Story "In der Bar"

In der Bar

Schreibe bitte eine kurze Mail und sage mir, wie dir die Story gefallen hat.
Ich freue mich, deine Meinung zu hören!

   Randy McCane



Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es schon fast halb acht war! Verdammt! Um 20 Uhr hatten wir uns zum Essen verabredet und ich war jetzt erst zurück ins Hotel gekommen. Die Gespräche hatten sich wieder mal bis in den Abend hingezogen. Seit drei Tagen lief das schon und es würde auch noch bis Freitag so weiter gehen. Es war immer dasselbe. Für Besprechungen im Ministerium galten nun mal andere Gesetze. Ministerialrat Müller-Scharrenberg -"Doktor Müller-Scharrenberg, bitte!"- hatte die seltene Gabe, Entscheidungen zu verzögern, Resultate in Frage zu stellen und Banales zu problematisieren. Der Mann hätte Beamter werden sollen. Wenn er es nicht schon längst gewesen wäre.

Jetzt musste ich mich auch noch umziehen. Halt, erst Robert anrufen. Er war bestimmt schon unterwegs, denn im Hotel meldete er sich nicht. Auf dem Handy antwortete auch nur die Box. Ausgerechnet heute. Dabei sahen wir uns so selten. Endlich war ich wieder einmal in Berlin und jetzt lief mir die Zeit davon. Robert hasste Unpünktlichkeit, das wusste ich. Trotzdem musste ich erst einmal unter die Dusche. Mein schlichtes, mittlerweile total zerknittertes Kostüm taugte vielleicht noch für die Sitzungen in den heiligen Hallen der konservativen Wilhelmstraße, aber mit Robert konnte ich so nicht los. Dem Mann musste ich einiges mehr bieten, das war eine stille Abmachung zwischen uns. Wenn wir beide uns schon einmal von unseren familiären Verpflichtungen frei machen konnten, sollte der Abend immer etwas Besonderes werden.

Das heiße Wasser erfrischte meine Lebensgeister, aber für eine ausgedehnte Duschorgie fehlte mir jetzt leider die nötige Zeit. Schnell abtrocknen und eincremen. Die Abendgarderobe hatte ich zum Glück bereits heute Morgen raus gesucht. Einen leichten schwarzen Lederblazer und das enge Cocktailkleid aus silbergrauer Seide, das eigentlich nicht viel länger war. Nun zur Wäsche. Schwarz oder weiß? Robert war penibel. Alles musste stimmen, sonst gab es Ärger. Ich überlegte. Also, schwarzes Höschen, BH und natürlich schwarze Strümpfe. Robert liebte Strümpfe an meinen Beinen. Das war ein Tick von ihm. Ohne Strümpfe brauchte ich gar nicht zu erscheinen. Erschrocken merkte ich, dass ich nur noch ein Paar Halterlose dabei hatte. Vorsicht beim Anziehen! Eine Laufmasche hätte uns den ganzen Abend verdorben. So, nur noch in die passenden schwarzen Slingpumps schlüpfen. Ob die Absätze für heute abend nicht doch ein wenig zu hoch waren? Schließlich hatte Robert mich ins Adlon bestellt. Egal, wenn ich mir darüber Gedanken machen würde, müsste ich zuallererst das Kleid wechseln. Das wäre dann nämlich auch zu kurz.

Jetzt noch fix das Make-up erneuern, nicht vergessen, Robert liebt es dezent, jedenfalls in dieser Beziehung. Puder, Mascara, etwas Rouge und den dunkelroten Lippenstift von Chanel. Passend dazu No.5. Manche Dinge ändern sich nie. Robert gehört eben auch dazu. Noch was übersehen? Ach ja, die Frisur ordnen. Die Zeit lief mir davon, aber Erfahrung zahlte sich aus. Ein paar Handgriffe, etwas Haarspray und alles saß.

Zufrieden betrachtete ich ein letztes Mal mein Spiegelbild. Perfekt!

Brünett, zierlich und durchaus ansehnlich. Die Spuren des langen Tages waren verschwunden. Vielleicht sollte ich die Haare doch wieder schwarz färben, wenn sie noch etwas länger waren? Egal. Die Zeit drängte. Handtasche, Zimmerschlüssel und nichts wie los! Beide Fahrstühle waren natürlich gerade unterwegs, typisch. Nervös stieg ich von einem Fuß auf den anderen. Na endlich! Mit einem leisen "Pling!" öffneten sich die Türen. Drei ältere Herren unterbrachen ihr angeregtes Gespräch und bekamen angesichts meines kurzen Kleides Stielaugen. Das konnte ja heiter werden! Drei fidele Senioren auf dem Weg, sich in das Nachtleben der Hauptstadt zu stürzen. Höflich nickte ich ihnen zu, als ich den Fahrstuhl betrat und mich vor sie an die Tür stellte.

