Spanking-Gerichtshof

 

Das Gerichts-Rollenspiel der Extraklasse!

Wieder wird Recht der besonderen Art gesprochen werden: Hast Du etwas verbrockt und traust Dich vor dieses Gericht, dann ist die Strafe garantiert nicht der Knast oder eine Geldstrafe, sondern ein ordentlicher Hintern voll, wie früher oft praktiziert. Es wird streng, ungerecht, willkürlich und parteiisch zugehen, aber nicht brutal. Niemand wird überfordert werden.

 

Der Spanking Gerichtshof ist ein Rollenspiel. Hierbei gibt es mehrere Rollen, für die man sich bei der Online-Buchung anmeldet:

Angeklagte
Angeklagte stellen unbedingt sicher, dass ihre Vergehen dem Organisator mindestens 14 Tage vor der Veranstaltung vorliegen. Echte schwere Straftaten wie Mord, Vergewaltigung,… sind als Anklagepunkte unerwünscht.

Büttel 
Büttel vollziehen die Bestrafungen. Als Büttel können wir nur Personen zulassen, die wir persönlich kennen und bei denen wir uns absolut sicher sind, dass sie ihre Rolle verantwortungsbewusst ausfüllen und nicht irgendwelche sadistischen Fantasien ausleben möchten. Die Rolle Büttel/in ist nicht buchbar. Stattdessen bucht man eine andere Rolle, z.B. Zuschauer, und kommentiert, dass man auch gerne Büttel/in sein möchte.

Richter 
Richter sprechen (Un-)Recht. Sie erhalten im Vorfeld vom Organisator die Anklagen, um sich vorzubereiten. Man muss keine juristische Vorkenntnis besitzen, doch sollte man in der Lage sein, ein Verfahren ordentlich durchzuführen. Richter können bei Bedarf Ordnungsbußen zu verhängen, um die Disziplin im Gerichtssaal sicherzustellen. Solche Ordnungsbußen können die Richter und Richterinnen selbst vollziehen. Darüber hinaus können Richter und Richterinnen auch Büttel-Funktion einnehmen.

 

Zuschauer
Zuschauer nehmen am Geschehen nicht aktiv teil. Sie genießen die Szenen und die Zusammenkunft. Wer bei einem späteren Gerichtshof einmal eine Rolle wie Richter oder Büttel spielen möchte, kann sich als Zuschauer wunderbar mit den Abläufen unserer Gerichtshöfe vertraut machen. Zuschauer haben sich zurückzuhalten, sonst kann der Richter Ordnungsstrafen verhängen und sofort vollstrecken.

 


Der nächste Termin folgt in Kürze.

Hier kannst du dich als Richter bewerben.

 

 


Bericht vom SGH XIV am 16.03.2019

 

Das SGH XIV, ein Rollenspiel-Fest!

 

 

 

 

Nach mehreren kurzfristigen Absagen hatten die Organisatoren des SGH XIV das Gefühl, es könnte ein ruhiger Nachmittag mit frühem Ende werden. Doch dann kam alles anders! Aber hier die Geschichte in korrekter Reihenfolge.

 

Es begann mit der Verhandlung gegen einen Täter, der sich Malaysia als Betätigungsfeld ausgesucht hatte, um dort eine ortsübliche Prügelstrafe einzufahren. Nach eigener Aussage „ein Test, ob die Ernst machen“. Warum die Strafe dort nicht vollstreckt wurde und er schließlich vor dem SGH-Richter stand, um eine beim SGH übliche, zwar strenge, aber für malaysische Verhältnisse eher symbolische Strafe zu empfangen, wollen wir hier nicht weiter erläutern. Aber diese Verhandlung war schon der Auftakt für einen teilweise turbulenten Nachmittag. Der Angeklagte nahm als Trend des Nachmittags einen hübsch marmorierten Po mit nach Hause. Dieser wurde ihm von einer Büttelin besorgt, die zum ersten Mal dabei war und ihre Aufgaben professionell erledigte.

 

Dann kam Pixie! Sie ist mit ihrem Mann, Richter Michel, eine regelmäßige Teilnehmerin am Gerichtshof und immer unberechenbar. Dieses Mal hatte sie laut Anklage ein Pferd gestohlen und wurde auf frischer Tat ertappt. Das war der knappe Inhalt der Anklage.

