hotel zur Sonne bedauerte man. Alles ausgebucht. Obwohl Bernd einwandte, dass es kaum andere Unterkünfte gäbe, denn schließlich sei das hier nun wirklich keine Touristengegend, rief Christine sicherheitshalber noch einige weitere Hotels und Gasthöfe mit dem Handy an, jedoch stets ohne Erfolg. Jetzt noch heim fahren? Sie hatte schon zwei Glas Prosecco getrunken! Nein, viel zu riskant! Ihr Führerschein war ihr heilig. Wenn schon die unselige Apfelgeschichte ihr die Karriere nicht ruiniert hatte, betrunken Auto zu fahren hätte das bestimmt geschafft.

Während Christine noch vergebens nach einem Zimmer für die Nacht suchte, telefonierte auch Bernd kurz mit dem Handy. Christine bekam nicht viel von dem Gespräch mit, nur dass er wohl mit seinem Vater sprach. Sicherheitshalber bestellte sie einen doppelten Espresso, um wieder nüchtern werden.

„Puh, der alte Herr ist heute aber besonders gut drauf“, stöhnte Bernd, „es hat irgendwelchen Ärger gegeben.“ fügte er entschuldigend dazu. Er beließ es aber bei dieser kurzen Bemerkung und wandte sich freundlich an Christine. „Du kannst doch bei uns übernachten, wir haben ein paar Gästezimmer und eins davon ist immer frei!“

Christine befand sich in einer Zwickmühle. Einerseits brauchte sie eine Übernachtungsmöglichkeit, andererseits bedeutete Bernds Angebot, dass sie erneut auf den Reuterhof musste. Da war es wieder, dieses Kribbeln im Bauch. Wie würde wohl der Alte reagieren, wenn er sie sah? Offenbar hatte er heute besonders schlechte Laune. Noch schlechtere als am Montag? Christine wurde unruhig. Bernd erriet ihre Gedanken. Nein, den Freitag abend brachte sein Vater immer mit Schafkopfen in der Dorfkneipe zu und gewöhnlich kam er dann erst nach Mitternacht heim.

„Und was sagt deine Frau dazu, wenn ich so einfach bei euch übernachte?“, klopfte Christine auf den Busch. Etwas niedergeschlagen, erzählte Bernd dass er zurzeit solo sei, weil seine Freundschaft während des langen Auslandsaufenthaltes auseinander gegangen sei. „Und du, bist du in festen Händen?“ Auch Bernd schien wissen zu wollen, woran er war. „Mein Beruf lässt mir leider keine Zeit“, bedauerte Christine, allerdings fast ein wenig zu hastig. Bernd nickte verständnisvoll. Das war ein Problem, das Landwirte nur zu gut kannten.

Der Gedanke, die Nacht unter einem Dach mit diesem Mann zu verbringen, erschien Christine immer verlockender. Selbstverständlich zierte sie sich ein wenig, bevor sie das Angebot scheinbar widerstrebend annahm. Schließlich wusste sie, was sich gehörte. Dankend lehnte sie jedoch Bernds Vorschlag ab, die Rechnung zu übernehmen. Er war ihr im Verlauf des Abends zwar schon gefährlich sympathisch geworden, allzu leicht wollte es ihr Stolz ihm jedoch nicht machen. Man bezahlte getrennt und machte sich auf den Weg zu Bernds Anwesen.

„Fahr‘ einfach hinter mir her!“ hatte Bernd gesagt. Leichter gesagt als getan. Es wurde Abend und von Straßenbeleuchtung hielt man auf dem Land nicht viel. Sie hatte Mühe, dem Daimler zu folgen. Bernd kannte sich hier blind und auf allen Vieren aus, sie dagegen nicht. Ob der Wagen vor ihr wohl auch mit steuerbegünstigtem Heizöl lief? Dem alten Reuter hätte sie das ohne Weiteres zugetraut. Da war sie wieder, die pflichtbewusste Zollbeamtin! Christine wurde wütend auf sich selber, als ihr der Anruf in Nürnberg wieder einfiel. Die Geschichte hatte sie ja ganz vergessen! „Christine Johannsen“, sagte sie zu sich, „mach' jetzt bloß nichts Falsches. Das ist ein sehr netter Mann, vermassel dir nicht alles!“ Zurück in Hannover würde sie die Steuerfahnder zurückpfeifen, das war klar. Dem Alten hätte sie den Ärger gegönnt, aber Bernd sollte keine Schwierigkeiten bekommen. Immer stärker wurde dieses mulmige Gefühl in der Magengegend, als der Bauernhof nach einer weiteren Hügelkuppe aus dem Dunkel auftauchte. Gebannt blickte sie auf die große Scheune neben dem Wohngebäude. Da war es wieder, dieses Kribbeln!

Erleichtert nahm sie zur Kenntnis, dass der alte Bauer tatsächlich nicht zuhause war. Offenbar war sie mit Bernd alleine. Auch von seiner jüngeren Schwester war nichts zu sehen. Bernd nahm das Gepäck aus ihrem Wagen und zeigte Christine ihr Zimmer: klein, aber sauber. Einfach und gemütlich eingerichtet. Hier störte es Christine hier überhaupt nicht, dass Dusche und Toilette auf der anderen Seite des Flures lagen und sie in ihrem Zimmer nur eine kleine Waschgelegenheit vorfand. Bernd öffnete das Fenster. „Dort stehen unsere Bäume!“ Christine stellte sich dazu, konnte aber im Dunkel der Dämmerung nichts erkennen. Statt dessen genoss sie einfach nur Bernds Nähe. Sanft berührten sich ihre Körper, als sie neben ihm stand. Christine fühlte sich, als hätte sie ein Blitz getroffen. Dieser Mann strahlte etwas aus, das Christine bisher noch bei keinem anderen gefunden hatte. Bernd legte den Arm um ihre Schulter und zeigte wortlos ins Dunkel hinaus. Ein Schauer durchfuhr Christine, als sie seine Hand spürte. „Ich warte unten auf der Terrasse.“ Die Leere, die er im Zimmer zurückließ, verursachte Christine beinahe Schmerzen. Sie machte sich nur ein wenig frisch und eilte gleich wieder hinunter, wo Bernd schon bei Kerzenlicht mit einer Flasche Rotwein auf sie wartete. Schön war es hier! Christine fühlte sich wie im siebten Himmel.

Die warme Sommernacht und die behagliche Atmosphäre brachten ihre Sicherheit wieder zurück. Bernd erwies sich als ausgezeichneter Gastgeber und aufmerksamer Gesprächspartner. Bei einer weiteren Flasche Wein begann Christine immer hemmungsloser zu flirten und war glücklich, als sie merkte, dass Bernd ihre Sympathie offen erwiderte. Zu gerne hätte sie noch einmal mit ihm über das Po-Versohlen gesprochen, das in diesem Haus offenbar üblich war, doch sie wusste nicht, wie sie beginnen sollte. Bernd machte seinerseits keinerlei Anstalten und erwähnte den Vorfall mit keinem Wort mehr.

Christine war ein wenig besorgt. Im Laufe der Gespräche hatte sie sich zwar bemüht, ihre Selbstsicherheit und Autorität zu betonen und auch den Eindruck gewonnen, dass Bernd dies durchaus mochte. Wie sollte sie ihm da jetzt gestehen, dass sie neuerdings davon träumte, wie eine kleine freche Göre übers Knie gelegt zu werden? Hier erst war ihr zu Bewusstsein gekommen, dass sie solche Fantasien seit Jahren unterdrückt hatte, doch erst das jüngste Erlebnis rückte diese vehement in den Bereich ihrer Wünsche. Natürlich wollte sie kein zweites Mal mehr von dem alten Bauern verdroschen werden, hingegen über Bernds Knien zu liegen und von ihm streng-fürsorglich den Po versohlt zu bekommen, hätte schon etwas Faszinierendes an sich. Und danach in seinen starken Armen liegen... Den Kopf an seine breite Brust legen... Hmmm! Erneut spürte sie die aufsteigende Hitze zwischen ihren Oberschenkeln.

Gegen 23 Uhr wurde es dann doch zu kühl, um weiter im Freien zu sitzen. Bernd schlug vor, den romantischen Abend in der großen, gemütlichen Wohnküche ausklingen zu lassen. „Prima, du kannst schon mal die Gläser reintragen und ich räume noch ein bisschen auf!“ Bernd wollte zwar protestieren, aber Christine ließ sich nicht davon abhalten, die Hausfrau zu spielen. Ein merkwürdiges Glücksgefühl ergriff von ihr Besitz, als sie sich schließlich zu Bernd an den riesigen Tisch setzte, wo das Gespräch schließlich auf die Familie Reuter kam.

Der Alte lebte mit seinen beiden Kindern alleine auf dem großen Hof. Die Mutter war vor einigen Jahren gestorben. Bernd hielt große Stücke auf seinen Vater, einen Mann mit eisernen Grundsätzen, hart, dabei aber gerecht, liebevoll und zuverlässig. Außerdem hatte er sehr strenge Moralvorstellungen, die sein Sohn zu Christines anfänglichem Erstaunen voll und ganz teilte. Mit der Zeit jedoch wurde ihr klar, dass diese Einstellung zu Bernd passte. Er schien ebenso mit dem Boden verwachsen zu sein, wie sein Vater. Kein sturer Bauer, sondern ein Mann, der mit beiden Beinen fest im Leben stand und dem Werte wie Treue und Ehrlichkeit noch etwas bedeuteten. Christine bewunderte ihn dafür. Sie musste sich eingestehen, dass ihre Welt dagegen auf Oberflächlichkeit und Schein gebaut war. Wie es wohl wäre, auf so einem Hof zu leben? Klare Rollen, klare Regeln, klare Grenzen. Wie einfach das Leben doch sein konnte.

Nach einiger Zeit stand Bernd plötzlich auf und ging zum Küchenbüffet an der gegenüber liegenden Wand. „Schau mal!“ Er hatte einen langen Rohrstock vom Schrank genommen, bog ihn durch und streckte ihn Christine entgegen. „Mit dem hat meine Schwester gestern Abend bekommen, weil eines der Gästezimmer nicht sauber war.“ Mit einem lauten Pfeifen ließ er den Artigmacher durch die Luft sausen. „Den hab‘ ich übrigens aus England mitgebracht“, ergänzte er grinsend, „echtes Manila-Rohr. Kein Bambus-Schrott vom Baumarkt.“

Christine brachte kein Wort über die Lippen. Was für ein Anblick! Vor ihr stand dieser große, kräftige Mann in seinem schwarzen Anzug und hatte einen Rohrstock in der Hand! Wilde Gedanken schossen ihr durch den Kopf. Er hatte ja mal als Lehrer in England gearbeitet. Ob er dort auch unartigen Mädchen den Hintern versohlt hatte? Nee, kann nicht sein! Oder doch? Was hatte Bernd vor? Hat er erkannt, dass ich mich danach sehne? Ob er mich jetzt verhaut? Hier in der Küche? Sie wollte es und hatte doch Angst davor, darum zu bitten. Wie würde Bernd reagieren, wenn sie sich vor seinen Augen bäuchlings auf den Küchentisch legte? Oder über den Schemel da drüben?

In Gedanken verschwamm das Bild der Wohnküche zu einem altmodisch eingerichteten Klassenzimmer. Bernd stand mit einem schwarzen Talar bekleidet vor der Tafel, den Rohrstock drohend in der Hand und winkte ein Mädchen nach vorne. Es trug eine typische englische Schuluniform: einen karierten Faltenmini, weiße Kniestrümpfe und eine schräg gestreifte Krawatte. Auf ihrem Blazer erkannte Christine das Wappen der Schule. Zögerlich stand das Mädchen auf, um der unmissverständlichen Aufforderung des Lehrers Folge zu leisten. Ihr Pferdeschwanz wippte hin und her, als sie sich auf den leidvollen Weg machte. Christine sah das ängstliche Gesicht des Mädchens. Es war IHR Gesicht. Die Vorstellung, er würde ihr nun das Kleid aufheben und dann das Höschen vom Po ziehen, raubte ihr fast den Verstand. Das Jucken zwischen ihren großen Zehen wurde unerträglich.

Minuten vergingen, ohne dass einer der Beiden auch nur ein einziges Wort gesagt hätte. Jeder schien die Gedanken des Anderen lesen zu wollen. Vorsichtig streckte Christine ihre Hand aus und berührte die Spitze des Rohrstockes. Ihre Lippen waren ebenso trocken, wie ihre Kehle. Als hätte sie ein glühendes Eisen angefasst, zuckte ihre Hand zurück! Stumm legte Bernd den Rohrstock zurück auf den Schrank. Christine beobachtete ihn mit weit aufgerissenen Augen, als der Schlag der Kirchenuhr Mitternacht verkündete.

Jäh fuhr Christine hoch.
„Wann kommt eigentlich dein Vater zurück?“
„Demnächst dann“, antwortet Bernd knapp. Oh Mann, dem Alten wollte Christine heute wirklich nicht mehr über den Weg laufen. Der Gedanke, ihm beim Frühstück begegnen zu müssen, war schon schlimm genug. Sie bekam plötzlich Angst vor der eigenen Courage. Mit einem flüchtigen Wangenkuss verabschiedete sie sich und verzog sich hastig auf ihr Zimmer. Zunächst zögerte sie abzuschließen, bevor sie die Türe bewusst unverriegelt ließ. Wer weiß, vielleicht würde Bernd noch einmal vorbei schauen...

Normalerweise schlief Christine bis auf ein Höschen völlig nackt. Heute aber entschied sie sich dazu für ein kurzes, hauchdünnes Nachthemd aus schwarzer Spitze. Sie wusste selber nicht mehr, warum sie das überhaupt eingepackt hatte, aber nun war sie froh darüber. Bernd hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass es ihm gefiel, wie Christine sich kleidete. Was würde er dann erst zu ihrer Wäsche sagen?