Unerträglich langsam bewegte sich die Kabine abwärts. Ich konnte förmlich spüren, wie sich die Männer hinter mir vielsagende Blicke zuwarfen. Instinktiv erwartete ich jeden Moment eine Hand unter meinem Rock oder wenigstens ein Tätscheln an meinem Po, aber ich hatte die Kavaliere alter Schule wohl falsch eingeschätzt. Fast war ich ein wenig enttäuscht. Musste ich mir etwa doch Gedanken wegen meines Aussehens machen? Erst in der Halle fasste sich einer der Herren ein Herz. "Falls Sie noch nichts vorhaben, wären wir glücklich, wenn Sie uns auf einen Drink Gesellschaft leisten könnten!" Hoppla! Mit einer ehrlichen Geste des Bedauerns und meinem strahlendsten Lächeln musste ich diese charmante Einladung ablehnen. So übel sahen die Drei gar nicht aus, braun gebrannt, sehr gut erhalten und ausgesprochen lebenslustig. Vielleicht hätte es mit diesem Trio noch ein sehr netter Abend werden können, aber leider nicht heute.

"Guten Abend, Frau Scherbaum!" Auch noch der aufdringliche Portier, der mich schon die letzten Tage immer so unverblümt angestarrt hatte. Erstaunlich, dass er mir nicht auch noch einen Zettel mit seiner Telefonnummer unter meine Post mischte! Ich knallte ihm wortlos den Schlüssel auf den Tresen und hastete nach draußen, soweit die High-Heels das überhaupt zuließen. Ich war begeistert! 4 Taxis! Nachdem die Zeit ohnehin schon bedrohlich drängte, hätte heute Abend dort eigentlich gar keines stehen dürfen.

Hotel Adlon bitte! Zum Glück verstand mich der Fahrer, auch wenn er vom anderen Ende der Welt kam. Hier herrschten ja beinahe schon New Yorker Verhältnisse. Erleichtert fiel ich in die Polster. Geschafft. Noch ein Blick zur Uhr, 20:15. Mit Glück würde ich kurz vor halb neun dort sein. Vielleicht lief sein Handy jetzt. Statt eines Freizeichens hörte ich nur einen Pfeifton. "Hallo?" Mein Handy piepte noch einmal schwach, dann gaben die Batterien ihren Geist auf. Es war zum Heulen.

Im Rückspiegel konnte ich erkennen, dass der Fahrer immer wieder zu mir nach hinten sah. Vielleicht war das Kleid doch etwas gewagt? Ich versuchte, mich so hinzusetzen, dass von vorne nicht allzu viel zu sehen war. Einfach war es nicht, dazu waren die Absätze zu hoch. Allmählich machte ich mir Gedanken. Würde man mich überhaupt in die Bar lassen? Der Fahrer zwinkerte mir im Rückspiegel zu. Etwas gequält lächelte ich zurück. "Sehen klasse aus!" Na, ja, wenn er es sagte. Das Taxi hielt und ich sprang hinaus. 5 Euro Trinkgeld waren eigentlich viel zu viel, aber ich hatte keine Zeit zu warten, bis der Fahrer gewechselt hatte. Als ich über den Gehweg zum Eingang stöckelte, hörte ich noch, wie mir der Kerl nachpfiff.

Durchatmen. Ruhiger werden. Ich betrat die Lobby. Heller Marmor, goldverzierter Stuck. Aus dem Nichts tauchte ein Page auf. "Kann ich Ihnen helfen?" "Zur Bar bitte, ich werde erwartet!" "Folgen Sie mir bitte!" Der dienstbare Geist schwebte lautlos davon. Ich hatte Mühe, ihm zu folgen. Das einzige Geräusch, das man in der vollen Lobby hören konnte, war das meiner Pumps auf dem glatten Marmorboden. Endlich. Die Lounge. Weiße Wände, edle Hölzer, dunkle Polster und gelbe Seide. Eleganz und Luxus pur. Ich sah nach oben. Über allem spannte sich zu allem Überfluss auch noch eine Kuppel. Das war mehr als eine Bar. Robert hatte schamlos untertrieben. Ich hätte es wissen müssen. Unter "Bar" hatte ich mir dann doch ein etwas intimeres Ambiente vorgestellt, kein Nachtlokal, aber auch keinen Raum von der Größe eines Wartesaales.

Ein gesichtsloser Ober kam auf mich zu. Falls ich tatsächlich unpassend gekleidet war, ließ er es sich nicht anmerken. Höflich und diskret. Wieder sagte ich mein Sprüchlein auf. "Ich werde erwartet". Fragend sah mich der Mann an. "Herr Dr. Richter hat reserviert!" Für einen Moment blitzten die Augen auf, dann die Standard-Antwort. "Folgen Sie mir bitte." Ich hatte das unangenehme Gefühl, von allen Seiten angestarrt zu werden. Also doch!