 

Hier noch eine kurze Abschweifung in die Abläufe der Vorbereitung des SGH. Alle potenziellen Beklagten hatten ihre Missetaten sehr zügig gemeldet. Daher waren die formalen Anklagen relativ früh fertig. Sowohl die Richter als auch die Angeklagten hatten also das offizielle Formular schon eine Woche vor dem Termin in Händen. Kurz gesagt, sie hatten Zeit, um die Richter aufs Korn zu nehmen und Strategien zu entwickeln!!

 

Besagte Pixie stand also vor ihrem Richter und versuchte sich damit zu entschuldigen, dass sie von einer ehemaligen Knast-Kumpanin genötigt wurde, das Pferd zu stehlen. Nach dieser Behauptung materialisierten sich mehrere, dem Richter nicht bekannte Zeuginnen, die in der Summe ihrer Einlassungen Anlass für ein weiteres Verfahren gegen sich selber lieferten. Damit war schon klar, dass alle Angeklagten sehr gut vorbereitet waren und sich Überraschungen ankündigten.

 

Nachdem Pixie ihren roten Po wieder verhüllt hatte, übernahm Charlene McCane ihr erstes Verfahren als neue Richterin. Vorab gesagt, sie war unsere zweite Richterin. Beide Frauen agierten ganz anders als ihre männlichen Kollegen. Verbal sehr ausgedehnt, eher geneigt, auch die wahnsinnigsten Aussagen anzuhören, zwar einerseits ziemlich emphatisch, aber dann doch sehr streng.

 

Für einen des Ladendiebstahls bezichtigten Mann gab es einen Zeugen. Das war vorab schon bekannt und der Zeuge wurde befragt. Aber eine Zuschauerin übernahm nun spontan die Rolle der Kassiererin des Supermarktes, die den Diebstahl nicht bemerkt hatte. Hätte sie aber sollen! Denn die Richterin verdonnerte sie zu einer Gerichtsstrafe von 20 Hieben wegen fehlender Aufmerksamkeit während der Arbeit. Arme Natascha!

 

 

 

So ging das immer weiter. Zeugen sprießten wie frisches Gras aus dem Boden und in allen weiteren Verfahren kamen die Angeklagten – und manchmal auch die Zeugen – härter unter die Räder als vorherzusehen war. Ein Täter, der es vorzog, statt zur Arbeit mit Freunden  auf ein Volksfest zu gehen, stand plötzlich seinem Personalchef gegenüber, der ihm die Entlassung ankündigte.

 

Richter Michel beendete den Nachmittag mit drei sehr interessanten Verfahren. Der erste Angeklagte war ein alkoholsüchtiger Vater, der Frau und Kinder regelmäßig schlug. Die Kinder waren als Zeugen dabei, die Ehefrau krankheitsbedingt nicht, weil der Angeklagte sie misshandelt hatte. Nachdem Aussage gegen Aussage stand, tauchte als Retter zugunsten der Anklage der Kneipenwirt des Angeklagten auf. Anklage gerettet und Hintern frei für den Rohrstock!

 

Und nun wurde es richtig turbulent! Jona war an sich nur wegen Verstößen gegen die Hausordnung angeklagt, wozu die Vermieterin gehört wurde. Es ging im Wesentlichen um Müll im Hausflur und nächtlicher zu lauter Musik. Daraus entwickelte sich eine Soap Oper, die am Ende mit Vorwürfen des Menschenhandels endete. Dieser letztere Befund wurde aber vom Gericht nicht mehr verfolgt.

 

Dann kam eine der Damen des Nachmittags unter die Räder. Es sei noch gesagt, dass es bis dahin sehr viele erfundene Beweismittel gab, also Fotos mit den unwahrscheinlichsten Befunden und gefälschten Dokumenten aller Art. Dies gipfelte in dem großen Modell einer Rakete, die ohne Probleme real unter das Kriegswaffengesetz fallen würde. Die Gute hatte nämlich – dieses Mal in der Realität - bei einer feucht fröhlichen Sylvester-Feier ein wenig zu heftig mit Böllern hantiert. Diese dürren Fakten wurden von den Beteiligten außerhalb jeglicher Proportion aufgebläht und dem Gericht mit einer Flut von Beweisfotos, ebendieser Rakete und Aussagen von gefrusteten Nachbarn präsentiert. Unbestreitbar war das einer der Höhepunkte des Nachmittags.