Vom weichen Federbett aus konnte Christine durch das offene Fenster den Sternenhimmel sehen. Wie ruhig und friedlich es hier war! Ganz anders, als in der Großstadt, obwohl das Leben in Hannover nun wirklich nichts Hektisches hatte. Christine fragte sich plötzlich, ob sie ihren Job tatsächlich liebte. War ihre Arbeit nicht nur ein einziges Zeittotschlagen und ein Betteln nach Anerkennung? Brauchte es das wirklich zum Glücklichsein? Ihr fiel ein, wie befreit sie sich gefühlt hatte, als sie ihre Schuld zugegeben hatte. Fast hatte sie jetzt den Eindruck, der alte Reuter habe sie dafür gelobt. Wie leicht das war! Warum nur hatte sie Bernd dann nicht gestanden, was sie von ihm wollte? Er hatte doch deutlich gemacht, dass er die Prinzipien seines Vaters teilte! Christine beherrschte sich und gab ihrer Sehnsucht diese Nacht nicht nach, auch wenn sie sich so sehr nach ihren Fingern sehnte. In dieser Umgebung hätte sie dabei das unbestimmte Gefühl gehabt, etwas Verbotenes zu tun.

Leise Stimmen drangen zu ihr herauf, die allmählich lauter wurden. Bernds Vater schien nach Hause gekommen zu sein, denn Christine erkannte die tiefe Stimme. Er schien sich über etwas aufzuregen, aber der Rotwein zeigte seine Wirkung und Christine schlief ein.

Das Haus lag schon in tiefer Stille, als Christine mitten in der Nacht aufwachte. Sie hatte furchtbaren Durst. Die Luft war heiß und stickig, denn ein Gewitter schien in der Luft zu liegen. Die Seide klebte wie eine zweite Haut am Körper. Leise ging Christine hinunter in die Küche. Im Kühlschrank fand sie eine Flasche Saft. Leise nahm sie sich ein Glas und trank in gierigen Schlucken. Apfelsaft! Typisch! Christine konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. Wie es sich wohl anfühlte, wenn Bernd sich zur Abwechslung mal um ihre Äpfel kümmern würde? Vorsichtig hielt sie das eiskalte Glas an ihre Brust. Sofort richteten sich ihre Nippel auf. Christine biss die Zähne zusammen und merkte, dass ihre Gedanken bereits wieder in eine sehr gefährliche Richtung führten. Falls nun jemand in die Küche kam! Ihr wurde klar, dass sie hier in einem Nichts von Nachthemdchen saß, unter dem sich nicht nur ihre Brustwarzen steinhart abzeichneten, sondern eigentlich auch alles Andere mehr als deutlich zu sehen war! Hastig trank sie aus. Dann fiel ihr Blick auf den Schrank. Dort lag noch immer der Rohrstock. Christine fröstelte. Immer wieder sah sie hoch! Schließlich konnte sie sich nicht mehr beherrschen. Im Gegensatz zu Bernd musste sie sich auf die Zehenspitzen stellen, um an das Züchtigungsinstrument zu gelangen. Der Anblick des dünnen Rohres in ihren Händen ließ sie alle Hemmungen verlieren. Kurz entschlossen umklammerte Christine den Rohrstock und eilte lautlos in ihr Zimmer zurück.

Sie warf sich aufs Bett, riss sich den schwarzen Spitzenstring vom Leib und überließ die Arbeit ihrer Finger dem Rohrstock. Keuchend zog sie ihn zwischen ihren weit gespreizten Beinen auf und ab. Zärtlich liebkoste sie das dünne Rohr mit den feuchten, geschwollenen Lippen ihrer Spalte und stellte sich dabei vor, wie es wäre, von Bernd dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. „Morgen werde ich ihm sagen, was ich mit dir angestellt habe“, flüsterte sie heiser. Ihre Bewegungen wurden heftiger. Ja, morgen würde sie Bernd beichten, dass sie schmutzige Gedanken gehabt hatte und er würde sie dafür bestrafen, so wie sie es verdiente! Endlich würde sie sich vor ihm bücken dürfen, endlich würde sie seine harte Hand und diesen wunderbaren Stock spüren! Endlich würde sie die Erfüllung finden, deren Fehlen ihr schlaflose Nächte beschert hatte! Christine zog den Rohrstock zu sich herab und küsste ihn leidenschaftlich. Zärtlich streichelten ihr Finger das gekrümmte Ende des Gelben Onkels. Wie bei einem Erdbeben lief das so lange vergeblich ersehnte Zittern in heißen, pulsierenden Wellen durch ihren Körper! Christine bäumte sich auf und ihr Rücken bildete einen hohen Bogen. Den Kopf zur Seite gelegt, biss sie in ihr Kopfkissen, damit ihre Schreie nicht das ganze Haus weckten. Noch immer kam sie in wilden Stößen, bis sie schließlich atemlos und auf dem Bett ausgestreckt wieder zu sich selber fand.

Erst nach einer ganzen Weile fand sie endlich die Kraft, sich aufzurichten. Mühsam ließ sie die Beine von der Bettkante hinab. Dann der Schock! Fahles Mondlicht fiel vom Flur aus in ihr Zimmer, denn die Tür stand tatsächlich einen Spalt offen! Hatte etwa jemand während ihrer Solonummer zugeschaut? Wer könnte das gewesen sein? Christine hätte sich am liebsten in ihr Bett verkrochen, aber der Rohrstock musste ja zurück in die Küche. Sie machte Licht und beruhigte sich. Vermutlich hatte sie selber die Tür nicht ordentlich verschlossen, was sie nun aber nachholte. Sie richtete ihr Nachthemd, wusch sich kurz zwischen den Beinen und zog den winzigen Slip wieder an. Sie zuckte zusammen, als sie merkte, wie feucht er noch war. Egal. Dann ergriff sie den Rohrstock mit spitzen Fingern. Du mein Schreck! So konnte sie den aber nicht zurück legen! Auch hier hatte ihre Leidenschaft stärkere Spuren hinterlassen, als sie gedacht hatte. Sie hatte das glückliche Gefühl, dass dieser Stock damit von nun an nur noch für sie bestimmt war und säuberte ihn sorgfältig mit ihrem weichen Waschlappen. Das kalte Wasser schien dem Erziehungshelfer gut zu tun. Der Stock glänzte und wirkte viel geschmeidiger.

Christine löschte das Licht und wartete, bis ihre Augen sich wieder an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Erneut schlich sie durch das dunkle Treppenhaus hinunter ins Erdgeschoss. Verdammter Mist! Eine der alten Treppenstufen knarrte, als wäre ein Elefant darauf getreten! Christine hielt den Atem an. Nichts rührte sich. In der Küche legte sie den Rohrstock wieder zurück an seinen Platz und trank noch ein Glas Apfelsaft.

Als sie wieder nach oben ging, blieb alles ruhig. Christine konnte sich nicht beherrschen. In einem dieser Zimmer schlief Bernd. Sie horchte. Regelmäßiges Schnarchen drang durch die dicke Tür. Sie lächelte. Das musste der Alte sein. Zurück in ihrem Zimmer schlüpfte sie in ihr Bett. Den Rest der Nacht schlief sie wie ein Murmeltier.

Teil 4

Das Schlagen einer Türe und das Geräusch eines davon fahrenden Autos weckten Christine aus einem kurzen, aber wundervollen Schlaf. Es war noch früh am Morgen und die Hitze hatte etwas nachgelassen. Über Nacht war wohl ein wenig Regen gefallen, aber Christine hatte davon in ihrem Bett nichts mitbekommen.

Christine stand auf, warf ihren Kimono über und öffnete die Zimmertür. Offenbar war sie hier oben alleine. Auch der untere Teil des Hauses schien in völliger Stille zu liegen. Hatte man sie vergessen? Nach einer ausgiebigen Dusche überlegte sie, was sie heute anziehen sollte. In dieser Umgebung schien ihre komplette Garderobe fehl am Platz. Christine wurde unsicher. Was würden wohl Bernd und seine Familie sagen, wenn sie hier schon in aller Frühe mit High-Heels auftauchte? Hätte sie sich doch nur in München etwas Schlichtes gekauft. Die weißen Jeans konnte sie jedenfalls vergessen, die hatte sie vier Tage lang über ihrem ausgiebig eingecremten Hintern getragen und die Spuren davon waren unübersehbar. Schließlich entschied sie sich für ein schlichtes Sommerkleid aus hellem Leinen, das wenigstens nicht ganz so kurz war, wie die anderen. Wenn auch weiße Söckchen und Sportschuhe für Christine normalerweise nichts mit korrekter Kleidung zu tun hatten, passten sie zu diesem Kleid ausgezeichnet, wie sie erstaunt feststellte. Weil sie schweren Herzens auf Feinstrümpfe verzichten musste, rasierte sie sich außerdem sorgfältig die Beine und auch für das Make-up nahm sie sich viel Zeit. Wenn sie hier schon für ihre Verhältnisse in Sack und Asche herum lief, dann sollte wenigstens das Gesicht perfekt sein. Noch einmal prüfte sie sich im Spiegel. Frisch und ländlich, ging es ihr durch den Kopf. Christine musste lächeln.

Wieder knarrte die Treppe bedrohlich, als Christine langsam nach unten ging. Auch in der Küche war niemand. Nur zwei leere Tassen in der Spüle zeugten von einem sehr kargen Frühstück, offenbar hatten die Bewohner schon sehr zeitig das Haus verlassen. Ein Zettel lag auf dem riesigen Tisch: ‚Guten Morgen, hoffentlich hast Du gut geschlafen. Tut mir leid, dass ich Dich alleine lassen musste, aber zum Frühstück bin ich wieder zurück. Gruß, Bernd’.

Das war lieb von Bernd. Durch das offene Fenster drang das strahlende Licht des Morgens und Christine überlegte. Wenn sie schon Kaffee kochen musste, warum denn nicht gleich ein richtiges Frühstück? Bernd musste ja irgendwann wiederkommen und eine Tasse Kaffee alleine hielt bestimmt nicht lange vor.

Christine sah sich um. Hier fehlte wirklich die Hausfrau! Nach zwei Flaschen Wein war ihr das gestern abend gar nicht so aufgefallen. In diesem Dreck konnte man doch nicht Frühstücken! Kurz entschlossen schnappte sie sich einen Besen und fegte die Küche. Wie lange wohl der leere Bierkasten schon unter dem Tisch stand? Männer! Kopfschüttelnd stellte sie das völlig verstaubte Teil erst einmal in die Tür. Über die Tuba neben dem Schrank wunderte sie sich schon gar nicht mehr. Vermutlich lag irgendwo in diesem Musikantenstadel auch noch eine Zither. Christine musste lachen und bekam noch im gleichen Moment ein schlechtes Gewissen. Schließlich war das hier Bernds Zuhause. Dann vertrieb sie sich die Zeit damit, den Tisch für Bernd und sich zu decken. Erst als sie fertig war, wurde ihr bewusst, dass sie hier ja Gast war und nicht Servicepersonal. Innerlich lachte sie, ging hinaus in den Garten und pflückte einen Strauß Blumen, um den Tisch noch schöner zu gestalten.

Ungeduldig schaute sie auf die Küchenuhr. Die Sonne stand schon hoch am klaren Himmel und der Tag würde wieder heiß werden. Sie beugte sich über die Spüle und schaute auf den Hof. Nichts zu sehen. Vielleicht konnte sie ja von hier aus die Straße sehen, die zum Hof führte. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und lehnte sich so weit wie möglich aus dem Fenster, als sie plötzlich hinter sich ein heftiges Klirren und Poltern hörte!

„Himmel, Arsch und Zwirn“, fluchte eine tiefe, ihr wohl bekannte Stimme. „Welcher Idiot stellt denn des Geraffel mitten in den Weg!“ Au weia, der Alte kommt, durchfuhr es Christine und ihr wurde bewusst, dass sie den Bierkasten ziemlich unpassend abgestellt hatte. Erschrocken fuhr sie herum. Unrasiert, mit einem Hemd, dem nicht mehr anzusehen war, welche Farbe es einmal gehabt hatte und mit einer schmuddeligen Arbeitshose, die von breiten Hosenträgern gehalten wurde, stand der alte Reuter neben dem umgestoßenen Bierkasten in der Tür. Seine Füße steckten in ausgetretenen Filzpantoffeln. Eine üble Alkoholfahne schlug Christine entgegen und auch sonst war deutlich anzusehen, wo der Mann die letzte Nacht verbracht hatte.

Christine wurde rot. Erst jetzt merkte sie, dass ihr das Kleid fast auf den Hüften hing. Hastig rutschte sie von der Spüle und zog es wieder bis auf die Oberschenkel hinab. Irgendwie schaffte dieser Typ es, sie auch diesmal zur Weißglut zu bringen. Und nicht nur das. Zum Glück trug sie heute ein weißes Höschen, das immerhin etwas mehr verdeckte, als jenes, das sie im Baum getragen hatte. Aber auch dieses würde sie wechseln müssen, wenn das so weiter ging. Allmählich ging ihr die Wäsche aus. Wer weiß, wie lange der Kerl schon im Hausflur gestanden und ihr auf den Hintern gestarrt hatte. Alleine der Gedanke machte sie an. Verwirrt entdeckte Christine völlig neue Seiten an sich.

„Was willst du denn schon wieder hier?“, knurrte der Bauer sie an. Christine riss sich zusammen, fasste sich ein Herz und ging auf den Mann zu. „Herr Reuter, nehme ich an. Ich bin Christine.“ Sie reichte ihm die Hand, was sie schon im nächsten Augenblick bereute. Seinen eisernen Griff hatte sie völlig vergessen. „Bernd, äh, ihr Sohn hat mir angeboten, hier zu übernachten, weil ich kein Hotel mehr bekommen konnte.“ „Ach so“, brummte der Alte, dessen mürrisches Gesicht sich aufhellte, als er den schön gedeckten Tisch sah. „Warst du das?“ Christine nickte. „Nett“, kommentierte er knapp ihre Bemühungen. „Eigentlich hätt‘ des ja die Marie erledigen soll'n.“ Auf Christines fragenden Blick hin, erklärte er ihr, dass er von seiner Tochter Marianne gesprochen hatte. „Aber des stinkfaule Biest liegt wohl noch im Bett! Bis nachts um vier in Diskotheken rumhängen; des kann‘ s“, schimpfte er weiter. „Und wie die sich dann immer anzieht!“ Er musterte Christine von Kopf bis Fuß. „Na ja, du wirst auch nicht besser sein“, brummte er mit einem Blick auf Christines kurzes Kleid. „Mein Bub hat mir zwar gesagt, dass wir einen Gast haben, dich hätt' ich aber nicht erkannt, wenn’s dich net soweit aus dem Fenster gelehnt hättest!“ Es kam zwar selten vor, dass Christine die Worte fehlten, aber jetzt war es mal wieder soweit. Am liebsten wäre sie im Boden versunken.