Hätte ich es mit dem Kleid doch nur ein wenig dezenter angehen lassen, dachte ich, ehe ich merkte, dass meine Befürchtungen unnötig waren. Ein Blick in die Gesichter der Gäste sagte alles. Zumindest seitens der anwesenden Herren schlug meiner Garderobe unverkennbar breite Zustimmung entgegen. Diejenigen, die älter waren als ich, interessierten mich eigentlich ohnehin nicht besonders, aber auch die jüngeren Männer schienen hier mit meinem Outfit sehr zufrieden zu sein. Das brachte meine Ruhe und mein Selbstbewusstsein zurück. Ich spürte mehr als einen anerkennenden Blick auf meinem Körper und ich hörte zufrieden das verbissene Flüstern der juwelenbehängten Damen. Diese deutliche Missgunst tat richtig gut. Ich bin beileibe kein Teenager mehr, aber gegen diese Schachteln musste ich noch immer wie ein Model wirken. An jedem Tisch schien Geld neben Einfluss zu sitzen, aber das half ihnen auch nicht weiter. Zu schade, dachte ich, zu schade, dass sich mit Geld nicht alles kaufen lässt.

An einem Tisch in der Mitte des Raumes erkannte ich Robert. Mein Herz schlug schneller. Schließlich hatte ich ihn schon über ein halbes Jahr nicht mehr gesehen. Zielsicher steuerte mein Lotse auf ihn zu. Ich war ein wenig erstaunt, dass man Robert hier offenbar gut kannte. Anscheinend war er nicht das erste Mal hier. "Herr Dr. Richter..." Der Ober räusperte sich leise. Robert erhob sich aus seinem Sessel und schloss sein Jackett. Der anthrazit-farbene Anzug passte perfekt zur dunkelblauen Krawatte. Seine Augen begannen zu leuchten, als er mich sah. Ich wusste, dass auch ihm keine Einzelheit meiner Kleidung oder meines Make-ups entgangen war. "Tina, wie schön, dass du es doch noch geschafft hast!" Hörte ich da einen leisen Vorwurf? Nein, er schien sich wirklich zu freuen. Der Handkuss kam vollendet, ebenso wie die Verbeugung.

"Nimm bitte Platz, Liebes!" Robert half mir galant aus dem Blazer und reichte ihn dem Ober. Zum Glück hatte ich nicht auf den BH verzichtet. Es war zwar nicht kalt in dem großen Raum, aber unter dem dünnen Kleid wäre ohne Wäsche deutlich geworden, wie sehr es mich plötzlich fröstelte. Robert rückte einen der Sessel an seinem Tisch zurecht. Er wartete, bis ich mich in dem erstaunlich bequemen Möbel niedergelassen und mein Kleid zurecht gezogen hatte. Dann erst setzte er sich. Robert, der perfekte Gentleman.

"Ich muss dir ein Kompliment machen. Du siehst wunderbar aus!" Ein Stein fiel mir vom Herzen. Die Mühe hatte sich also gelohnt. Robert war zufrieden. Natürlich sah auch er gut aus. Sogar ausgesprochen gut. Die bewundernden Blicke, welche die versammelte Damenwelt ihm zuwarf, waren nicht zu übersehen. Meine Eifersucht wurde jedoch mehr als wettgemacht, als ich daneben den Neid in ihren Augen erkannte. Soweit es der Anstand und das kurze Kleid zuließen, streckte ich meine Beine aus, immer darauf bedacht, die Knie zusammen zu halten. Auch ich konnte mich benehmen.

"Ich habe uns zwei Martini bestellt, ich hoffe es ist dir recht?" Ich nickte. Robert lächelte mich an. "Wie war dein Tag?" "Lass' uns lieber von etwas anderem reden", meinte ich leichthin. Robert lächelte noch immer. "So schlimm, Schatz?" Sein Blick fuhr über meinen Körper. Vom Kopf über die Brust, wo ich noch immer deutlich die Folgen der Klimaanlage spürte. Aber man erkannte doch nichts, oder? Seine Augen verweilten auf meinem Schoß. Er wusste genau, was dort passierte, wenn er mich so ansah. Auch heute ließ meine Reaktion nicht lange auf sich warten.
Unwillkürlich rutschte ich in meinem Sessel herum, zog meine Knie wieder an und bemühte mich, trotz des Kribbelns zwischen meinen Beinen so unbeteiligt wie möglich zu wirken. "Das Übliche", brachte ich mühsam hervor. "Wir haben halt furchtbar viel zu tun."

Es war unvorstellbar, wie dieser Mann mich erregte. Wir hatten uns vor 5 Jahren hier in Berlin kennen gelernt. Ich kam aus Hamburg und musste zu Besprechungen ins Finanzministerium, er stammte aus Köln und besuchte einen Ärzte-Kongress. Das Restaurant, in dem wir uns eines Abends zufällig begegneten, verließen wir bereits nach 10 Minuten. Seitdem konnten wir es immer wieder einrichten, dass wir uns wenigstens einmal im Jahr in der Hauptstadt trafen. Beide lebten wir glücklich in festen Beziehungen und wir genossen vielleicht gerade deswegen die wenigen gemeinsamen Stunden ungezwungener Freiheit und Unabhängigkeit. Vom sexuellen Aspekt nicht zu reden. Roberts Blick glitt langsam über die Beine und verweilte bewundernd auf meinen Füßen. Wie gut, dass ich mich nicht für flachere Schuhe entschieden hatte. Ich bekam immer eine Gänsehaut, wenn er mich so ansah.