 

Selbst die abschließende spontan angesetzte Verhandlung gegen zwei Knast-Schwestern, die Pixie zum Diebstahl angestiftet hatten, wurde recht kurzweilig, weil die beiden Mädels gegeneinander kräftig austeilten und folgerichtig vom Richter verurteilt wurden, sich gegenseitig zu versohlen, was sie mit Hingabe besorgten.

 

 

 

So wurde aus einem beschaulichen Nachmittag einer der lebhaftesten Gerichtshöfe! Gekrönt wurde er dann von den kulinarischen Angeboten der Köchin Charlene, unterstützt von fleißigen Helferinnen. Sie ist offensichtlich ein Multitalent, die nicht nur einen starken Einstand als Richterin ablieferte, als Zeugin vor Gericht nicht gerade mundfaul war, sondern auch schmackhaftes Essen kochen konnte.

 

Wie üblich wurde nach dem Abendbrot fleißig gespielt, wobei die aktiven Damen wie immer sehr gefragt waren; die Herren standen Schlange, um noch einmal einen starken Arm zu spüren.

 

Es war ein unbestreitbar unterhaltsamer SGH. Sollte nach dieser Schilderung jemand denken, wir behandelten das von uns inszenierte Rollenspiel nicht ernsthaft genug, hat er absolut Recht! Die Beklagten wollen natürlich verurteilt und fühlbar bestraft werden, und das passiert auch.  Es wäre aber Unfug, die Verhandlungen allzu bierernst und realitätsnah zu gestalten. Ein schmerzender Hintern ist Realität genug und das Kopf Kino möchte ja auch Futter haben.

 

 


 

Als Beispiel eine Anklageschrift und das Urteil, welches am 15.10.2016 gefällt wurde.



Spanking-Gerichtshof am 15.10.2016 in Augsburg

Das berichten unsere Teilnehmer

 

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Harry hat geschrieben:

 

Hallo Randy,

 

es hat mir bei euch sehr gut gefallen. War wirklich ein geiler Event. Es war sehr schön, aber für mich von der Temperatur zu kalt, um nackt bestraft zu werden. Das ist ja meine Vorstellung, splitternackt vor das Gericht zur Verhandlung treten zu müssen.

 

Vor der Verhandlung. Na ja, habe halt ein starkes Kopfkino. Wird man nur auf den Hintern bestraft, oder gibt es auch andere Züchtigungsflächen ?

Welche?

 

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Julle hat geschrieben:

 

Nun gut, dann geb’ ich mal einen Bericht aus meiner Sicht ab. Ich hoffe, dass es mir Randy nicht übel nimmt, wenn ich nun damit vorpresche, aber schlimmstenfalls handle ich mir eben damit eine Anklage für den nächsten Gerichtshof ein.

 

Eine nicht unerhebliche Anzahl von Delinquenten hatte sich wieder mal eingefunden, um sich dem nach eigenen Gesetzen arbeitenden Spanking-Gerichtshof zu stellen. Da waren so manche bekannte Gesichter, sozusagen Wiederholungstäter, aber auch neue, bisher nicht dabei gewesene, sowie einige Zuschauer. Man hatte genügend Gelegenheit vor Beginn der Verhandlungen, sich schon ein wenig kennenzulernen.

 

Doch schließlich rief irgendwann unbarmherzig die Gerichtsglocke zum Einfinden im Gerichtssaal. Nach einführenden Worten von Donpascual, der sich wie immer sehr viel Mühe gemacht hatte mit Vorbereitungen, der Ausführung selbst und der Nachbereitung, begannen die Verhandlungen. Die beiden Richter Kristall und Randy übten ihr Amt souverän aus und machten sich sehr viel Mühe mit der Wahrheitsfindung, was nicht immer sehr einfach war aufgrund chaotischer Einlassungen der Angeklagten und dubioser Zeugenaussagen. Doch letztlich gelang es beiden immer wieder, die entsprechende Wahrheit zu finden und das einzig richtige Urteil zu fällen.

 

Dabei gab es eine große Bandbreite von Verfehlungen, die abzuarbeiten waren: Vernachlässigung häuslicher Pflichten in Verbindung mir Verkennung des ehelichen Züchtungsrechtes, Raucherentwöhnung und Entziehung der Kontrolle der Auflagen durch Flucht ins Ausland, fortgesetzter Voyeurismus, diverse Jugendsünden, Graffiti-Sprayereien, illegale Personenbeförderung, Steuernhinterziehung, Vielweiberei, Verkehrsdelikt in Verbindung mit Beamtenbeleidigung, Diebstahl und Untreue.