Im selben Moment fuhr ein Auto vor und Bernd kam kurz darauf mit einer großen Tüte in die Küche. Den Anzug des vorigen Tages hatte er heute mit Bluejeans und einem grob karierten Hemd vertauscht, was ihm zusammen mit seinem unordentlichen Haar einen ausgesprochen jugendlichen Ausdruck verlieh. Er schlug seinem Vater auf die Schulter und strahlte Christine an. „Morgen! Hab’ frische Semmeln geholt.“

Endlich! Christine wollte aufspringen, um Bernd zu begrüßen und stieß dabei vor Aufregung ihre Kaffeetasse um. Die beiden Reuters begannen schallend zu lachen und Christine ärgerte sich maßlos, weil sie sich nun zu ihrem Kleinmädchengetue auch noch wie ein ausgewachsener Tollpatsch benahm. Zum Glück hatte das Kleid nichts abbekommen. „Bleib’ sitzen“ meinte Bernd, holte einen Lappen von der Spüle, um den Tisch abzuwischen und sein Vater reichte ihr ein Taschentuch.

Christine zögerte bei dem Gedanken an die Hosentasche des Bauern, aber Reuter Senior zwinkerte ihr zu. Christine hatte plötzlich das Gefühl, glühende Kohlen in der Hand zu halten, als sie merkte, um was sich ihre Finger da schlossen. Das war kein Taschentuch, sondern ihr Tanga, den der Bauer in der Scheune eingesteckt hatte. Heiß stieg ihr das Blut in den Kopf, als ihr der eigene Duft, vermischt mit dem Schweiß des alten Mannes in die Nase stieg. Die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen überraschte sie kaum noch. „Danke, aber es ist ja nichts passiert“, war alles, was sie heraus brachte. „Dann hätt‘ ich des Tuch gern zurück, es ist ein Andenken, weißt du?“ Wieder blitzte der Schalk aus den Augen des Bauern und mechanisch reichte Christine ihm das verknüllte Stückchen Stoff. „Gern gscheh‘n!“ Wohlgefällig schmunzelnd schob Reuter Senior das zarte Dessous in seine Brusttasche.

Christine lief es trotz der Hitze eiskalt den Rücken hinunter. Zum Glück hatte Bernd von alledem nichts mitbekommen. „Hmm, nett sieht’s hier aus“, lobte er die junge Frau und setzte sich nun zu ihnen an den Tisch. Christine war der Appetit zwar vergangen, sie ließ sich aber nichts anmerken. Das romantische Frühstück mit Bernd konnte sie vergessen, soviel stand fest.

„Und? Wie geht’s?“ Bernds Vater köpfte mit dem Messer dessen Frühstücksei und machte sich dann selbst ungeniert über den duftenden Kaffee her. Christine blieb nichts anderes übrig, als noch einen Teller aufzudecken. Wieder wurde sie rot. Es war völlig klar, was der Alte meinte. Unruhig rutschte sie auf dem harten Küchenstuhl hin und her. Die Spuren ihres ersten Zusammentreffens waren zwar völlig abgeheilt, aber Christine schien es, als erwachten sie in Gegenwart des Verursachers zu neuem Leben. Ein leises „Danke!“ war alles, was sie heraus brachte. Und schon wieder war es geschehen: sie hatte sich erneut bedankt! Christine biss sich auf die Zunge, aber der alte Reuter nickte ihr anerkennend zu.

„Gern gscheh'n, Gäste sind uns jederzeit willkommen!“ Es war nicht zu überhören, dass er das Wort „Gäste“ besonders betonte. Was er mit unliebsameren Besuchern machte, hatte Christine ja am eigenen Leib verspüren dürfen, aber nachdem der alte Bauer ihr gemeinsames Erlebnis mit keinem Wort erwähnte, gewann sie allmählich etwas von ihrer Sicherheit zurück.

Als wäre nichts geschehen, fragte der alte Reuter, ob sie mit ihrem Zimmer zufrieden sei und ob Bernd sich auch anständig benommen hätte. Zunächst wusste sie nicht, was sie darauf antworten sollte, aber dann sah sie, dass Bernd angestrengt an die Decke starrte und sie erinnerte sich daran, dass er erwähnt hatte, sein Vater wäre ein Mann von strengen moralischen Grundsätzen. Sie musste schüchtern lächeln, als sie seinem Vater versicherte, dass sein Sohn ein vollendeter Gentleman sei, was der alte Reuter zufrieden registrierte.

„Wo steckt denn eigentlich die Marianne, eigentlich sollte die doch heut das Frühstück machen?“ unterbrach der alte Reuter und blickte Bernd fragend an. „Ach, die ist wohl schon früh zu den Nachbarn rüber gegangen, um denen ein paar Äpfel zu bringen“, meinte Bernd, „Marianne schwatzt sich ja doch immer wieder fest!“. Der alte Reuter schüttelte den Kopf. „Aus dem Luder wird nie was Gscheits. Nix wie Ärger hat man mit dem kleinen Biest!“

Ein vielsagender Blick traf Christine. Sie musste schlucken. Bernd hatte ja gestern selber gesagt, dass auch seine Schwester noch in den Genuss der väterlichen Hand kam, wenn sie etwas ausgefressen hatte. So wie ihr Vater klang, kam das häufiger vor. Wieder begannen Christines vier Buchstaben zu kribbeln. Ob das dann hier in der Küche passierte oder drüben in der Scheune? Der alte Reuter hatte jedenfalls Übung darin, ungezogenen Mädchen Manieren beizubringen.

„Wo wir gerade bei Ärger sind“, brachte zum Glück Bernd das Gespräch auf ein anderes Thema. „Was war denn gestern eigentlich los? Du klangst nachts ja furchtbar aufgeregt! Besonders viel verstanden habe ich auch nicht.“ Christine vermutete zu recht, dass der Alte in seinem Rausch bei der nächtlichen Unterhaltung mit seinem Sohn kein vernünftiges Wort mehr heraus gebracht hatte. „Wir hatten den Zoll aufm Hof!“ Reuter Senior wurde lauter. „Irgendein Depp hat denen erzählt, wir wären Schwarzbrenner!“

Christine wurde bleich, als ihr klar wurde, dass die beiden Männer über die Destillieranlage sprachen, welche sie den Kollegen in der Stadt angezeigt hatte. Sie fühlte sich verdammt unwohl in ihrer Haut. Verflixt, waren die Kollegen schnell gewesen. Damit hatte sie nicht gerechnet.

„Schwarzbrenner?“ Bernd musste lachen. „Wir?“ „Naja, wir ham doch das Brenngerät der Nachbarn bei uns in der Scheune, seit denen der Schuppen abgebrannt ist. Bei dem Gesindel, das hier immer rumschleicht, wird einer das Ding gesehen und die Kerle alarmiert haben! Du weißt doch, wie oft sich schon Liebespaare in unserer Scheune rum getrieben haben!“

Bernd wurde ernst. „Es ist aber doch nichts passiert, oder?“ „Nein“, entgegnete sein Vater mit vollem Mund, „das hat sich alles aufgeklärt. Die ham die Siegel verglichen und in ihre Aufzeichnungen geschaut, dann war alles klar. Aber was des im Dorf wieder für ein Gerede gibt! Wenn ich den erwische, der uns die Brüder auf den Hals gehetzt hat, dann kann der was erleben!“

Christine hatte den unbestimmten Eindruck, Bernd würde sie prüfend ansehen und hoffte inständig, er habe seinem Vater nichts von ihrem Beruf erzählt. Zu blöd, dass sie ihm gestanden hatte, was ihr in der Scheune passiert war. Falls er es nicht schon längst ahnte, musste er früher oder später darauf kommen, dass sie es gewesen war, die seine Familie angeschwärzt hatte. Zum Glück war die Sache zwar glimpflich abgegangen, aber der Vater schien ausgesprochen nachtragend zu sein. Was Bernd wohl über die Sache dachte? Schließlich teilte er die strengen Ansichten seines Vaters! Schlagartig wurde Christine klar, was sich hier für Möglichkeiten boten, sie erneut zu bestrafen! Sie zitterte vor Erregung, als sie sich ausmalte, was Bernd für diese Gemeinheit mit ihr machen würde. Heimlich schielte sie nach dem Schrank. Sollte sie ihre Sünde beichten? Vielleicht gleich nach dem Frühstück? Nein, besser erst später, wenn sie mit Bernd alleine sein konnte, nahm sie sich vor. Wer weiß, wie der Alte reagiert.

Ihre Überlegungen kamen zu einem jähen Ende, als plötzlich ein hübsches junges Mädchen schwungvoll in die Küche kam. Fast so groß wie Bernd, ebenso kräftig, und an den richtigen Stellen ausgesprochen üppig, wie Christine neidlos anerkennen musste. Die zu einer wilden Frisur aufgetürmten Haare waren allerdings etwas zu blond und das kurze, grell gemusterte Kleid schien dem Druck der prallen Rundungen kaum Stand halten zu können. Ob sie sich die Bräune auf dem Feld geholt hatte? Wohl kaum, das sah schon eher nach ausgiebigen Besuchen auf der Sonnenbank aus. Der üppig aufgetragene blaue Lidschatten und der grelle, pinkfarbene Lippenstift waren auch nicht gerade nach Christines Geschmack.

Stampfende Musik dröhnte aus dem Kopfhörer ihres Walkman, als sie sich rhythmischen Schrittes dem großen Tisch näherte. „Nimm gefälligst das Ding ab!“, brüllte ihr Vater streng und riss ihr das Gerät herunter. „Das wurde aber auch mal Zeit Marianne!“ bellte der alte Reuter weiter. „Unser Gast hier musste sich und uns das Frühstück selber machen!“ Christine musste grinsen, als sie erkannte, dass es sich bei dieser drallen jungen Dame auf Plateausohlen um Bernds Schwester handeln musste. Typische Landschönheit, war ihr erster Gedanke, als sie die etwa 20 Jahre alte Frau mit ihrer blondierten Dauerwelle und ihrem nicht ganz zierlichen Gesicht sah. Sie hatte gedacht, das Mädchen wäre jünger. Bernd hatte schließlich immer von seiner “kleinen Schwester” gesprochen.

Die Worte des Vaters schienen keinen besonderen Eindruck auf Marianne Reuter zu machen. „Ich war drüben bei den Maiers, woher soll ich denn wissen, dass der Bernd Besuch mitbringt?“ Sie musterte Christine neugierig, aber das Ergebnis fiel offenbar zu ihrer Zufriedenheit aus, denn ihr prüfender Ausdruck wandelte sich schnell in ein strahlendes Lächeln.

„Red‘ keinen Unfug, du hast dich doch bloß wieder mit dem Toni rumgetrieben. Oder du warst wieder beim Friseur und hast das Geld zum Fenster raus geworfen“, schimpfte der Vater, während Bernd und Christine wortlos zusahen. Christine fühlte sich etwas unbehaglich bei dieser Familienszene. „Wie du schon wieder aussiehst! Wenn deine Mutter des noch erleben könnte...“

„Kann sie aber nicht“, entgegnete Marianne beifällig. Sie nahm sich eine Kaffeetasse, setzte sich an den Tisch und schlug schwungvoll die Beine übereinander. Das leise Stöhnen und das heftige Atemholen entgingen Christine dabei nicht. Dieses Gefühl war ihr nun auch wohlbekannt. Offenbar hatte hier der Vater wieder einmal seine deutliche Handschrift hinterlassen. Neugierig betrachtete sie die junge Frau, die vielleicht zehn Jahre jünger sein musste, als sie selbst. Im Gegensatz zu ihrem eigenen, kleinen Po hatte Marianne einen ausgesprochen stattlichen Hintern, mit dem der alte Reuter so seine Mühe gehabt haben dürfte. Allerdings waren auf den kräftigen Schenkeln keine Spuren zu erkennen. Wie sich die Striemen dann wohl unter dem dünnen Kleid ausnahmen?

Der Schlag der Kirchenuhr ließ Bernd hochfahren. „Vater, wir müssen los!“ Er erklärte Christine, dass sie Ware zum Abnehmer fahren müssten und erst gegen Mittag zurück sein würden. Christine war die Enttäuschung anzusehen. Sie war doch nicht hiergeblieben, um die ganze Zeit auf Bernd zu warten. Der alte Reuter schien ihre Gedanken erraten zu können. „In ein paar Stunden hast ihn ja wieder zurück, aber heute morgen brauch' ich den Bub noch einmal!“ Es war deutlich zu sehen, dass sein Sohn bei dieser Bemerkung rot wurde. „Vater!“, protestierte Bernd, der nur zu gut wusste, dass ihn sein Vater schon seit Monaten drängte, sich endlich eine junge Bäuerin für den Hof zu suchen.

Marianne dagegen kicherte leise und vielsagend. „Schau dich doch in der Zwischenzeit hier mal um! Marianne wird dir alles zeigen“, versuchte Bernd die frustrierte Christine aufzumuntern. „Wenn sie hier aufgeräumt hat“, fügte er mit einem unheilvollen Blick auf seine Schwester hinzu. Dann verließen die Männer die Küche.