Der Ober brachte die Drinks. Robert hob sein Glas. "Auf die schönste Frau, die ich kenne!" Ich nickte ihm dankbar zu. Der Alkohol tat gut. Meine Nerven beruhigten sich ein wenig.

"Und weil ihr so furchtbar viel zu tun habt, kommst du vermutlich zu spät?" Ach herrje! Also doch. Der Unmut war nicht zu überhören. "Ich habe noch versucht, dich auf dem Handy..." Mein Rettungsversuch blieb ergebnislos. "Du weißt genau, dass ich mein Handy ausschalte, wenn ich in einem Restaurant bin." Er hatte Recht. Dagegen konnte ich nichts mehr sagen. "Es war wirklich nicht meine Schuld, ich habe dir doch schon so oft von meinem Chef erzählt!" Robert schüttelte den Kopf. "So furchtbar wichtig können diese ewigen Besprechungen doch nun wirklich nicht sein! Wenn du schon weißt, dass es länger dauert, hättest du früher gehen oder dich vielleicht ein wenig beeilen müssen!" Jetzt wurde er aber ungerecht. Das ironische "ein wenig" hätte ich ihm vielleicht noch verziehen, aber ich hasste es, wenn er durchblicken ließ, dass er meinen Job für völlig nebensächlich hielt. Auch getrödelt hatte ich ganz und gar nicht. Im Gegenteil! Ich hatte mich extra für ihn abgehetzt wie nichts Gutes und keine Sekunde verloren. Der Stress des Tages meldete sich in voller Stärke zurück und der ganze Ärger kam wieder hoch.

"Beeilen? Wie denn, bei der kurzen Zeit?" Mir war nicht aufgefallen, wie laut ich plötzlich geworden war. Ich hatte das unangenehme Gefühl, dass alle Gäste unser Gespräch neugierig verfolgten und sah mich vorsichtig um. Schlagartig wandten sich die Köpfe an den anderen Tischen wieder ihren Getränken zu. Langsam wurde mir heiß. Ich griff nach meinem Glas und leerte es in einem Zug. "So durstig?" Robert lächelte nicht mehr. "Komm' bitte mit!" Ich verstand nicht. "Steh' auf, und komm mit!" Er erhob sich und reichte mir die Hand. Unsicher stand ich auf und griff nach meiner Handtasche. "Herr Dr. Richter?" Der Ober kam an den Tisch. "Wir sind gleich wieder da, bringen Sie uns doch bitte in der Zwischenzeit die Karte. Komm, Schatz."


Wortlos, aber energisch führte er mich durch einen Nebenausgang auf den leeren Flur. "Wo willst du hin?", fragte ich, schwach protestierend. "Dorthin, wo wir uns über deine Unpünktlichkeit unterhalten werden. Ich habe keine Lust, das vor den anderen Gästen zu tun!" "Und ich habe keine Lust, von dir wie ein kleines Kind behandelt zu werden!", entgegnete ich patzig. So hatte ich Robert noch nie erlebt. Was erlaubte er sich? Schließlich waren wir nicht verheiratet! Ich war mittlerweile so aufgebracht, dass ich gar nicht mehr darauf achtete, wohin wir eigentlich gingen. "Wenn du dich so benimmst, lässt du mir keine andere Wahl!" Robert blickte sich kurz um, öffnete eine Tür und schob mich hindurch. Welch ein Unterschied zu dem dezent beleuchteten Flur. Helles Licht blendete mich. Wo waren wir? Keine Ahnung, aber Robert zog mich schon wortlos weiter durch das marmorgetäfelte Foyer in den nächsten Raum. Kacheln? Jetzt erkannte ich, wo wir uns befanden. "Was machen wir denn im Waschraum?", fragte ich noch erstaunt, bevor ich erschrocken die seltsamen Becken an den Wänden bemerkte. Großer Gott, wir mussten in der Herrentoilette sein! Hilflos stolperte ich hinter Robert her. Das Klappern meiner Absätze hallte von den verspiegelten Wänden. "Robert, bitte... !" Wenn nun jemand herein kam! Ich mochte gar nicht daran denken! "Robert! Du tust mir weh!" Mein Handgelenk schmerzte unter seinem eisernen Griff, aber er ließ nicht los, sondern steuerte zielsicher auf eine der erstaunlich breiten Kabinen zu und stieß die Tür auf.