 

Anhand dieser Aufzählung sieht man, wie schwer es die Richter hatten, von einer Materie zur anderen zu springen. Doch ich hatte den Eindruck, dass es ihnen umso leichter gefallen ist, die (spanking)gerechten Urteile zu fällen - wie immer halt. ;)

 

Und wie immer haben die Verurteilten ihre „gerechte“ Strafe bekommen. Doch alle so, wie sie es gebraucht (vetragen) haben. Niemand wurde überfordert.

 

Zwei ganz üble Wiederholungstäter mussten als Zusatzstrafe nach der Züchtigung auch noch in die Halsgeige zum Strafstehen und Präsentieren. Einer davon musste dabei auch noch ein Lied absingen - und ich gebe zu, dass ich das war. Aber dass dies trotzdem in meinem Sinne war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. :-)

 

Und auch ansonsten brauche ich mich wirklich nicht beklagen, ordentlich „mein Fett“ abbekommen zu haben.

 

Und wie immer haben die Rahmenbedingungen einfach gepasst, die Location war super, der Zeitrahmen gut gesteckt, es gab Pausen zwischendurch, es herrschte eine gute Atmosphäre und man konnte - auch bei den Verhandlungen und teilweise selbst bei den Züchtigungen - viel lachen.

 

Ich finde, das ist genau die richtige Mischung.

 

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Donpascual hat geschrieben:

 

Der Spanking-Gerichtshof VIII ist Vergangenheit, die Urteile schriftlich ausgefertigt und verteilt und vielleicht gibt es noch leichte Sitzbeschwerden hier und da. Zeit für Manöverkritik und einen Blick voraus ins Jahr 2017, wo am 29. April der nächste SGH steigen wird – vielleicht umrahmt von einem Vorabend mit Retro-Szenarien aus alten Zeiten, in denen der Rohrstock noch tatsächlich in Aktion war und gefolgt von einem „Spank in den Mai“ am Sonntag.

 

Dieser letzte SGH war eine eher ruhige Veranstaltung, was den zeitlichen Ablauf anbetraf. Nur 9 Verfahren, das erledigen unsere Richter auf „einer Backe“! Soviel verfügbare Zeit erlaubte ein genüssliches Eintauchen in die Abgründe spankwürdiger Vergehen.

 

Es begann mit Frecher Fratz, die sich mit ihrem Temperament, befeuert von äußerst ungerechten und weit hergeholten Beschuldigungen, lautstark zur Wehr setzte, was den Richter Kristall in seinem ungerechten Tun überhaupt nicht beeindruckte. Fachgerecht stocherte er eine Weile im Nebel diverser Behauptungen und förderte zum Schluss ein recht banales Vergehen zutage: die gute Dame hatte mal wieder zu viel geraucht und wollte der dafür vorgesehenen Strafe entgehen. Die wurde nun im SGH vollstreckt. Außerdem brachte das Verhör noch einen Fall von Fluchthilfe zum Vorschein, die tatsächlich in Deutschland ein Straftatbestand ist. Jedenfalls gab Richter Kristall dem Büttel eine Chance, eine ganze Reihe von zunehmend schmerzhafteren Freudenbringern auf dem entblößten Hinterteil der Verurteilten tanzen zu lassen.

 

Der nachfolgende Fall des Herrn gamsteig lief zu Beginn wesentlich ruhiger, weil der Angeklagte sich selber nicht mehr zu helfen wusste und das Gericht aufforderte, ihm bei den viel zu häufigen Besuchen von SM-Veranstaltungen die rote Karte zu zeigen. Natürlich tat das Gericht nichts dergleichen, denn wer will schon die eigene Kundschaft verjagen? Glücklicherweise trat er dann in das Fettnäpfchen, die anwesenden Damen zu verärgern, was zu einem schnellen Urteil führte, das dann von einer der Damen mit Hingabe vollstreckt wurde. Anschließend durfte er eine Weile die Halsgeige tragen und seinen Hintern zur Schau stellen.