Kaum dass die Männer verschwunden waren, sprang Marianne auf und öffnete das Fenster. „Na endlich, ich dacht‘ schon, mein Alter bleibt hier ewig sitzen!“ Sie griff in ihre Handtasche und zog eine Schachtel Zigaretten heraus. „Mein Vater hasst es, wenn ich rauche, willst auch eine?“ Christine musste unwillkürlich grinsen, lehnte aber dankend ab. Sie hatte bemerkt, dass Bernd nicht rauchte und sich den Hang zum Nikotin bereits seit dem vorigen Abend schweren Herzens verkniffen. „Macht auch nix, ich brauch‘ meine Zigarette nach dem Kaffee! Puh, das reinste Gefängnis is des hier. Dauernd redet mir der Alte drein!“ Marianne paffte schweigend. Dann zerdrückte sie die Zigarette in ihrer Tasse und machte sich ans Aufräumen. Christine wollte helfen, aber Marianne ließ das nicht zu. „Reicht schon, dass du den Tisch gedeckt hast“, meinte sie lachend, „aber wenn du mir beim Abwasch helfen könntest, wäre das toll! Wir ham hier nämlich keine Spülmaschine.“

Christine konnte sich Mariannes offenherziger Fröhlichkeit nicht entziehen. Schnell hatten die beiden jungen Frauen die Küche aufgeräumt. Trotz ihrer Unterschiede fanden sich die beiden Frauen sympathisch und plauderten angeregt. Es kamen nicht oft Fremde über Nacht auf den Hof und Marianne freute sich, endlich jemand zu haben, mit dem sie reden konnte. Die meisten Feriengäste waren schon steinalt und mit denen konnte die übermütige junge Frau nun wirklich nichts anfangen.

Christine dagegen war froh, dass sie den Vormittag nicht alleine verbringen musste und wer weiß, vielleicht lernte sie noch manches über Bernd, von dem sie bisher nicht allzu viel wusste. Andächtig lauschte sie, als Marianne erzählte, dass sie nahezu das ganze Wochenende in der Dorfdisco verbringen würde und sie war gebührend beeindruckt, als sie unter dem Siegel der Verschwiegenheit erfuhr, dass Bernds Schwester jede Woche für einen anderen jungen Mann schwärmte, auch wenn ihr Vater und auch ihr Bruder das nicht leiden konnten. Marianne beklagte sich bitter darüber, dass beide sehr streng wären und sie deutete an, dass sie trotz ihrer 22 Jahre noch immer wie ein kleines Kind behandelt würde. Christine hatte eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was sie damit meinte und sie musste hinterhältig kichern, als Marianne ihr anvertraute, dass sie es war, die sich heimlich in der Scheune mit ihren Verehrern traf. Zum Glück hatte sie der Alte, wie sie ihren Vater respektlos nannte, noch nie dabei erwischt.

„So, das wäre geschafft!“ Achtlos schleuderte Marianne die geblümte Schürze in die Ecke und verfolgte erstaunt, dass Christine sie aufhob und an einen Haken hing. „Ich möchte wirklich nicht, dass du noch mehr Ärger mit deinem Vater bekommst“, meinte sie. Jetzt musste Marianne lachen. „Des macht mir nix aus, ich hab‘ ein dickes Fell!“ Sie zwinkerte vielsagend und fuhr sich mit der Hand lässig über den Po. Übung macht den Meister, dachte Christine neidisch. Zu gerne hätte sie die Haut an der bewussten Stelle einmal zu Gesicht bekommen, um einen Eindruck davon zu haben, wie sie selber nach Vater Reuters Erziehungsprogramm ausgesehen hatte.

Marianne schlug vor, einen Spaziergang zum nahe gelegenen Mühlweiher zu unternehmen. Die Aussicht auf ein kühles Bad war bei diesem sommerlichen Wetter genau das Richtige. Ein Vesperkorb war schnell gerichtet und frischer Kaffee für die Thermoskanne aufgebrüht.

Im warmen Sonnenschein wanderten die zwei Frauen über das Reutersche Anwesen. Marianne erzählte von ihrem langweiligen Leben auf dem Land und lauschte ungläubig staunend Christines ausführlichen Berichten über ihren Job und die aufregende Großstadt, bis sie schließlich an einem kleinen See angekommen waren. Marianne breitete die mitgebrachte Decke am Ufer aus und setzte sich vorsichtig. Eigentlich hätte Christine auf dem ganzen Weg viel lieber mehr über Mariannes Bestrafung erfahren, traute sich aber nicht, danach zu fragen.

Wieder hatte Marianne hörbar gestöhnt, als sie sich auf der Decke nieder ließ. Jetzt oder nie, dachte Christine und fasste sich ein Herz. „Kommt das öfter vor?“ „Was denn?“ Marianne schien nicht zu verstehen. „Dass dein Vater dich schlägt, ich meine auf den Po?“ „Ach so“. Jetzt war bei Marianne der Groschen gefallen. „Klar macht er das öfter, ich geb‘ ihm ja auch immer wieder Gelegenheit dazu.“ Ihr Lachen klang eigenartig. Christine hatte plötzlich nicht mehr das Gefühl, neben einem unbedarften Landei zu sitzen.

„Erst vorgestern hab‘ ich eine Tracht gekriegt. War aber nicht so schlimm. Willst mal sehen?“ Unaufgefordert stand Marianne auf, bückte sich und wandte Christine ihre Kehrseite zu. Unter dem kurzen Kleid waren auf der gebräunten Haut deutlich die dunklen Striemen zu erkennen, die der schlichte weiße Baumwollslip kaum verdeckte. Zu gerne hätte sie ihre Hand ausgestreckt, um Mariannes prächtigen Po zu streicheln. Noch ehe Christine etwas erwidern konnte, bückte sich Marianne und zog selbst den Slip ein Stück herunter. Erwartungsvoll sah sie Christine an. „Na, was meinst?“

Christine atmete tief durch. Offenbar zog man sich auf dem Land nicht ganz aus, wenn man ins Solarium ging. Auf Mariannes üppigem, tief gebräuntem Hintern zeichnete sich nämlich weiß und deutlich die Stelle ab, die ansonsten vom Höschen verdeckt wurde. Eine Vielzahl dicker, violetter Striemen zog sich quer darüber. Mit leuchtenden Augen drehte sich Marianne zu Christine um. „Klasse, gell? Zum Glück hat mein Alter die Sache nicht Bernd überlassen, der schlägt noch viel fester zu!“ Christine schluckte. „Das muss ja furchtbar weh getan haben!“ „Des tut's immer noch“, versicherte Marianne. „Sonst nimmt er ja immer die Reitgerte. Des geht ja noch. Vorgestern früh hat er mich aber mit dem Stock verhauen. Puh, des hat gezogen! Cremst du mich bitte mal ein?“ Sie reichte Christine eine Tube aus dem Korb.

Christine fröstelte trotz der Hitze, die sich in ihren Schritt bemerkbar machte. Mit zitternden Händen salbte sie die malträtierte Kehrseite der bestraften Sünderin ein, die sich nun ihren Slip vollends ausgezogen hatte und Christines Behandlung lustvoll stöhnend quittierte. Diese kam sich dabei reichlich merkwürdig vor. Sie wünschte sich jede dieser glühenden Doppellinien auf ihren eigenen Po. Immer unerträglicher wurde das Kribbeln an ihrer intimsten Stelle, doch was sollte sie tun? Sich hier und von der jungen Göre verhauen lassen? Nein, das war nicht so ihr Fall, oder etwa schon? Wenn doch nur Bernd da gewesen wäre!

Dennoch spürte sie erstaunt und erregt, wie sich bei dem Anblick von Mariannes prallen Backen die Hitze in ihrem Unterleib in eine klebrige Flüssigkeit verwandelte, die langsam durch ihr eigenes Höschen drang und wie glühende Lava die Innenseite ihrer Schenkel hinablief. Und auch in Mariannes Spalte schimmerten die ersten Tropfen. Wie in Zeitlupe schob Marianne einen Finger tief in ihr Innerstes, zog ihn ebenso langsam wieder heraus und leckte ihn genüsslich ab. Christine wusste nicht, wie ihr geschah. In ihrem Leben hatte es bisher nur Männer gegeben. Noch nie hatte eine Frau sie derartig erregt, wie Marianne. Ohne groß zu überlegen, schob sie nun auch eine Hand in ihren Schritt und begann, ihre nassen, geschwollenen Lippen zu liebkosen, während sie mit der anderen noch immer Creme auf Mariannes Hinterteil verteilte. Christine konnte sich kaum noch beherrschen. Zu gerne hätte sie jetzt ihr Gesicht zwischen Mariannes Beine gepresst, um ihr den Saft direkt von der glänzenden Quelle zu saugen.

Wilde, ungeordnete Gedanken schossen durch Christines Kopf. Sollte sie es wagen? Was würde Bernd sagen, wenn er sie hier mit seiner Schwester sah? Aber Mariannes Po sah so verlockend und einladend aus. Zögernd, fast ängstlich strich sie nun auch mit ihren feuchten Fingern über die zarte Haut und erschrak, als bei der ersten, zaghaften Berührung Marianne laut aufstöhnte. „Tut das weh?“ „Nein, is schon in Ordnung, mach‘ nur weiter!“ Mariannes Stimme klang auf einmal lüstern und dunkel. „Oh Mann, is des geil!“ Ihr Stöhnen ging in ein wohliges Schnurren über. „Wir ham euch übrigens in der Scheune beobachtet, der Toni und ich!“

Christine zuckte zurück! Wie war das? „Du hast uns zugesehen? Und wer ist Toni?“ Sie erfuhr, dass es sich bei dem Genannten um Mariannes aktuellen Liebhaber, einen Burschen vom benachbarten Maier-Hof handelte. „Wieso hast du nichts unternommen?“, wollte Christine wütend wissen. Marianne kniete sich ins Gras und lachte. „Na hör mal, dann hätt‘ ich selbst bekommen! Ich bin doch erst am Abend davor fällig gewesen, weil sich ein Gast über des Zimmer beschwert hatte. Da hatt‘ ich echt kein Bock auf noch mal Dresche!“ Das allerdings konnte Christine nur allzu gut nachvollziehen. Wieder wanderten ihre Gedanken zu Bernd und seinem Rohrstock und das wohlbekannte Jucken in ihrem Schoß breitete sich aus.

Marianne zwinkerte ihr zu. „Außerdem hast du es ja wohl auch verdient, wie ich des mitgekriegt habe und warum soll ich die Einzige sein, die Dresche bezieht. Total geil sah das aus, wie er dir den nackten Hintern vertrimmt hat!“ Christine schluckte. Die Vorstellung, dass jemand zugesehen hatte, wie sie dem alten Reuter ihren blanken Po hinhalten musste, war fast so aufregend, wie die Erinnerung an die Schläge selber.

„Deine Nummer mit dem gelben Onkel gestern Nacht war übrigens auch nicht von schlechten Eltern. Echt voll krass! Hat mich ganz schön scharf gemacht, dir dabei zuzuschauen!“ Christine war entsetzt. Über Marianne, die offenbar wirklich keine Hemmungen kannte und über sich selbst, weil sie die Tatsache, dass sie auch bei ihrer Solonummer tatsächlich eine Zuschauerin gehabt hatte, noch stärker erregte. „Was is? Du bist doch nicht sauer, oder?“ Marianne kicherte. „Sonst passiert hier ja nix, und die Typen aus der Disco hab‘ ich eh schon alle durch. Lass' doch mal sehen, ob der Alte wenigstens bei dir ein bissel kräftiger zugehauen hat!“ Mit festem Griff packte sie die widerstrebende Christine am Handgelenk und zog sie zu sich herab.

Christine wusste nicht, wie ihr geschah. Als hätte sie keinen eigenen Willen mehr, ließ sie es zu, dass Marianne sie auf den Bauch drehte und nun ihrerseits Christines Kehrseite einer sorgfältigen Prüfung unterzog. Als Marianne ihr den feuchten Slip auf die Knie streifte, musste auch Christine stöhnen. Sie konnte kaum erwarten, Mariannes Hände auf ihrer Haut zu fühlen. Wie ein Blitz durchzuckte sie die ersehnte Berührung. Marianne jedoch war die Enttäuschung anzumerken. „Da is ja gar nix mehr zu sehen!“ Der spielerische Klaps, der ihren Worten folgte, ließ Christine aufschreien. Wieder lachte Marianne leise. „Hab ich doch gleich gedacht, dass du auch drauf stehst“ Sie griff Christine in den Schritt, der schon so feucht war, als sei sie gerade aus dem Wasser gekommen.

„Na also, du bist doch auch schon ganz nass, komm, geh her und zier’ dich net so!“ Unerträglich langsam fuhren Mariannes Finger nach oben, spielten mit Christines Pobacken und lösten dazwischen eine Hitze aus, die Christine noch nicht erlebt hatte. Sie presste ihr Gesicht ins warme Gras, um nicht laut aufzuschreien. Marianne schien plötzlich mehr als nur zwei Hände zu haben. Immer fordernder wurden die Bewegungen ihrer Finger und immer tiefer erkundeten sie die Geheimnisse von Christines Körper, die keinen Weg fand, sich dagegen zu wehren. „Ich weiß doch, was du willst, und ich mag auch nicht immer bloß den Po hinhalten.“ flüsterte sie. Christine hatte bei diesen Worten das Gefühl, dass jede Berührung ihren Körper erneut in Flammen versetzte. Zärtlich küssten Mariannes Lippen Christines Ohr und wie durch einen Schleier hörte sie, wie deren leise, sinnliche Stimme zärtlich flüsterte: „Hier wachsen genug Haseln, damit werd‘ ich dich erst mal so richtig heiß machen und dann werd‘ ich dir zeigen, dass du auch ohne den Bernd deinen Spaß haben kannst!“

Christine erwachte wie aus einem Traum. Nein, das war nicht, was sie wollte. Jedenfalls nicht jetzt und nicht hier, auch wenn tausend kleine Teufel ihr das Gegenteil ins Ohr zu flüstern schienen. Sie schämte sich, weil sie wusste, dass ihre geheimsten Wünsche erraten worden waren. Gott sei Dank hatte Marianne noch rechtzeitig ihren Bruder erwähnt. Christine hatte plötzlich das Gefühl, Bernd schon zu betrügen, auch wenn zwischen ihnen noch nichts passiert war. Sie wusste ja noch gar nicht, ob Bernd sie ebenso wollte, wie sie ihn. Dass sie ihm sympathisch war, stand außer Frage, aber würde da noch mehr kommen? Egal, mit Marianne sollte es jedenfalls nicht passieren. Christine entzog sich Mariannes Umarmung, sprang auf, zog hastig das Höschen wieder über und strich ihr Kleid glatt.