Noch im selben Moment ließ er sich seitlich auf den Toilettensitz fallen und zog mich so heftig zu sich heran, dass ich ihm förmlich entgegen stürzte. Meine schmalen Pumps boten auf den glatten Boden keinen Halt mehr und die Handtasche rutschte mir von der Schulter. Der Griff, der bisher nur ein Handgelenk gehalten hatte, schloss sich nun auch um das zweite, als Robert mich ruckartig über seine Knie zog. "Robert, was soll das," rief ich, mehr erstaunt als erschrocken, "was machst du da?" Mir fehlten die Worte. Ungläubig sah ich mich um. Roberts Augen funkelten mich an. Mit der einen Hand hielt er meine Arme fest und mit der anderen schob er das ohnehin kurze Kleid auf meinen Rücken. Er sagte kein Wort, sondern lachte nur leise, als er meinen Po musterte, der steil hinter mir aufragte. Jetzt erst geriet ich in Panik! Dann ließ er plötzlich meine Hände los. Endlich - für einen Moment hatte ich tatsächlich geglaubt, er würde mich über das Knie legen. "Also wirklich..." Schon wollte ich mich wieder aufrichten, als sich Roberts linker Arm schwer über meinen Hals legte und meinen Oberkörper zu Boden drückte. Jetzt sah ich nur noch die Kacheln unter mir und konnte mich gerade noch mit den Händen an der Wand abstützen, um nicht von seinen Knien zu rutschen.

"Wie schon gesagt: wenn du dich benimmst, wie ein kleines Kind, lässt du mir keine andere Wahl!" Ich traute meinen Ohren nicht, aber ein erster heftiger Schlag auf meinen Po belehrte mich schlagartig eines Besseren. Au, wie das zog! "Robert, bitte...!" Der nächste Treffer landete auf meiner brennenden Kehrseite. Das war zuviel! Ich stieß einen spitzen Schrei aus. "Schrei' nur!", lachte Robert. "Wenn du möchtest, dass die anderen Herren dich hier sehen, bitte!" Du meine Güte! Die anderen Herren! Die Kabinentür stand ja immer noch offen und er dachte offenbar nicht im Traum daran, sie zu schließen! Wieder und wieder traf seine Hand meinen Po. Es war unerträglich! Tränen der Schmerzen, aber auch wilder, verzweifelter Wut liefen mir über das Gesicht. "Um Himmels Willen Robert, hör auf, bitte!" Anstelle einer Antwort erhielt ich den nächsten Schlag, heftiger als alle zuvor, aber Robert machte noch immer keine Anstalten, endlich mit der Züchtigung aufzuhören. Schlag auf Schlag klatschte auf meinen Hintern. Ich konnte sie nicht mehr zählen. Mein Kopf raste und mein Po drohte zu platzen! Schmerz und Hitze strahlten durch meinen Körper aber auch Roberts Bewegungen wurden hektischer.

Erst als jemand in den Vorraum kam, warf er hastig die Tür zu. Ich schaffte es gerade noch, meine Beine anzuziehen. Nun konnte ich mich wirklich nicht mehr bewegen. Ich steckte fest wie in einer Konservendose. Mühsam hob ich den Kopf und blickte zu Robert auf. Wortlos hielt er mich fest und legte warnend einen Finger auf die Lippen. Endlich kam ich zum Luft holen. Mein Hintern brannte längst wie Feuer. Solch eine Behandlung war ich nun wirklich nicht gewohnt, obwohl mein Arsch ansonsten durchaus hart im nehmen war. An Anfassen war gar nicht zu denken. Ich versuchte also, wenigstens die Pobacken zusammen zu kneifen, um so die Schmerzen zumindest ein bisschen zu unterdrücken, aber es gelang mir nicht. Noch immer rannen mir Tränen aus den Augen. Ich konnte mein Schluchzen kaum zurück halten und bebte vor Angst, man könne uns hier hören oder gar entdecken. Aus dem Raum drangen die üblichen indiskreten Geräusche dieser Örtlichkeit in unsere Kabine. Erneut betrat ein Mann den Raum. Die beiden Herren schienen sich kurz zu unterhalten. Plötzlich war ich Robert dankbar, dass er mit mir nicht auf die Damentoilette gegangen war. Aus eigener Erfahrung wusste ich nur zu gut, wieviel Zeit wir Frauen dort verbringen können. Ich hörte Wasserhähne laufen, Schritte, dann fiel die Tür zum Flur wieder zu. Erleichtert wollte ich mich endlich erheben, aber Robert ließ das nicht zu.

"Robert, jetzt hör doch bitte auf, ich verspreche dir auch hoch und heilig, immer pünktlich zu sein!" Verzweifelt versuchte ich, ihn anzusehen, doch Robert drückte meinen Oberkörper erneut zu Boden und jetzt merkte ich, dass er mir auch noch mein Höschen auf die Knie hinab zog. Besonders groß war es ja gerade nicht, aber solange ich es trug, hatte ich wenigstens das Gefühl, nicht völlig nackt zu sein. Damit war es nun also auch vorbei. Bei der Vorstellung, hier auf der Herrentoilette den blanken Hintern verhauen zu bekommen, drohte meine Besinnung vollends verloren zu gehen. "Robert, nein!" Ich strampelte trotz der Enge wie wild mit den Beinen. Die dünnen Absätze meiner Pumps kratzten schrill an der Kabinentür und der zarte Spitzenstring rutschte durch mein wildes Gehampel von den Knien bis zu den Knöcheln, wo er schließlich mit einem hässlichen Geräusch zerriss! "Tob' dich ruhig aus, das nützt dir gar nichts!" Robert lachte herzlos, bevor er mit einem unsagbar festen Schlag meinem erfolglosen Widerstand ein schmerzhaftes Ende setzte. Wieder heulte ich auf!