 

Julle ist einer von den ganz harten Jungs. Die Tatsache, dass er bei jedem Gerichtshof antreten musste, ist wohl weniger seinem Hang zum Tragen von Damenwäsche, gepaart mit Exhibitionismus geschuldet, als vielmehr dem Wunsch, an die Grenzen seiner Leidensfähigkeit zu gelangen; der SGH gewissermaßen ein Erfüllungsgehilfe Dieses Mal musste eine Jugendsünde herhalten, deren Haltlosigkeit der Richter sehr schnell bewies. Aber julle durfte eine ganz besondere Eigenart der Birkenrute bis zum bitteren Ende auskosten: den kumulativen Schmerz. Nicht umsonst ist gewöhnlich die Zahl der Schläge mit diesem Instrument auf rund 25 begrenzt, weil jeder neue Schlag den gesamten Po trifft und ganz schnell auf schon vorhandene kleine Striemen trifft. Deren Gesamtzahl erhöht sich rapide und der Schmerz wird allmählich unerträglich. Statt 25 durfte julle 50 Hiebe  von der Rittmeisterin einstecken und war am Ende ziemlich bedient.

 

Ole, unser alter Däne, beheimatet im geschichtsträchtigen Roskilde, reist gerne mal quer durch Europa, um zwischendurch seinen Hintern dem SGH zu präsentieren. Dieses Mal reichten seine Sünden vom Diebstahl teurer Bücher aus der öffentlichen Bibliothek bis zum Sprayen von Graffiti auf teure Autos. Das alles ohne jedes Unrechtsbewusstsein. Der Richter Kristall machte kurzen Prozess und beauftragte den Büttel, den Hintern des diebischen Dänen mit Graffiti der besonderen Art zu verzieren.

 

Während Richter Kristall versuchte, die Wahrheitsfindung anhand des Verhörs der Angeklagten zu bewerkstelligen, hatte Richter Randy einen sehr müheloseren Weg gewählt. Er „besorgte“ sich Zeugen, die in seinem Sinne aussagten.

 

Während Oboshi von seiner Partnerin angeklagt wurde, die genügend Fakten präsentierte, um ihn chancenlos zu machen, musste Redmoon erleben, wie die Anklage seiner abwesenden Ehefrau gleich durch zwei Zeugen untermauert wurde, die ihn gnadenlos in die Pfanne hauten.

 

Eine weitere Dame, Sissi, wurde von ihrem Ehemann angeklagt der Verkehrsgefährdung, der Beamtenbeleidigung und der Lüge. Sissi ist ein Dauergast des SGH, die sich nie irgendeiner Schuld bewusst ist. Auch der Auftritt eines der „Polizisten“ beeindruckte sie nicht sehr. Richter Randy verhängte daher 50 Hiebe auf den „Nackten“, die wegen einer gerade durchgestandenen Grippe vom Büttel etwas weniger hart vollstreckt wurden als dies normalerweise erfolgen würde.

 

Zum Schluss standen zwei Täter vor Gericht, die offenbar bandenmäßiges Sprayen betrieben. Ihre Komplizen konnten allerdings nicht gefasst werden. So musste Harry den alleinigen Sündenbock fürs Sprayen liefern, denn Rudolf hatte nicht an der Sachbeschädigung teilgenommen. Als Fahrer der Bande hatte er natürlich keinen Personen-Beförderungsschein. Bei der Vollstreckung des Urteils bat er den Büttel um Gnade, da er lange nichts hinten drauf bekommen hätte. Zum Erstaunen des Büttels wies sein Hintern jedoch sehr deutliche Spuren auf. Das führte zu einer Strafe, die er sich hoffentlich gemerkt hat.

 

Der Nachmittag endete mit der Bestrafung der letzten fünf Angeklagten und dann gab es wunderbare, selbst gemachte Hamburger vom kochenden Freund der Rittmeisterin Gabriele, die alles im Griff hatte, die Organisation genau so gut wie den Rohrstock, mit dem sie den zweiten Sprayer lehrte, wie sich 50 harte Hiebe mit einem dicken Stock anfühlen.

 

Insgesamt war es wieder ein Nachmittag, an dem sowohl gelacht als auch gelitten wurde, aber ohne übermäßige Brutalität und Bosheit. Die Zuschauer hatten ihren Spaß, die Verurteilten ihren Po-Schmerz, die Richter einen ruhigen Nachmittag und der Büttel sowie die schlagkräftigen Damen ihr Vergnügen. So soll es sein!

 

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Randy hat geschrieben:

 

Als Vorsitzender Richter der 2. Kammer des Spanking-Gerichtshofes möchte ich es mir nicht nehmen lassen, einen eigenen Bericht zu verfassen. Wie meine Vorredner schon ausführlich dargelegt haben, stand ein sehr weites Spektrum von Anklagen zur Verhandlung an, weshalb ich mich exemplarisch auf einen von mir verhandelten Fall konzentrieren möchte: Die Causa Sissi.