„Ich gehe jetzt zurück!“ sagte sie tapfer und bemühte sich, dabei so entschlossen wie möglich zu klingen. „Feigling!“ Marianne lachte sie aus. „Wenn du nicht magst, mach‘ ich’s mir eben selber! Des kann ich mindestens genauso gut wie du!“ Sie spitzte ihre Lippen und warf Christine lüstern lächelnd einen Kuss zu, bevor sie vor deren Augen genüsslich ihre Finger ableckte und erneut begann, sich zärtlich zwischen den Beinen zu bearbeiten. Christine wandte sich ab.

Plötzlich tauchte eine Gestalt hinter dem Gebüsch auf.
„Was ist denn hier los?“ „Bernd...“, entfuhr es Christine.

Ohne sie zu beachten, wendete sich dieser seiner erschrockenen Schwester zu. „Du gottverdammtes, verhurtes Miststück! Kannst du dich denn nicht wenigstens einmal beherrschen?“ Er hob zornig den Arm. Der drohenden Ohrfeige konnte Marianne zwar gerade noch ausweichen, allerdings stolperte sie dabei und fiel mit einem erschrockenen Ausruf rückwärts in einen dichten Busch Brennesseln am Rande des Ufers. Ein schriller Schrei ertönte und Tränen schossen ihr in die Augen, als das feurige Kraut schmerzhaft ihr Empfindlichstes berührte und die Hitze in ihr vollends zum Kochen brachte. Marianne schien alles um sich herum zu vergessen, Bernd, Christine und die Brennesseln. Erneut erklangen spitze Schreie und schon wenige Sekunden später kam es Marianne mit einer Wucht, die auch sie selbst wohl nie für möglich gehalten hätte. Unfähig, ihre Blicke abzuwenden, bestaunten Bernd und Christine mit offenen Mündern das unzüchtige Schauspiel des sich wie wild in den Brennnesseln wälzenden, halbnackten Mädchens.

„Dir werd’ ich’s zeigen“, polterte Bernd, nachdem er wieder Fassung gewonnen hatte. Kurz entschlossen brach er einen Haselzweig ab, zog seine noch immer heftig schniefende Schwester am Arm hoch und klemmte sie zwischen seine Beine. „Dir werd’ ich deine Geilheit schon austreiben, darauf kannst du Gift nehmen!“ Christine wollte schlichtend eingreifen, doch schon pfiff der Stecken auf Mariannes drallen Hintern. „Halt dich da raus, sonst kriegst du auch gleich noch Wichse!“ Noch im selben Moment schienen ihm seine Worte leid zu tun und er drehte sich zu Christine um. „Das habe ich wirklich nicht so gemeint, aber das hier ist eine interne Familienangelegenheit. Bitte lass uns alleine!“

Gebannt hatte Christine beobachtet, wie immer mehr Striemen auf dem üppigen Po des zappelnden Mädchens aufblühten. Zu gerne wäre sie selbst an Mariannes Stelle gewesen, doch Bernd überhörte stur ihre zaghaften Einwände, dass seine Schwester nicht die alleinige Schuld träfe. „Du gehst jetzt besser, wir sehen uns dann zu Hause!“ Christine blieb nichts anderes übrig, als seiner Aufforderung zu folgen, auch wenn sie nicht im Geringsten die Absicht hatte, sich wegschicken zu lassen wie ein kleines Kind. Das erregende Schauspiel wollte sie sich aber um keinen Preis entgehen lassen. Sie verließ daher den Feldweg schon nach wenigen Metern und versteckte sich hinter einem großen Baum, von wo aus sie alles ungehindert beobachten konnte. Es lief ihr eiskalt den Rücken herunter, als sie sah, wie kräftig Bernd mit dem Stock den nackten Hintern seiner Schwester durchpeitschte. Lange blaurote Striemen waren das Ergebnis seiner Handwerkskunst, von der er, wie sein Vater, zweifelsohne eine Menge verstand! Wie eine griechische Statue stand er da, männlich, stark und unnachgiebig! Christine verspürte wieder dieses Jucken auf ihrem Po und dieses ungestillte Kribbeln in ihrem Schoß. Alles Stöhnen, Jammern und Schreien half Marianne nichts. Bernd ließ den Haselstock tanzen, bis auch das letzte Blatt abgefallen war.

„So, das war dir hoffentlich eine Lehre!“ Bernd ließ den Stecken sinken, ohne ihn jedoch aus der Hand zu legen. „Und du kannst jetzt auch hinter deinem Baum hervorkommen“, rief er zielgenau in Christines Richtung. Mist, er hat mich gesehen, dachte Christine. Mit hochrotem Kopf kam sie langsamen Schrittes auf Bernd zu. Komme ich jetzt dran, fragte sie sich in stiller Hoffnung, als sie wortlos über die keuchende und tränenüberströmte Marianne beugte, um ihr wieder auf die Beine zu helfen. Unwillkürlich streckte sie dabei Bernd ihren kleinen Po einladend entgegen. Als ihr dieser Umstand siedend heiß zu Bewusstsein kam, bückte sie sich extra noch ein wenig tiefer, doch Bernd machte von dieser Gelegenheit leider keinen Gebrauch.

„Sieh zu, dass du heim kommst“, befahl er statt dessen harsch seiner Schwester, worauf hin sich das heulende Mädchen erstaunlich gehorsam davon machte. „Und bis heut Abend bleibst du auf deinem Zimmer, verstanden? Aber davor kochst du uns was Gescheites zu Mittag, sonst kannst du gleich noch mal was erleben!“ Der strenge Klang seiner Stimme ließ Christine ein wenig erschaudern. Mann, er behandelt sie ja wirklich wie eine kleine, zickige Göre, dachte sie im Stillen, auch wenn diese Autorität sie zutiefst beeindruckte.

Bernds finstere Miene hatte sich schon wieder aufgehellt. „Sorry, dass ich dich da mit reingezogen habe, aber bei Marianne geht es leider nicht anders. Wenn sie nicht alle paar Tage den Hintern voll bekommt, tanzt sie nur noch aus der Reihe.“ Merkwürdig, dachte Christine enttäuscht. Er scheint gar nicht böse zu sein, dass ich zugesehen habe. Dabei hatte er noch so entschlossen geklungen, als er auch ihr, wie sagte er doch, ‚Wichse’ angedroht hatte. Davon schien jetzt keine Rede mehr zu sein. Statt dessen legte er den Arm um Christines Schulter. „Schön ist es hier“, seufzte Christine. Bernd nickte.

Fast eine ganze Stunde lang saßen die Beiden noch am See, bevor sie sich gemeinsam wieder auf den Heimweg machten. Für Bernd schien der Vorfall mit der Züchtigung erledigt zu sein, denn er verlor kein weiteres Wort über Mariannes Missetat. Gerade dies machte Christine etwas nervös. Für ihn scheint es tatsächlich das Normalste von der Welt zu sein, dass es Schläge setzt, wenn man was angestellt hatte, dachte sie im Stillen und wünschte sich, dass diese Form von Normalität auch bei ihr Einzug halten würde.

Auf dem Hof kam ihnen aus der Küche ein leckerer Duft entgegen. Anerkennend inspizierte Bernd die Kochtöpfe, während Christine den Tisch deckte. Seine Schwester hatte sich anscheinend mächtig ins Zeug gelegt. Offenbar zeigte die erzieherische Maßnahme ihre Wirkung. Auch der alte Reuter schien mitbekommen zu haben, was draußen passiert war. Grinsend beobachteten die Männer, wie sich Marianne schließlich sehr zögerlich setzte und sich mit verkniffener Miene bemühte, ganz entgegen ihrer sonstigen Art, nicht auf dem Stuhl herum zu rutschen. Christine dagegen betrachtete das Ganze mit einer Mischung aus Furcht und Erregung. Nun hatte sie selbst gesehen, was ein Stock in Bernds Hand bewirkte und zum ersten Mal waren ihr leise Zweifel gekommen. Ein Blick in Mariannes erhitztes Gesicht belehrte sie jedoch bald eines Besseren. Den Männern konnte das triebhafte, kleine Luder vielleicht noch etwas vormachen, ihr jedoch nicht mehr. Marianne zwinkerte ihr über den Teller heimlich zu und erneut löste diese Anziehungskraft von geballter Weiblichkeit in Christine ein steigendes Gefühl der Unruhe aus, welches sie jedoch standhaft unterdrückte.

Während des Essens besprachen die Männer allerhand Geschäftliches, doch als Bernd noch einmal auf den Vorfall mit der Destillieranlage zu sprechen kommen wollte, warf ihm Christine einen eindringlichen, fast flehentlichen Blick zu. Schweigend aß er weiter. Christine glaubte, ein leichtes Grinsen in seinem Gesicht zu erkennen, doch ganz sicher war sie nicht.

Nach dem Essen trug Marianne ab, bevor sie sich unaufgefordert in ihr Zimmer verzog, schließlich hatte sie ja noch Stubenarrest. Der alte Reuter machte auf dem Sofa in der Stube ein Nickerchen und Bernd musste sich in den nächsten zwei Stunden um den Hofladen kümmern. Christine machte sich nützlich, indem sie im Hinterzimmer des Ladens die Kassenabrechnung der Woche auf den aktuellen Stand brachte. Buchhaltung war zwar nicht ihre stärkste Seite, aber so konnte sie wenigstens in Bernds Nähe sein und brauchte ihn nicht mit den nervigen Kunden alleine zu lassen! Besonders penetrant fand sie diese neunmalklugen Lehrer-Gattinnen, die politisch korrekt mit dem Volvo zum Bauern fuhren und Bernd mit gut gemeinten, aber völlig überflüssigen Ratschlägen für seinen zukünftigen Bio-Betrieb auf den Geist gingen. Außerdem war durch die offene Tür nicht zu übersehen, dass die alten Hexen Bernd wie unreife Backfische anhimmelten! Und der freche Kerl schien das auch noch zu genießen! Christine runzelte die Stirn. Dann hatte sie eine Idee. Immer wenn eine der aufgetakelten Schnepfen zu aufdringlich wurde, rief sie Bernd auf seinem Handy an. Mal stimmte ein Betrag nicht, dann fehlte ein Beleg und ein anderes Mal konnte sie die krakelige Schrift seines Vaters nicht entziffern. Immer wieder musste sich Bernd mit einer knappen Entschuldigung von seiner enttäuschten weiblichen Kundschaft los eisen, um der mit Unschuldsmiene über den Büchern brütenden Christine zu helfen. Christine lachte sich ins Fäustchen. So nicht, mein Lieber!

Quietschend hielt ein neongelbes Auto auf dem Hof, ein junger Bursche sprang heraus und stürmte in den Laden, wo er Bernd ungestüm begrüßte. Die beiden schienen sich zu kennen, denn der Neuankömmling erkundigte sich derart lautstark nach Marianne, dass Christine neugierig wurde. Sie schaute von ihrer Arbeit auf und merkte erstaunt, dass der Typ immer wieder frech zu ihr ins Hinterzimmer starrte. Abschätzig musterte sie den jungen Mann, der sie an einen dieser unsäglichen Volksmusikanten erinnerte, die einem ständig im Fernsehen entgegen tuteten. Auch sein Wagen kam ihr bekannt vor. Richtig, sie hatte den Besitzer dieses Proll-Golfs schon im Biergarten der Kneipe gesehen, wo sie auf der Hinfahrt Rast gemacht hatte. Christines Urteil fiel noch immer vernichtend aus. Bauernlümmel, dachte sie verächtlich. „Servus Toni“, verabschiedete Bernd den aufdringlichen Gesellen und der so Angesprochene machte sich auf heulenden Reifen wieder von dannen. Christine wurde fast ohnmächtig! Das war also der Typ, der mit angesehen hatte, wie sie von dem alten Reuter verdroschen worden war! Darum hatte er so breit gegrinst! Hastig steckte sie ihren roten Kopf wieder in die Bücher und versuchte, diesen Burschen so schnell wieder zu vergessen, wie er in den Laden gekommen war.

Nach dem Kaffee übernahm sein Vater den Laden bis 18 Uhr. Um diese Zeit war am Wochenende ohnehin nicht mehr viel los. Bernd und Christine machten unterdessen eine Fahrt mit dem Trecker. „Wenn du schon mal auf dem Land bist, dann gehört das dazu“, hatte Bernd gesagt, sie um die schmale Taille gefasst und kurzerhand auf den engen Beifahrersitz am Kotflügel des tuckernden Ungetüms gehoben. Christine hatte zwar alle Mühe, sich und ihr Kleid im Fahrtwind festzuhalten, aber schon bald genoss sie die warme Sonne des späten Nachmittages auf der Landstraße. Immer wieder trafen sie auf Fußgänger, die in Richtung des Dorfes unterwegs waren. „Bei uns ist heute Dorffest“ erklärte Bernd, aber Christine war erleichtert, als sie merkte, dass Bernd offenbar keine Anstalten machte, daran teilzunehmen. Ihr Bedarf an rustikaler Atmosphäre war mit dem Hof der Reuters gedeckt. Auf Bierzelt und Blasmusik hatte sie nun wirklich keine Lust. Statt dessen registrierte sie geschmeichelt die fragenden, aber besonders seitens der Männer auch anerkennenden Blicke, mit denen die anderen Dorfbewohner sie musterten. Wer das wohl ist, der da neben dem jungen Reuter sitzt? Von hier ist sie nicht! Die Neugier war unverkennbar. Auch Bernd schien das Staunen in den Augen seiner Nachbarn sichtlich zu gefallen, und Christine war glücklich, als sie merkte, wie stolz er auf sie war.

Als sie später den Trecker wieder im Schuppen abstellten, saßen Bernds Vater und Marianne gerade in der Küche und aßen noch einen kleinen Happen. Der Musikverein des Bauern hatte am Abend beim Dorffest einen Auftritt und nun musste er los. Der alte Reuter schnappte sich seine Tuba und auch Marianne, deren Stubenarrest jetzt zu Ende war, fuhr mit ihrem Vater zum Festplatz. Typen aufreißen, hatte sie Christine noch heimlich zugeflüstert. Mache Dinge schienen sich auf dem Land auch in 1000 Jahren nicht zu ändern, dachte Christine amüsiert, als der alte Daimler vom Hof rollte. Tanz auf der Tenne!