Roberts Hände fuhren jetzt prüfend über meine glühenden Backen. Das Echo des letzten Schlages bebte durch meinen Unterleib. Ich war wehrlos. In seinen Berührungen, die ich sonst so liebte, hatte etwas entsetzlich Demütigendes gelegen. Noch immer heulte ich vor mich hin, Rotz und Tränen liefen mir über das Kinn und nur ganz langsam ließ der Schmerz nach. Wieder streichelte Robert meinen Po, sein Fingernagel kratzte über die brennende Haut, bevor er ihn mir mit einer raschen Bewegung zwischen den Schamlippen durchzog! Erschrocken zuckte ich zusammen! Ich hatte gar nicht mitbekommen, wie sehr mich die Gewalt, die er über mich und meinen Körper hatte, erregt haben musste. Mein Gott, ich war schon klitschnass da unten! "Halt endlich still!", herrschte Robert mich an. "Sonst wird's noch mehr!" Wieder musste ich schreien, als mich der nächste Schlag auf den nun völlig ungeschützten Po traf, der heute Abend doch schon einiges hatte einstecken müssen.

Dieses Mal schien Robert sich jedoch mehr Zeit zu lassen. Nach jedem Schlag streichelte er sanft die Haut, die er gerade zuvor so heftig bearbeitet hatte. Der Schmerz, den ich eben noch empfunden hatte, verwandelte sich dann sofort in glühende Hitze, die mich jedes Mal mehr zu verzehren schien. Ich stöhnte, ich seufzte, und ich versuchte, meinen Hintern so weit wie möglich anzuheben, um der strafenden Hand näher zu sein. Wie gerne hätte ich jetzt wieder seinen Finger zwischen meinen Beinen gefühlt. Ich genoss die Haltung, in der ich mich Robert präsentieren musste und es machte mich unsagbar an, zu spüren, dass es ihn genau so erregte. Schon längst waren es nicht mehr bloß seine Oberschenkel, die sich von unten hart gegen meinen Bauch drückten.

Ein kalter Luftzug fuhr plötzlich durch die Kabine.
"Entschuldigung!"
Starr vor Schrecken schaute ich vom Boden, an Roberts Beinen vorbei, zur Tür, die jetzt wieder weit offen stand. Robert hatte die Kabine nicht verriegelt! Ein Herr mittleren Alters verharrte mit weit aufgerissenem Mund im Rahmen und betrachtete fassungslos das Bild, das wir boten. Erst jetzt kam mir zu Bewusstsein, dass ich ihm nicht nur meinen nackten Hintern entgegen hielt, der mittlerweile die Farbe reifer Tomaten haben musste. Von seinem Platz in der Tür hatte der Mann zu allem Überfluss auch noch die beste Aussicht zwischen meine gespreizten Beine. Oh nein! Roberts Schläge hatten ja nicht nur auf der Oberfläche meines Hinterteiles Hitze ausgelöst. Die tiefergehenden Folgen waren ebenso reichlich zu spüren, sie hatten, wie ich nur allzu deutlich merkte, auch schon die Innenseite meiner Oberschenkel erreicht. Verzweifelt versuchte ich, gegen die übermächtige Erregung anzukämpfen und mein Kleid wieder über die Hüften zu ziehen, aber Robert hielt mich nach wie vor fest wie in einer Zange. Keine Chance. Wenigstens sah der Fremde nicht mein Gesicht. Mein Gott, war das peinlich! Am liebsten hätte ich mich einfach in Luft aufgelöst, aber da spürte ich endlich, wie sich Roberts Hand tief in meinen Schritt presste und so dem unbekannten Zuschauer für das Erste wenigstens den Blick in mein Allerheiligstes versperrte.

Das Gefühl seiner heißen Hand auf meiner Spalte war schon verheerend genug, als er jedoch begann, ausgerechnet seinen Mittelfinger noch ein Stockwerk höher wandern zu lassen, brachte mich das endgültig um den Verstand. Seine Fingerspitze bohrte sich hart und schmerzhaft in meinen Hintereingang und ein tierisches Grunzen entrang sich meiner ausgetrockneten Kehle!