 

Die gebotene Neutralität wahrend, schreibe ich in der 3. Person.

 

Frau Sissi wurde vorgeworfen, mehrfach gegen die Regeln des Straßenverkehrs verstoßen zu haben. Nachdem sie von einer Polizeistreife angehalten wurde, soll sie versucht haben, die diensthabenden Beamten zu beschwatzen und, nachdem ihr dies nicht gelang, soll sie diese ehrabschneidend beschimpft haben. Weiterhin wurde ihr vorgeworfen, als Lenkerin des Kraftfahrzeuges nicht die vorgeschriebenen Augengläser getragen zu haben.

 

Nachdem der Richter sie mit der Anklage konfrontiert hatte, ließ Frau Sissi sich in höchst widersprüchlicher Form auf die ihr vorgeworfenen Anklagepunkte ein.

 

Der Richter eröffnete daraufhin die Beweisaufnahme und lud ihren Ehemann Frank in den Zeugenstand. Von seinem Recht, gemäß § 52 StPO (Zeugnisverweigerungsrecht der Angehörigen des Beschuldigten) die Aussage zu verweigern, machte dieser keinen Gebrauch. Er konnte zwar das verkehrswidrige Abbiegen seiner Ehefrau nicht bezeugen, doch sehr wohl die Beschimpfungen gegenüber den Beamten, da er zu diesem Zeitpunkt bereits am Ort des Geschehens eingetroffen war. Des Weiteren bestätigte er, dass seine Frau am Steuer eine Brille tragen müsste, was sie jedoch fast nie täte.

 

Die Angeklagte versuchte daraufhin abwechselnd, sich mit Vergesslichkeit, Augen-Lasern und Kontaktlinsen herauszureden, ohne jedoch das Hohe Gericht überzeugen zu können.

 

Es erging der Beschluss, das Strafmandat vom 24.05.2016, welches gegen 20 Uhr von der Polizeidienststelle PI 31 Unterhaching ausgestellt wurde, öffentlich zu verlesen. Auffällig war, dass das Mandat ein Bußgeld von gerade einmal 25 Euro auswies. Hierzu befragt erklärte die Angeklagte, dass die beiden Polizeibeamten eben sehr freundlich und einsichtig gewesen seien. Das Gericht hielt dies angesichts der ihr vorgeworfenen Beamtenbeleidigung für wenig glaubhaft.

 

Licht ins Dunkel brachte erst einer der beiden jungen Polizisten, nachdem er in den Zeugenstand gerufen und gemäß § 55 StPO (Auskunftsverweigerungsrecht) belehrt worden war. Der Polizist konnte nicht nur bestätigen, dass die Angeklagte bei ihrer Fahrt keine Brille getragen hatte, sondern seine Ausführungen machten auch nachvollziehbar, warum das Strafmandat trotz der Beamtenbeleidigung so gering ausgefallen ist. Nach seiner Aussage versuchte die Angeklagte mit ihren „weiblichen Reizen“ die Beamten zu bezirzen. Dadurch habe sich sein dienstälterer Kollege einlullen lassen und habe nur ein Mandat über 25 Euro ausgestellt. Ein langer, prüfender Blick des Richters auf die Angeklagte überzeugte den Richter vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage.

 

Da es keine weiteren Fragen an den Zeugen gab, schloss der Richter die Hauptverhandlung und zog sich zur Urteilsfindung zurück.

 

 

Es erging folgendes Urteil:

Die Angeklagte wurde schuldig befunden

* der Gefährdung im Straßenverkehr gemäß § 315c StGB und

* der Beamtenbeleidigung gemäß § 185 StGB

 

Sie wurde daher zu einer Strafe von 25 Hieben mit dem Paddel und 25 Hieben mit dem Rohrstock verurteilt. Gegen das Urteil konnte keine Berufung eingelegt werden.

 

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Teilnehmerberichte Spanking-Gerichtshof VIII am 15.10.2016 in Augsburg
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Teilnehmerberichte Spanking-Gerichtshof VII am 30.04.2016 in Augsburg
Dies berichten unsere Teilnehmer von dieser tollen Veranstaltung.
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Ein paar Fotos von früheren Spanking-Gerichtshof Veranstaltungen.