Endlich war sie mit Bernd alleine. Darauf hatte Christine schon den ganzen Tag gewartet. Sie war gespannt, wie sich der Abend entwickeln würde. Eigentlich hatte sie ja Lust, sich für Bernd richtig fein zu machen. Er hatte sie zwar schon den ganzen Tag immer wieder bewundernd angesehen, aber das war doch bestimmt noch steigerungsfähig. Bernd würden die Augen übergehen, da war sie sich sicher. Christine wusste genau, was für Schätze noch in ihrem Gepäck schlummerten. Schließlich hatte sie vorgehabt, sich nach den langweiligen Lehrgangsstunden auch einmal ins Münchner Nachtleben zu stürzen. Die passende Garderobe hatte sie jedenfalls dabei. Vielleicht könnten sie beide ja schick essen gehen. Der Italiener von gestern hatte doch gezeigt, dass auf dem Land nicht nur Haxen und Knödel serviert wurden.

Erwartungsvoll nippte sie an ihrem Kaffee, während Bernd sich nach der Arbeit des Tages schweigend ein Bier einschenkte. „Und? Was machen wir heute abend?“ Bernd ging lächelnd zum Kühlschrank. Insgeheim befürchtete Christine Unmengen von Blut- oder Leberwürsten zu sehen. Statt dessen fiel ihr staunender Blick auf Champagner, exotische Meeresfrüchte und eine reichliche Käseauswahl. „Wo kommt denn das alles her?“, fragte sie. „Habe ich aus der Stadt mitgebracht, nachdem wir beim Obsthandel waren“, klärte Bernd sie auf. „Ich dachte, wir beide bleiben hier auf der Veranda. Da können wir uns wenigstens in Ruhe unterhalten und du bist natürlich mein Gast!“ Christine war ein wenig erstaunt, nicht weil Bernd zuhause bleiben wollte, sondern weil seine Einladung so förmlich klang. Wollte er wirklich nicht mehr von ihr? „Du hast hier schon so viel getan! Da möchte ich wenigstens dafür sorgen, dass du einen unvergesslichen Abend erlebst!“ Christine atmete auf. Er hatte es nur lieb gemeint. Zärtlich sah sie ihn an. „Dann werde ich mich auch besonders hübsch für dich machen!“ Bernds Augen schienen aufzuleuchten und er begann, sich um das Essen zu kümmern. Christine deckte noch schnell den Tisch auf der Veranda, bevor sie auf ihr Zimmer eilte, um sich frisch zu machen und umzuziehen. Dafür würde sie bestimmt eine gewisse Zeit brauchen.


Teil 5

Das Essen drohte schon anzubrennen, als Christine endlich auf Bernds dritten Ruf aus ihrem Zimmer kam. Natürlich war sie schon eher fertig gewesen, aber der junge Mann sollte ruhig noch ein wenig warten. Bernd stand schon am Fuß der Treppe. Obwohl das Essen auf dem Herd stand, hatte er noch die Zeit gefunden, sich umzuziehen. Wieder trug er seinen schwarzen Anzug und wieder sah er unverschämt gut darin aus. Ungeduldig starrte er zu Christine hinauf, die sich eben anschickte, graziös die ausgetretene Treppe hinabzusteigen. Christine lächelte, als sie sah, wie sich Bernds Gesichtsausdruck wandelte und ihm fast der Atem stockte, als er sie in ihrem kurzen Abendkleid erblickte. Wortlos reichte Bernd ihr die Hand, um sie die letzten Stufen hinab zu geleiten. Immer wieder ruhten seine Augen bewundernd auf ihrem Körper. Christine hatte nichts dem Zufall überlassen. Das kleine Schwarze mit den Spaghettiträgern passte zu solchen Gelegenheiten immer und Christine konnte es sich bei ihrer zwar kleinen, aber festen Brust auch ohne weiteres leisten, auf einen BH zu verzichten. Dafür waren ihre makellosen Beine wieder in zarten, schwarzen Strümpfen verpackt, deren oberen Rand sie manchmal durch den kurzen Schlitz an der Seite ihres Kleides hervor blitzen ließ. Der prüfende Blick war ihr nicht entgangen. Sie wusste, was Bernd sich fragte, als er ihren festen Po betrachtete, über dem sich das seidig glänzende Gewebe frech spannte. Was mag sie wohl darunter anhaben? Christine war sicher, dass von ihrem hauchdünnen String trotz des glatt anliegenden Kleides nichts zu erkennen war. Sie konnte seine Blicke auf ihrem Körper förmlich spüren und fühlte erregt, wie sich dabei das süße Nichts von einem Höschen noch tiefer in ihren Schritt zog. Zu gerne hätte sie ihm das schon jetzt gezeigt, aber dann hätte sie es wahrscheinlich nicht einmal mehr bis zum Tisch geschafft.

Bernd führte sie galant auf die Veranda, wo schon die Kerzen brannten. Bevor sie sich setzte, drehte sie sich kurz und kokett, damit er noch einmal ihren Anblick genießen konnte. Der Schwung wirbelte den leichten Rock frech in die Höhe und für einen kurzen Moment gab es wesentlich mehr zu sehen, als nur den Rand der Strümpfe. Bernds Blick glitt ihre langen Beine hinab bis zu den High-Heels, als er einen anerkennenden Pfiff ausstieß, der Christine an die erste Begegnung auf der Landstraße denken ließ. Wieder musste Christine lächeln. Offenbar hatte er jetzt erst die Naht an ihren Strümpfen entdeckt.

Bernd hatte ein wunderbares Essen zubereitet! Christines Bewunderung für diesen Mann stieg noch mehr. Dies und die frische Landluft ließen sie mit Appetit Portionen verdrücken, die sie sonst nie für möglich gehalten hätte. Der ausgezeichnete Rotwein tat ein Übriges. Erst jetzt fiel ihr auf, dass nur sie so kräftig zugelangt hatte. Bernd dagegen hatte kaum etwas gegessen. Auch sein Weinglas war die ganze Zeit leer geblieben. „Warum trinkst du eigentlich nichts?“, wollte Christine wissen, doch Bernd gab nur eine ausweichende Antwort. Auch beim Nachtisch war er merkwürdig still. „Stimmt was nicht?“

Bernd schüttelte zwar schweigend den Kopf, aber Christine erschrak, als sie ihm in die Augen sah. Seine Blicke schienen sie zu durchbohren. Plötzlich wurde ihr klar, dass er sich seinen Reim auf dem Vorfall mit der Destillieranlage gemacht hatte und sie ihm nun eine Erklärung schuldete. Sie schluckte den letzten Bissen herunter und holte tief Luft.

„Du, Bernd?“ Er hob die Augenbrauen und blickte sie fragend an. So ernst hatte Christine Bernd noch nicht gesehen. Unter seinem stechenden Blick schwand ihr Mut. Sie hatte das Gefühl, in diesen braun-grauen Augen zu versinken. „Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber... “ Mit einer höflichen Handbewegung forderte er sie auf, weiter zu sprechen. „Also das ist so... ich hab‘ da neulich eine furchtbare Dummheit gemacht.“ Noch immer drang kein Laut über seine Lippen. „Und das tut mir auch total leid, weil ich es doch nicht böse gemeint habe.“

Mein Gott, warum sagt er nichts und lässt mich hier so zappeln, stöhnte Christine innerlich. Er sieht doch, wie ich mich quäle! Sie kam sich vor, wie ein kleines Mädchen, welches beichten musste, dass es beim Spielen eine Delle in Papas neues Auto gestoßen hatte. Zentnerschwer lag der Stein in ihrer Magengegend und der Kloß in ihrem Hals hinderte sie am Sprechen.

„Was gibt’s denn, liebe Christine“, fragte Bernd mit merkwürdig säuselnder Stimme. Hastig nahm Christine einen großen Schluck Wein. „Bist du mir auch wirklich nicht böse, Bernd?“ „Ich weiß doch noch gar nicht, worum es geht, Schatz.“ Und ob er das weiß, dachte die junge Frau, aber er hat wenigstens zum ersten Mal „Schatz“ gesagt. Hoffnung keimte in ihr auf, dass Bernd nicht wirklich sauer sein würde. Trotzdem musste sie unwillkürlich an das Küchenbuffet denken und den Rohrstock, welcher dort schon auf sie zu warten schien. Angestrengt versuchte sie, in Bernds Gesicht irgendeine Reaktion abzulesen, doch er saß noch immer da wie versteinert.

„Es ist ja eigentlich auch gar nichts passiert“, fuhr sie fort, „das hast du ja selbst gesagt, Bernd.“ Ihr war, als ob der Hauch eines nachsichtigen Lächelns über sein Gesicht huschte. Sanft streichelte er über Christines verkrampfte Hände. Endlich gab sie sich einen Stoß.

„Also, das war ich!“ „Was warst du“, fragte Bernd mit gespielter Unwissenheit. „Das mit der Anzeige, mein’ ich!“ Uff, endlich war es raus! Sie spürte, wie die unerträgliche Last von ihr abfiel. Sie beichtete, wie alles zustande kam und entschuldigte sich mehrfach für ihre Dummheit. Sie hatte doch längst eingesehen, dass die Schläge, die sie von seinem Vater bekommen hatte, verdient gewesen waren und ihre Rache kleinkariert und dumm. Doch Bernd war wieder so merkwürdig still geworden.

Die Minuten seines Schweigens kamen ihr vor wie eine Ewigkeit. Auch Christine wusste nicht mehr, was sie noch sagen sollte. Hatte er ihr verziehen? Sein Gesicht machte jedenfalls einen friedlichen und wissenden Eindruck, bevor er aufstand und die Kerzen löschte. Ohne ein Wort zu sagen, nahm er Christine bei der Hand und ging mit ihr von der Veranda in die Küche. Christines Unsicherheit wuchs. Wo wollte er denn mit ihr hin, überlegte sie, als er sie in Richtung der Tür zum Treppenhaus führte. Er ist am Küchenschrank vorbei gegangen, durchfuhr es sie. Also keine Strafe? Sie wusste nicht, ob sie weinen oder lachen sollte. Gerade als Bernd die Türe öffnete, ließ er ihre Hand los. „Ach, hole doch bitte den Rohrstock vom Schrank!“ Wie vom Blitz getroffen schaute sie in sein nun überlegen lächelndes Gesicht, als er ihr Zögern bemerkte. „Na, mach' schon! Bringen wir’s hinter uns!“

Christine begriff. Bernd hatte tatsächlich nicht die Absicht, nachsichtiger zu sein, als sein Vater. Der liebevolle, bewundernde Ausdruck in seinen Augen war schon längst kalter Strenge gewichen. Jetzt gab es keinen Weg mehr zurück! Und sie selber hatte es so gewollt! Unsicher schritt die junge Frau zurück zum Küchenschrank und nahm beinahe ehrfürchtig den langen Stock herunter. Als sie ihn zaghaft Bernd überreichen wollte, lehnte dieser kühl und mit der Bemerkung ab, dass sie ihn selbst in ihr Zimmer tragen möge. Ihre Gedanken fuhren Karussell, als sie die Türe öffnete und langsam, mit weichen Knien die Treppe zu ihrem Zimmer hinauf stieg. Das Geräusch ihrer Absätze dröhnte in ihrem Kopf wie Hammerschläge. Er folgte Christine wortlos bis in ihr Zimmer und schloss die Tür.


Bernd nahm schweigend in dem großen Sessel Platz, der am offenen Fenster stand, während Christine zitternd im Halbdunkel des vom Mond beleuchteten Zimmers wartete, was nun passieren würde. „Den Stock darfst du aufs Bett legen" meinte Bernd „und dann stell dich bitte dorthin.“ Seine Hand zeigte in die Mitte des Zimmers." Gehorsam tat Christine das Verlangte und stand nun im vollen Mondlicht, während sie Bernd dagegen kaum erkennen konnte.

"Du bist sehr ungezogen gewesen", sagte Bernd mit strenger Stimme. Christine brachte nur ein leise gehauchtes "Ja" hervor. „Ich habe dich nicht verstanden.“ Bernd war nicht zufrieden. „Ja, ich bin ungezogen gewesen!“ Christine musste ihre ganze Kraft zusammen nehmen. „Und? Was hast du getan?“, wollte Bernd wissen.
„Ich habe euch bei den Kollegen angezeigt!“
„Sonst nichts?“

Christine überlegte fieberhaft. Was konnte er noch meinen?
„Als du mit Marianne am Weiher warst, hast du dich da so benommen, wie es sich für ein anständiges Mädchen gehört?“ Ihr lief es eiskalt den Rücken hinunter. Er hatte sie beobachtet und alles gesehen! Sie und seine Schwester. Ihre Erregung und ihre Gier, die sie nur mühsam im Zaum halten konnte. Zum Glück hatte sie noch rechtzeitig die Notbremse gezogen.
„Nein, das habe ich nicht“, gab sie kleinlaut zu, aber die Stimme aus dem Dunkel bohrte weiter.
„Und als ich Marianne bestrafte, erinnerst du dich daran, um was ich dich gebeten habe?“
„Ich sollte nach Hause gehen“, murmelte Christine betreten.
„Hast du das gemacht?“ Bernd ließ nicht locker.
„Nein“, gestand Christine.

Bernd stand wieder auf. „Findest du das richtig?“ Mit langsamen Schritten ging er einmal um Christine herum und musterte sie mit prüfenden Blicken. Mit dem Zeigefinger hob er ihr Kinn an, so dass sie ihm direkt in die Augen sehen musste. Christine konnte diesem festen Blick nicht lange standhalten und schlug die Augen nieder. „Nein“, flüsterte sie.

„Dann komm‘ her! Wenn du dich benimmst wie meine kleine Schwester, muss ich dich eben auch genau so behandeln! Das ist dir hoffentlich klar, oder?“ Christine schwieg. „Ich hab’ dich was gefragt“, hakte Bernd unerbittlich nach. Zögerlich nickte die Sünderin. „Ich höre nix“, ließ er nicht locker. „Ja, Bernd“, bekannte Christine leise.