"Äh, wie ich schon sagte, Entschuldigung!"
Verdammt, warum machte der Kerl denn die Tür nicht wieder zu? Ich hätte heulen können, wenn ich nicht schon längst so ungeheuer scharf gewesen wäre, aber es waren Roberts Worte, die mir endgültig den Boden unter den Füßen weg zogen.
"Keine Ursache, wir sind gleich fertig!"
Und schon trafen mich erneut die Schläge seiner Hand, dieses Mal aber wieder bei offener Tür! Feurige Ringe tanzten vor meinen Augen. Ich versuchte erneut, mich aufzubäumen. Die Gegenwart eines Zuschauers war eigentlich demütigender als alles zuvor, aber der Gedanke, dass ein Fremder mich nun so sah, hatte plötzlich eine nie gekannte Glut in mir entfacht. Dank Roberts Vorarbeit standen jetzt Vorder- und Hintertür den Blicken des interessierten Beobachters einladend offen. Das war's. Ich konnte und wollte meine Gefühle nicht mehr zurück halten. Anstatt mich zu widersetzen, wand ich mich nun auf Roberts Knien wie eine Schlange. Kaum war die erste Wirkung des Schlages verflogen, sehnte ich mich schon nach dem Nächsten. Ich spreizte die Beine und reckte meinen Po Roberts energischen Händen entgegen. Ich genoss die Vorstellung, dass der Unbekannte nun den freien Blick zwischen meine weit geöffneten Schenkel hatte, wo mein Saft jetzt immer reichlicher floss.

Die letzten Schläge bekam ich kaum noch mit. Stöhnend wälzte ich mich auf Roberts Schoß, mein Körper zuckte in wilden Bewegungen. Wie Flutwellen folgten Höhepunkt auf Höhepunkt.

Ich merkte gar nicht, dass Robert mich längst losgelassen hatte. Langsam kam ich wieder zu mir. Unsicher berührte ich mit meinen Fußspitzen den festen Boden. Ich traute ihm nicht. Oder waren es meine Beine, die ich nicht spürte? Robert hielt meine Hand. Langsam stand er auf, zog mich hoch und reichte mir meine Tasche. Lange würde ich hier nicht stehen können, das wusste ich. Mühsam strich ich mein Kleid glatt. Robert schien meine Gedanken zu lesen. "Lass' uns gehen." Ich nickte und seufzte leise. "Ich werde auch nie mehr zu spät kommen, das verspreche ich dir!" Robert drückte meine Hand und zwinkerte mir zufrieden zu. In diesem Moment begriff ich, was das für mich bedeutete. Künftig würde ich mich noch mehr anstrengen müssen, damit Robert nichts auszusetzen hatte. Den Herrn in der Ecke, der gerade verlegen seine Hose schloss, beachtete ich gar nicht mehr. "Guten Abend!" Robert nickte ihm zu. Ich war dagegen schon froh, dass wenigstens meine Knie zu halten schienen. Mein ganzer Rücken tat weh, von den Hüften bis zu den Beinen. "Geht's?" Robert schien besorgt. Ich nickte, wischte mir die Tränen aus den Augen und biss die Zähne zusammen. "Bringst du mich bitte in den Waschraum für Damen? Ich fürchte, so kann ich nicht in die Bar zurück!"

Als wäre überhaupt nichts geschehen, begleitete mich Robert hinaus, natürlich erst, als er sich wieder vergewissert hatte, dass außer uns niemand auf dem Flur war. Vor der Tür zur Damentoilette löste ich mich aus seinem Griff. "Da muss ich jetzt aber alleine rein, gehst du bitte an unseren Tisch zurück und bestellst mir noch einen Martini?" Den hätte ich allerdings schon jetzt brauchen können. "Einen doppelten!", fügte ich rasch hinzu. Robert verbeugte sich charmant, küsste meine Hand und verschwand in Richtung des Restaurants.


Die anderen Damen im Waschraum betrachteten mich wortlos und mitfühlend. Es war genau zu sehen, was sie dachten: Beziehungsprobleme. Ich bedauerte nur, dass ich mich nicht vor aller Augen in das Waschbecken setzen konnte. Wenn die wüssten, was tatsächlich passiert war, würden sie vermutlich nächtelang nicht mehr schlafen können. Ich musste trotz meiner schmerzenden Kehrseite triumphierend grinsen, bevor ich plötzlich merkte, dass die Spannung der letzten halben Stunde nicht ohne Folgen geblieben war. Der Druck auf meiner Blase drohte mich auf einmal zu zerreißen! Ich schaffte es gerade noch in eine Kabine, als ich bereits den ersten Tropfen spürte. Hastig schloss ich die Tür hinter mir, hob mein Kleid und setzte mich. Ein Zittern ging durch meinen Körper. Die Erregung kam zurück und auch das glatte, kalte Holz der Brille brachte mich nicht wieder zur Besinnung. Für einen kurzen Moment überlegte ich tatsächlich, die Tür wieder aufzureißen. Sie sollten es ruhig alle sehen, diese verklemmten Weiber! Zum Glück konnte ich mir das Stöhnen gerade noch einmal verkneifen, aber als ich es dann endlich laufen ließ, löste sich meine Anspannung in einem einzigen goldenen Strahl. Ich musste meine Hände an die Kabinenwände stemmen, um mich auf der Toilette zu halten.