Mit weichen Knien beobachtete Christine, wie er das Jackett auszog und sich an den Rand des Bettes setzte. Sein linkes Bein hielt er parallel zur Bettkante; das rechte zeigte zum Boden hin. Mit der Hand klopfte er auf sein linkes Bein und blickte Christine auffordernd ins Gesicht. „So, hier ist der richtige Platz für böse Mädchen wie dich!“ Christine begriff, was das zu bedeuten hatte. Zögernd kam sie auf ihn zu und legte sich vorsichtig über seinen muskulösen Oberschenkel.

Das dünne Kleid rutschte ihr auf den Rücken, als sie sich über seinem Knie zu Boden beugte und unter sich konnte sie die Wärme seines Körpers spüren. Christine bebte vor Erregung. Von dieser Position hatte sie schon so lange geträumt! Sie stellte sich vor, welchen Anblick sie Bernd jetzt bieten musste: der schmale String auf ihren Hüften, der eine fast freie Sicht auf ihren Po bot, die halterlosen Nahtstrümpfe und die hochhackigen Sandaletten, die sie nur mühsam auf dem Boden halten konnte. Sie hoffte inständig, dass Bernd dem nicht lange widerstehen konnte. Eine Weile verharrte er in völliger Reglosigkeit und schien einfach nur zu genießen, was sich seinen Augen bot. Dann strich er ihr vorsichtig das Kleid zurecht, als ob er ihren Po schützen wollte. Wie gemein, dachte Christine, die sich so nach seiner Hand auf ihrer nackten Haut sehnte und sie versuchte die Luft anzuhalten. Jetzt konnte es nicht mehr lange dauern!

Im fahlen Mondlicht konnte sie nicht  erkennen, wie sehr Bernd sich auf diesen Moment freute. Genüsslich kneteten seine Hände die unter dem Stoff leicht vibrierenden Hinterbacken der jungen Frau. Bald würde er sie entblößen, das stand fest. Doch alles zu seiner Zeit.

„Dann woll’n mer mal!“ Schon patschte seine Hand auf ihren kleinen Po. Oh wie das brannte! Christine holte tief Luft, als der erste Schmerz nachließ. Marianne hatte nicht zuviel versprochen. Er schlug viel härter zu, als sein Vater! Der zweite Schlag folgte, dann der dritte. Christine blieb allmählich der Atem weg, aber Bernd kam langsam in Fahrt. Hatte Christine sich anfangs noch beherrschen können, war es nun mit ihrer Zurückhaltung vorbei. Auch wenn jeder Schlag die Hitze in ihr anwachsen ließ, konnte sie die Schmerzen dabei nicht mehr unterdrücken. Ihr anfangs noch leises Stöhnen ging allmählich in kurze, spitze Schreie über, die immer lauter wurden. Bernd beeindruckte das jedoch ganz und gar nicht. Ohne Unterlass versohlte er Christine die gesamte Kehrseite und verschonte auch Po-Ansatz und Oberschenkel nicht, bis er nach einigen Minuten schwer atmend inne hielt und ihr Kleid über die Hüften schob. Die kühle Nachtluft, die durch das Fenster ins Zimmer drang, empfand Christine wie eine Erlösung auf ihrer schmerzenden Haut. Befreit atmete sie durch. Die Spannung fiel zentnerschwer von ihr ab und von ihrem Hinterteil aus breitete sich wie eine Erlösung wohlige Wärme in ihrem Körper aus, die ihre Lust nur noch verstärkte. Sanft liebkosten seine warmen Hände die heißen, hellroten Halbmonde. Christines Erregung stieg ebenso an, wie ihre Gier. Jetzt wollte sie mehr. Sie wollte Bernd! Keuchend drückte sie ihm so gut es ging ihren Po wie eine Einladung entgegen.

Nur mit Mühe konnte Bernd der Versuchung widerstehen, die sich ihm hier bot. Jetzt nur nicht weich werden, dachte er sich im Stillen. Zuerst bekommt sie, was sie verdient hat und wonach sie sich ganz offensichtlich sehnt, sagte er sich im Stillen. Wir haben ja Zeit. Viel Zeit! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Energisch ignorierte er Christines kreisende Hüftbewegungen und zog ihr statt dessen den Stringtanga stramm, bis dieser vollends in die Po-Spalte verschwand.

„Ne, Ne! Mit dir bin ich noch lange nicht fertig, mein Schatz!“ Christine erkannte, dass sie sich zu früh gefreut hatte. Wieder spürte sie seine segnende Hand, aber dieses Mal auf ihren nun ungeschützten Backen. Christine hätte nicht geglaubt, dass der Schmerz noch steigerungsfähig war, aber Bernd belehrte sie eines Besseren. „Auuu!“ Sie konnte sich kaum mehr ruhig halten! Verzweifelt versuchte sie nun, ihren Po den Schlägen zu entziehen. Sie wand und drehte sie sich auf seinem Knie und strampelte wie wild mit den Beinen. Das konnte Bernd nicht zulassen.

Kurz entschlossen klemmte er sie mit seinem rechten Bein fest! Mit den Worten „Halt’ still, sonst gibt’s noch kräftiger!“ zog er ihr nun auch noch grob den winzigen Slip herunter! Christine erstarrte. Bis jetzt hatte sie sich wenigstens noch einigermaßen in der Gewalt gehabt, aber die Art und Weise, wie Bernd sie entkleidete, brachte ihr seine Überlegenheit auf eine Weise zu Bewusstsein, die sie noch viel erregender empfand, als die Schläge selbst. Die Nacktheit gab ihr plötzlich das Gefühl völliger Hilflosigkeit! „Du wirst mich kennen lernen!“ Immer kräftiger tanzte seine Hand auf ihren zuckenden Hinterbacken. „Künftig wirst du tun, was man dir sagt!“ Bernd schien unerbittlich, aber seine Erektion, die sich hart gegen ihren Bauch drückte, verstärkte noch ihre Lust.

Nach über 20 Minuten hielt er inne und befahl ihr aufzustehen. Christine konnte sich kaum noch bewegen. Ihr Atem ging stoßweise. Sie zitterte bereits am ganzen Leibe, als Bernd ihr bedeutete, sich nun direkt über die Bettkante zu legen. Vorsichtig ging sie in die Knie. Insgeheim fürchtete sie, die glühende Haut, die sich über ihrem Po spannte, könnte dabei platzen.

Mit wackligen Beinen tat sie dennoch, was er von ihr verlangte. Ihre Befürchtungen waren berechtigt. Oh Mann, tat das weh! Zischend zog sie die Luft ein Aber die kurze Pause tat ihre Wirkung. Erleichtert spürte sie erneut einen frischen Luftzug und die Gänsehaut, die sich auf ihrem Rücken bildete, ließ ihr Becken schon wieder zucken. Die ersten Tropfen klebriger Flüssigkeit hatten bereits die Innenseite ihrer Schenkel erreicht. Christine schloss die Augen, aber ein Geräusch hinter ihr ließ sie herum fahren. Mit aufgerissenen Augen sah sie, wie Bernd seinen Gürtel aus der Hose zog, eine große Schlaufe damit formte und hinter ihr Aufstellung nahm. Für einen winzigen Moment, glaubte sie, ihren Augen nicht zu trauen. Klatsch! „Dir werd’ ich die Flausen austreiben!“ Klatsch! „Weil“- Klatsch! – „du“ - Klatsch! – „dich“ – Klatsch! – „nicht“ – Klatsch! - „beherrschen“ – Klatsch! – „konntest!“ Das war zuviel!

Christine bäumte sich auf wie ein junges Pferd und versuchte unbewusst, ihren Po mit den Händen vor weiteren Schlägen zu schützen. Schon jetzt hatte sie das Gefühl, nicht mehr ertragen zu können. „Das will ich aber nicht noch mal sehen!“ Ein fester Hieb traf ihre Handflächen. Au, das brannte! Christine musste an die Tatzen denken, welche sie als kleines Kind manchmal bezog, wenn sie mit ungewaschenen Händen bei Tisch erschienen war. Blitzartig zog sie die Hände wieder nach vorne und wieder schossen ihr Tränen in die Augen! Aber sie hatte es so gewollt, sagte sie immer wieder zu sich. Und sie hatte es verdient! Bernd tat nur seine Pflicht. Diese Erkenntnis beruhigte Christine ein wenig. Ihre vergeblichen Versuche, die Beine zusammen zu nehmen, um so die Wirkung des Gürtels zu mildern, hatte sie aufgegeben. Statt dessen versuchte sie, sich zu entspannen, so gut es ging. Allmählich gewöhnte sie sich an den Rhythmus der Schläge. Wenn die erste Woge des Schmerzes verebbt war und der unerträglichen Hitze wich, konnte sie es kaum noch erwarten, dass der Gürtel sie erneut traf. Bernd schien das zu bemerken, denn er ließ sich immer mehr Zeit, ihr den nächsten Hieb zu verpassen. Erwartungsvoll blickte sie sich zu ihm um und stellte dabei erregt fest, dass sie ihre Kehrseite in dem großen Ankleidespiegel an der gegenüber liegenden Wand sehen konnte. Boah, sieht das scharf aus, dachte sie sich und konnte ihren Blick nicht von ihrer glühenden Spalte wenden. Zu gerne hätte sie sich jetzt dort gestreichelt, aber schweren Herzens hielt sie ihre Finger im Zaum, während Bernd seinen erzieherischen Auftrag fortsetzte, bis ihr gesamter Po in gleichmäßiges Dunkelrot getaucht war.

Ein letzter Schlag traf Christine mitten in den Schritt. Zärtlich grub sich das Leder des Gürtels in ihr Allerheiligstes. Christine sah Sterne! Ihr Kopf schien zu explodieren. Ein gellender Schrei, in dem Lust und Schmerz verschmolzen, entrang sich ihrer Kehle und sie sank vornüber auf das Bett. Unendlich sanft glitten Bernds Hände über ihren zitternden Po, den Rücken hinauf bis zum Hals. Den Haaransatz entlang bis zu den Schläfen, welche er ihr beruhigend massierte. Seine sanften Küsse verwöhnten ihre arg strapazierte Erziehungsfläche, doch Christine schien von alledem nichts zu spüren. Schnurrend wie eine Katze lag sie vor ihm, das Gesicht in dem weichen Bett vergraben.

Sie wusste nicht, wie lange sie dort gelegen hatte. Die Zeit schien keine Rolle mehr zu spielen. „Steh‘ bitte auf!“ Christine erhob sich vorsichtig und noch immer zitternd. Hoffentlich gaben ihre Beine nicht nach! Langsam richtete sie sich auf. Das Kleid, das Bernd ihr auf die Hüften hoch geschoben hatte, rutschte wieder auf ihre Oberschenkel hinab. Selbst diese zarte Berührung ließ sie leise aufstöhnen. Normalerweise stand Christine sicher auf ihren hohen Absätzen. Jetzt aber hatte sie größte Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten. „Bring' bitte deine Sachen in Ordnung!“ Jetzt ist es soweit, dachte Christine, als Bernd den langen Rohrstock in die Hand nahm und drohend durch die Luft pfeifen ließ. „Ja, brauchst du eine schriftliche Einladung?“ Sie blickte an sich hinab, zog die Strümpfe glatt und ordnete ihr Kleid. „Das Höschen brauchst du nicht. Komm‘ mit!“

Wohin jetzt? Christine konnte kaum einen klaren Gedanken fassen, aber Bernd reichte ihr die Hand und führte sie aus dem Zimmer. „Da ist natürlich noch die Sache mit der Destillieranlage, die wir aus der Welt schaffen müssen.“ Christine nickte stumm. Das war zu erwarten, aber wo brachte er sie nun hin? Anfangs hatte sie größte Mühe, mit Bernd auf der Treppe Schritt zu halten, aber mit jeder Stufe ging es etwas leichter. Langsam ließ das Brennen auf ihrer Haut nach, wenn auch dabei die Hitze in ihr aufs Neue anstieg. Immer wieder wanderten ihre Augen angstvoll zu dem Rohrstock, den er lässig in der Hand hielt, und der im Dämmerlicht geheimnisvoll zu leuchten schien.

Bernd öffnete die Haustüre. Jetzt kannte Christine ihr Ziel. Vor ihnen lag im hellen, kaltem Licht des Mondes die alte Scheune. Sie zögerte einen Moment, aber Bernd hielt sie fest am Handgelenk gepackt und zog sie gnadenlos mit sich. Ängstlich stolperte sie über das holprige Pflaster hinter ihm her. Das Geklapper ihrer hohen Absätze hallte über den ganzen Hof. Zum Glück waren die anderen alle auf dem Fest, nicht auszudenken, wenn jemand sie hier sehen würde: Schließlich trug sie außer ihrem dünnen, kurzen Kleidchen nur Strümpfe und High-Heels. Bernd dagegen hielt noch immer den Rohrstock in der Hand. Die nächtliche Kühle strich zwar wohltuend über ihren, unter dem Kleid blanken Po, blieb aber auch an anderer Stelle nicht ohne Folgen. Christine fröstelte und spürte erregt wieder das wohlbekannte, harte Ziehen in ihrer Brust. Sie hoffte inständig, dass der alte Reuter und seine Tochter noch recht lange ausbleiben würden.

Bernd schob den Riegel zurück und knarrend schwang der Torflügel auf. Sie hatte die ganze letzte Woche von diesem Augenblick geträumt, nein, sogar schon viel länger. Endlich würde sie die Erfüllung finden, nach der sie sich in den einsamen Nächten so verzweifelt gesehnt hatte. Nun musste sie auch diesen Weg gehen. Sie nahm alle Kraft zusammen und trat ein. Ihr war, als erlebte sie alles noch einmal. Aus der Finsternis schlug ihr der gleiche Geruch entgegen, der sie die letzten Nächte in ihren Träumen verfolgt hatte. Christine schloss die Augen, atmete tief ein und für einen Moment vergaß sie alles um sich herum. Ein warmes, flackerndes Licht erhellte plötzlich den riesigen Raum. Bernd hatte eine Sturmlaterne angezündet. Christine sah sich um. Noch immer glänzte das Brenngerät in seiner Ecke und fast wehmütig erkannte sie die Balken, an denen sie der alte Reuter fest gebunden hatte. In den süßen Duft der Erinnerung mischte sich nun der Geruch von verbranntem Petroleum aus der Lampe. Christine wandte sich um. „Hoch mit dir!“ Bernd nickte ihr zu. Neben ihr stand eine Leiter. „Auf den Heuboden, mach' schon!“ Ein spielerischer Klaps brachte sie auf Trab.

Christine schaute argwöhnisch zum Heuboden hinauf. Eigentlich war sie schwindelfrei und die Wirkung des Rotweines schien unter Bernds konsequenter Behandlung auch schon verflogen zu sein. Die alte Leiter sah jedoch nicht besonders vertrauenerweckend aus. Zögernd bestieg Christine die morschen Sprossen. Ein Schmerzenslaut war unüberhörbar. Jetzt erst merkte sie, wie gründlich Bernd sie im Haus bearbeitet hatte. Die kühle Nachtluft auf dem Hof hatte ihrer erhitzten Haut zwar fürs Erste Linderung verschafft, Bernds Erziehungsarbeit schien ihre ganze Wirkung jedoch erst mit der Zeit zu entfalten. Jeder Schritt zog sich nun von den Zehenspitzen bis in ihren Kopf.

Genießerisch verfolgte Bernd, wie Christine vor seinen Augen mühsam die Leiter empor kletterte. Diese Gelegenheit konnte er sich nicht entgehen lassen. Kurz entschlossen drückte er einen Kuss auf die geröteten Backen, die direkt vor seinen Augen verführerisch unter dem kurzen Kleid hervor schauten. Christine zuckte zusammen. Fast hätte sie die Holme losgelassen! Sie hatte das Gefühl, von den Hüften abwärts in Flammen zu stehen und sie musste sich leise stöhnend überwinden, die steile Leiter weiter empor zu steigen. Wieder einmal erwiesen sich die Schuhe als ausgesprochen hinderlich, aber Bernd hatte ihr nicht erlaubt, sie auszuziehen. Unsicher blickte sie nach unten. Bernd stand am Fuß der Leiter und sah grinsend zu ihr hoch. Christine musste trotz ihrer Schmerzen lächeln. Wie der Vater, so der Sohn. Für einen Moment vergaß sie, warum sie hier waren. Sie wackelte frech mit ihrem kleinen Hinterteil. Und dieses Mal trug sie gar kein Höschen!

Die alten Balken ächzten, als Christine vorsichtig den dunklen Heuboden betrat. Neugierig sah sie sich um. Überall Spinnweben und Strohballen. Das war also der Platz, von dem aus Marianne und Toni sie und Bernds Vater beobachtet hatten. Viel Zeit zum Verweilen blieb ihr allerdings nicht, denn schon folgte Bernd durch die Luke. Nachdem er die Lampe abgestellt hatte, zeigte er in eine strohbedeckte Ecke.

„Vierfüßlerstand, wenn ich bitten darf!“ Christine wandte sich fragend zu Bernd um. Der nickte ihr aufmunternd zu. „Auf Ellenbogen und Knie! Na los, das Kleid kannst du anbehalten!“ Vorsichtig kniete sich Christine in das knisternde Stroh, um die gewünschte Strafhaltung einzunehmen. Wieder löste das Anspannen der Muskeln Feuer in ihrem Allerwertesten aus. Die Halme pieksten sie in Beine und Hände, aber das merkte sie nicht mehr, als sie Bernds Stimme hörte. „Du bekommst zwölf mit dem Stock und wenn du das nicht ordentlich schluckst, entsprechend mehr!“ Christine atmete tief durch und schloss die Augen.

Wieder schob Bernd ihr das kurze Kleid auf den Rücken. „Streck‘ deinen Po weiter raus!“ Christine gehorchte. „Noch weiter!“ Wittttt! Auuuuuu! Christine schrie auf. Das zog ja irre! Ihr ganzer Körper faltete sich zusammen wie eine Ziehharmonika. Die Tränen bemerkte sie dabei gar nicht mehr. Nur langsam lichtete sich der feurige Nebel vor ihren Augen. Bernd ließ ihr Zeit, den Schmerz zu verarbeiten und wartete großzügig, bis sie ihren Po wieder gehorsam heraus drückte. Wittttt! Schon wieder verkrampfte sie unter dem brennenden Schmerz, welcher kurz darauf wie ein Echo ein zweites Mal ihren Körper durchfuhr. Wieder Stöhnen, wieder Keuchen! Am liebsten hätte sie in das Heu unter ihr gebissen. Christine nahm all ihre Kraft zusammen, erhob den Kopf und sah sich um. Sie erkannte gerade noch, wie Bernd zum dritten Mal weit ausholte und sich das spanische Rohr um ihren Po legte, welcher danach sofort zuckte wie bei einem heißen Liebesakt. Der Anblick verstärkte die lodernde Glut. Sie biss sich auf die Lippen, nahm die Herausforderung an und ließ ihre Hüften einladend kreisen. Sekunden später bereute sie schon ihre Dreistigkeit. Drei weitere, heftige Hiebe machten ihr deutlich, dass mit Bernd nicht zu spaßen war. Es fehlte nicht mehr viel, und sie wäre auf den Bauch gefallen, so brannte ihr Hintern inzwischen schon wieder.

Nach dem sechsten Hieb wechselte Bernd die Seite und nahm den Rohrstock in die linke Hand. „Glaub’ ja nicht, dass es mit links weniger weh täte“, belehrte er sie. Kurz darauf wusste sie, wie sehr er recht hatte! Bis jetzt hatte sie nur gestöhnt, aber nun schossen ihr die Tränen in Sturzbächen aus den Augen, als Bernd die siebente Linie exakt parallel zu den anderen zog. Diesmal ließ er ihr weniger Erholungspause und servierte ihr Nummer acht auf den noch immer wild zuckenden Hintern. Christine heulte laut auf, doch schon setzte es den nächsten Hieb. Der Schmerz staute sich in ihr auf zu einer unüberwindbaren Wand. Christine gab auf. Sie schmeckte das Salz ihrer Tränen, die ihr über das Gesicht in den Mund liefen, als ihre Schreie allmählich in lustvolles Stöhnen übergingen. Jeden Schlag registrierte sie als Liebesbeweis. Die Kontrolle über ihren zuckenden Unterleib hatte sie längst verloren. Die Erregung, die sie empfunden hatte, solange sie nur von diesem Erlebnis träumte, blieb nicht ohne Auswirkung. Sie begriff, warum Marianne in den Brennesseln einen derart gewaltigen Höhepunkt erlebt hatte. Soweit war sie zwar noch nicht, noch verweigerte ihr Bernd die heiß ersehnte Erleichterung, die doch zum Greifen nahe gewesen wäre. Die Lust lief in pulsierenden Wellen durch ihren Körper, deren Rhythmus von Bernds Schlägen bestimmt wurde. Sie ließ sich fallen und ergab sich seiner Strenge und seiner Liebe. Die restlichen Hiebe konnte sie nicht mehr voreinander unterscheiden, so sehr waren Körper und Geist zu einem brennenden Etwas verschmolzen, welches hoch über ihr schwebte.

Trotz seiner unbändigen Lust gönnte er Christine sehr viel Zeit, zu sich zu kommen. Vorsichtig strichen seine warmen Hände über ihren heißen Po, liebkosten die feurigen Linien und kneteten sanft diese kleinen, festen Rotbäckchen.

Es dauerte eine ganze Weile, bis sie wieder auf der Erde landete. „Das war Wahnsinn!“, keuchte sie, noch immer außer Atem, und es wurde ihr bewusst, dass sie in ihrem Schoß eine nie gekannte Feuchtigkeit verspürte. Bernd beugte sich zu ihr hinab, küsste sie zärtlich auf die Wange und hob sie auf. Christine fühlte sich plötzlich warm und geborgen. Sie schlang ihre Arme um Bernds Hals und schmiegte sich an ihn, als er die Scheune auf der Hintertreppe verließ und sie wieder ins Wohnhaus trug. Zurück in ihrem Zimmer ließ er Christine sanft aufs Bett gleiten und drehte sie vorsichtig auf den Bauch. Christine ließ ihn dankbar gewähren. Wie in Watte gepackt schwebte sie eine Weile zwischen Tag und Traum, bis ein Kuss sie zärtlich in die Wirklichkeit zurück holten.

„Wo warst du?“ Liebevoll strich sie ihm über das Haar. „Die Lampe löschen und das hier holen!“ Christine riss die Augen auf. „Den Stock?“, fragte sie flüsternd. Bernd lachte leise. Hätte er sich nicht schon vom ersten Moment an in sie verliebt, spätestens beim Anblick dieser feuchten, braunen Augen wäre es um ihn geschehen gewesen. „Nein“ sagte er und stellte eine Flasche Champagner und zwei Gläser auf den Nachttisch. „Den Stock brauchen wir heute nicht mehr. Du bekommst eine Belohnung, weil du so tapfer warst.“ Christine war glücklich. „Heute“ hatte er gesagt. Eine schönere Liebeserklärung hätte er ihr nicht machen können. Bernd zog eine kleine Dose aus der Tasche. Schwer atmend spürte Christine seine warmen Hände, die liebevoll ihre malträtierte Kehrseite eincremten.

Wieder stöhnte sie auf. Die Salbe linderte zwar die Schmerzen, löschte aber nicht das Feuer, das Christine zu verzehren schien. Sanfte Küsse entschädigten ihren Po für das Erlittene, aber sie wollte mehr. Ihr Atem wurde heftiger und sie begann erneut zu zittern. Sie hatte schon so lange gewartet! Christine richtete sich auf, zog Bernds Kopf zu sich hinab und küsste ihn mir einer verzweifelten Leidenschaft. Hastig nestelte sie an seiner Hose herum. „Ich brauch' dich, Bernd! Du weißt doch, ich gehöre dir. Nur dir ganz allein.“

Bernd lächelte. Eilig entledigte er sich seiner Kleider. Christine wartete bereits sehnsüchtig im Vierfüßlerstand, den Bernd offenbar so sehr schätzte. Auf dem Rücken hätte sie auch kaum liegen können, aber selbst das wäre ihr jetzt egal gewesen. Unter ihrem Oberkörper und zwischen ihren gespreizten Beinen hindurch sah sie noch einmal in den Spiegel. Der Glanz der Creme ließ ihren Po verführerisch strahlen. Bernd hatte ganze Arbeit geleistet! Zwölf dicke, blaurote Striemen zogen sich exakt parallel über ihren gesamten Po. Doch nirgendwo war ihre Haut auch nur im Geringsten verletzt. Fasziniert betrachtete Christine ihre Kehrseite, auf dem Bernd sein Meisterstück mit Bravour abgeliefert hatte. Einladend schimmerte dazwischen ihre nasse Liebesgrotte im Kerzenlicht. Das Feuer darin schien sie bereits zu verzehren.

Ein weiteres Mal fühlte sie, wie Bernds Zunge ihre Striemen entlang fuhr. Ebenso zärtlich und sorgfältig, wie er sie auf ihren Hintern gezeichnet hatte. Zuerst die oberste Linie, dann die zweite und immer fort, bis er schließlich ihren Po-Ansatz erreicht hatte. Christine hielt die Luft an und ihre Finger verkrampften sich in das Laken. Zärtlich teilte Bernd die festen, glühenden Pobacken. Er genoss den einmaligen Anblick und wusste, dass ihm alles, was er sah, nun alleine gehörte. Quälend langsam näherten sich seine Lippen dem Zentrum von Christines Lust. Der Strom ihrer Leidenschaft schien unerschöpflich. Genüsslich kostete Bernd den Honig ihrer ungezügelten Erregung. „Bernd, ich halte das nicht mehr lange aus“, japste Christine atemlos und schon liebkoste seine Zungenspitze ihren harten Kitzler. Das wilde Zucken ihres Beckens verstärkte die Massage so sehr, dass Bernd Obacht geben musste. Zu früh sollte seine Liebste nicht kommen. Christine dagegen stöhnte enttäuscht, als er von ihr abließ. Sie konnte es nicht mehr erwarten, Bernd endlich in sich zu spüren. Er hatte ihr seine Stärke und seinen Willen gezeigt. Nun wollte sie ihm ihre Weiblichkeit beweisen. „Nimm mich! Jetzt!“ stöhnte sie lüstern und streckte ihm den Po noch weiter entgegen.

Bebend vor Erregung wartete sie auf Erlösung und Erfüllung, als Bernds muskulöser Körper sich hinter ihr aufbaute. Der Anblick seiner Männlichkeit ließ sie schon jetzt vor Lust erbeben. Der Rohrstock war heute noch nicht die größte Herausforderung gewesen. Christine schloss die Augen. Langsam näherte sich Bernds Pfahl ihrer glühenden Liebesgrotte, während seine Hände ihren gestriemten Po zärtlich massierten...



Schluss

Der Abschied am nächsten Tag schmerzte fast mehr als Christines Kehrseite. Dieses Mal jedoch trug sie ihre Striemen wie eine Auszeichnung. In Hannover würde sie in den nächsten Tagen einiges zu regeln haben, das stand fest. Dort hielt sie eigentlich auch nichts mehr. Erst mal Urlaub nehmen und sich um eine Versetzung kümmern. Christine hatte keine Ahnung, ob überhaupt so eine Möglichkeit bestand und eine passende Stelle frei war. Das eigene Amt konnte sie sich dann ohnehin für die nächste Zeit abschreiben. Auf jeden Fall würde sie in Nürnberg wieder im Sachgebiet und auf den Schößen alter Knacker rumsitzen müssen, bis die Karriere erneut in Schwung kam. Warum sollte es da anders laufen, als in Hannover. Den Wunsch, beruflich weiter zu kommen, hatte Christine nicht aufgegeben und den Mumm, ihr tüchtig die Meinung zu sagen, hatte auch auf der neuen Dienstststelle bestimmt keiner. Dass sie trotzdem eine feste Hand brauchte, war ihr natürlich klar geworden. Falls es also nötig würde, ihr das Höschen stramm zu ziehen, überließ sie das ohnehin lieber Bernd, der ja deutlich gemacht hatte, dass er das künftig übernehmen wollte. Eigentlich wäre sie lieber heute als morgen umgezogen, damit endlich wieder eine Frau auf den Reuter-Hof kam. Spätestens wenn der Hof überschrieben war, würde das passieren. Bernd hatte es ihr noch in der Nacht versprochen.

*ENDE*


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