Erst nach einigen Minuten fand ich die Kraft, mich zu säubern. Keine Ahnung, was die Damen draußen alles mitbekommen hatten, aber als ich meine Kabine verließ, war der Waschraum leer. Also nutzte ich die Gunst der Stunde und beseitigte noch einmal mit einem Kosmetiktuch die letzten verräterischen Spuren zwischen meinen Beinen. Das Kleid hatte glücklicherweise nicht sonderlich gelitten, aber mein glühendes Gesicht brauchte jetzt schon einige Hände eiskaltes Wasser, um wieder menschenähnliche Züge anzunehmen. Zum Glück hatte ich mich nicht allzu stark geschminkt. Die von den Tränen angerichteten Verwüstungen waren relativ leicht zu reparieren. Ich drehte mich vor dem Spiegel. So wie es aussah, hatte Robert nicht nur meinen Po erwischt, auch auf den Oberschenkeln zog es ebenfalls heftig. Hoffentlich sah man nichts. Zum Glück hatte ich mich für schwarze Strümpfe entschieden.

Erst als ich den Raum verließ, fiel mir siedend heiß ein, dass ich kein Höschen mehr trug! Auf der Toilette und bei den Reparaturarbeiten war mir das gar nicht aufgefallen. Das gute Stück musste also immer noch dort liegen, wo ich es verloren hatte; wenn es überhaupt noch zu gebrauchen war. In die Herrentoilette wollte ich jedoch nicht wieder zurück. Dann schon lieber den Rest des Abends etwas leichter bekleidet verbringen. Wer konnte außerdem schon wissen, ob mein benütztes und zerfetztes Dessous nicht irgendeinem armen Kerl noch eine nette Überraschung bescherte? Ein verlockender Gedanke, bei dem mir allerdings noch im selben Moment erste Zweifel kamen, wie ich bloß die kommenden Stunden überstehen sollte. Die Hitze zwischen meinen Beinen hatte längst schon wieder begonnen anzusteigen. Himmel, was war denn heute mit mir los?

Das Gehen bereitete mir nun doch größere Mühe, als ich ohnehin befürchtet hatte. Außerdem bohrten sich meine stahlharten und schmerzenden Brustwarzen jetzt wie Nadelspitzen in meinen BH. Wieder stand Robert auf und wieder rückte er mir den Sessel zurecht. Vorsichtig ließ ich mich auf das angenehm kühle Polster gleiten. Au, verdammt! Mein Erzieher hatte wirklich ganze Arbeit geleistet. Schmerzhaft verzog ich das Gesicht.

Der Kellner, der unsere Drinks brachte, schien besorgt zu sein.
"Geht es Ihnen nicht gut, gnädige Frau?" Ich nickte dankend, aber Robert winkte den Mann zu sich und flüsterte ihm etwas ins Ohr.

Der Ober zog die Augenbrauen hoch und musterte mich kurz. Dann verschwand er, verständnisvoll lächelnd und wie immer vollkommen lautlos. "Was hast du ihm denn erzählt?", fragte ich neugierig, nachdem ich auch den zweiten Martini auf einen Schluck hinunter gestürzt hatte. Robert sah mich erstaunt an. "Ich habe ihm gesagt, dass du unartig gewesen bist und von mir dafür den Popo voll bekommen hast, was hätte ich ihm denn sonst erzählen sollen?"
Ich spürte, wie mir das Blut in den Kopf schoss. Wem würde dieser Schuft die Geschichte denn noch auf die Nase binden, dachte ich. Ein einziger Blick in seine strahlenden Augen ließ mich jedoch meinen Zorn vergessen. Geschieht mir völlig Recht, dachte ich. Ganz ungeschoren sollte Robert mir aber nicht davon kommen. Ich beugte mich zu ihm über den Tisch. Einen Trumpf hatte ich noch, wenn auch nicht im Ärmel.

"Du, Robert?"
"Ja ?"
"Ich muss dir was beichten!"
"Was denn?"
"Ich trage kein Höschen mehr!"

Ich lehnte mich zurück. Rein zufällig, wirklich, rein zufällig fiel mir in diesem Moment mein Feuerzeug unter den Tisch. Beim Versuch, es aufzufangen, öffnete ich meine Beine ein wenig und obwohl Robert genau gesehen hatte, wo das Feuerzeug hingefallen war, brauchte er doch erstaunlich lange, bis er es gefunden und aufgehoben hatte.

"Wie ungezogen!", sagte er nur, als er mit leicht gerötetem Kopf wieder hochkam und mir das Feuerzeug überreichte. "Zum Glück haben wir es ja nicht weit. Ich bin so frei gewesen, hier für uns ein Zimmer zu buchen. Aber deine Nachlässigkeit in puncto Wäsche wird noch Folgen haben, verlass' dich drauf!"

Ich zitterte. Vor Glück und vor heimlicher Erwartung. Ich wusste genau, was er meinte. Seine Hände hatten bereits eine deutliche Sprache gesprochen.